07.07.2021 - 12:23 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Goldene Hochzeit im Hause Glatter

Maria Glatter, die Waldthurner Mesnerin und ihr Herbert (Mitte) feiern mit ihrer Familie goldene Hochzeit - es gratulieren Bürgermeister Josef Beimler (links) und Pfarrer Norbert Götz (rechts)
von Franz VölklProfil

„Ihr seid für mich eines der wichtigsten Ehepaare in der Pfarrgemeinde“, sagte Pfarrer Norbert Götz lächelnd zu Maria und Herbert Glatter. Der Geistliche drückte damit die Wertschätzung für seine Mesnerin und ihren Mann, der sie in „technischen Angelegenheiten“ in der Kirche unterstützt, aus.

Am vergangenen Samstag feierte das Paar seine goldene Hochzeit, zuerst beim Gottesdienst in der Pfarrkirche, später beim Hammerwirt in Neuenhammer. Dort hatten sie ihre beiden Söhne Bernd mit Frau Simone und den Enkeln Julia und Bruno sowie Holger mit seiner Frau Claudia geladen. Zusammen mit Bürgermeister Josef Beimler und Pfarrer Götz wurde so manche Episode aus den vergangenen fünf Jahrzehnten Eheleben erzählt.

Geheiratet hat das Paar auf 800 Meter Höhe auf dem Fahrenberg, getraut hat sie der unvergessene Pfarrer Joseph Greil, der bei der anschließenden weltlichen Feier beim Gipfelwirt seine berühmte „Schönheitskönigin von Schneizlreuth“ zur Freude der Hochzeitsbesucher zum Besten gab. Geboren und aufgewachsen ist die Jubelbraut als Maria Gmeiner, eines von vier Kindern beim Wirtsheiner in Spielberg. Dorthin kam der junge dynamische Herbert, spielte auf seinem Schifferklavier und lernte dort seine Maria kennen und lieben. Diese ging in Spielberg zur Schule, machte im Kloster bei den Ritaschwestern in Würzburg eine Hauswirtschaftslehre und führte in Floss schließlich zwei Jahre einen Haushalt. Nach der Hochzeit kümmerte sie sich um die Familie, war seit 2004 nach eigenen Worten „Aushilfsmesnerin“ und ist seit 2013 „fest“ die Mesnerin der Pfarrkirche St. Sebastian Waldthurn.

Herbert wurde in Neustadt/WN geboren, jeweils zwei Jahre wohnte er mit seinen Eltern in Woppenrieth bei der Familie Gollwitzer (Fullertn) und am Puffnhof. 1951 bezog die Familie dann ihr Eigenheim an der Neuenhammerstraße in Waldthurn.

In die Schule ging der junge Herbert in Waldthurn, lernte 1962 bei der Firma Merkl in Weiden Autoschlosser und arbeitete dort bis 1969. Nach dem Wehrdienst wechselte er 1973 zur Detag nach Weiden. Mitras und schließlich Flachglas waren bis zur Rente im September 2011 seine Arbeitsstationen.

Der „Zecke“, wie er genannt wird, ist Gründungsmitglied der „Seilzieher der Fahrenbergauswahl“ (1981) und war eine der tragenden Säulen der „Erfolgsmannschaft“ der 80er Jahre. Demnächst wird das Paar mit einem Ballon über die Region schweben, denn zur Goldenen Hochzeit haben ihnen die beiden Söhne mit ihren Familien eine Ballonfahrt geschenkt.

 

 

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