04.10.2021 - 11:35 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Gebäude-Sanierungen in Waldthurn laufen auf Hochtouren

Es gibt noch immer viel zu tun: In und um Waldthurn gilt es, viele Maßnahmen auszuführen und zeitnah abzuschließen. Einige befinden sich langsam auf der Zielgeraden.

Der Auftrag für die Denkmalschutz-Fenster für das Lobkowitz-Schloss wurde in der Septembersitzung des Marktgemeinderates vergeben. Ein Musterfenster ist dafür eingebaut worden.
von Tanja PflaumProfil

Bei der Sanierung und dem Umbau des Anwesens Marktplatz 13 zeichnet sich ganz langsam das Ende der Arbeiten ab. Für das Gewerk „Schlosserarbeiten-Stahlbalkone“ hatten fünf von elf beteiligten Firmen ein Angebot vorgelegt. Das günstigste kam von der Firma Faltenbacher, Vohenstrauß/ Kaimling, mit einer Bruttosumme von 35 963,35 Euro (abzüglich drei Prozent Nachlass). Architekt Rudi Meißner hatte im November 2019 für dieses Gewerk einen Betrag von knapp 25 000 Euro ermittelt. Ausschlaggebend für die hohe Preisüberschreitung sind die massiven Preiserhöhungen für Stahl. Weiter wurden fünf Firmen von der Gemeinde zur Abgabe eines Angebots für die Pflanzen- und Materiallieferung für dieses Anwesen aufgefordert. Den Zuschlag erhielt die Firma Kahl, Plößberg, für 1974,60 Euro. Veranschlagt worden waren 3900 Euro.

  • Renovierung des Schlosses

Auch beim Lobkowitz-Schloss laufen die Sanierungsarbeiten weiter auf Hochtouren. In einer früheren Marktratssitzung wurde ein Musterfenster für das Schloss vorgestellt. In der jüngsten Zusammenkunft ging es nun um die Vergabe des Gewerks „Schreinerarbeiten – Denkmalschutzfenster“. Für 106.908,41 Euro geht dieser Auftrag an die Schreinerei Bäumler, Waldthurn. „Allerdings fehlen hier noch die Beschläge, da die Freigabe durch den zuständigen Denkmalpfleger noch nicht erfolgt ist“, fügte Bürgermeister Josef Beimler hinzu. Hier müsste man noch mit zusätzlichen Kosten von rund 15.000 Euro rechnen.

  • Neue Kommandanten

Jeweils einstimmig wurden die neuen Kommandanten und ihre Stellvertreter der Ortsteilfeuerwehren bestätigt. Es sind dies für die Feuerwehr Bernrieth Florian Weig und Stellvertreter Stefan Weig, für die Feuerwehr Lennesrieth Michael Stahl und Stellvertreter Stefan Riedl, für die Feuerwehr Spielberg Franz Josef Beimler und Stellvertreter Andreas Schmid.

  • Freiflächen-Photovoltaikanlagen

Ein weiterer Punkt betraf die Festlegung von Kriterien für die Zulassung von Freiflächen-Photovoltaik(PV)-Anlagen in der Marktgemeinde. Beimler stellte den Kriterienkatalog, der unter anderem vorschreibt, dass die Anlagen aus Wohngebäuden nicht sichtbar sein, nicht auf Renaturierungsflächen oder auf überschwemmungsgefährdeten Gebieten errichtet werden dürfen, vor. Auch ist darauf zu achten eine Verknappung landwirtschaftlicher Flächen zu vermeiden oder durch ein Mindestmaß an Pflege der PV-Anlagenfläche die Bewirtschaftung benachbarter landwirtschaftlich genutzter Flächen zu gewährleisten. „Dem Ganzen geht eine einjährige Verhandlung voran“, stellte das Gemeindeoberhaupt fest. Anträge zur Errichtung einer solchen PV-Anlage werden künftig im öffentlichen Teil der Marktratssitzung – ähnlich wie die Bauanträge – behandelt, fügte er weiter an. Andreas Troidl bat um eine Erweiterung der Kriterien: „ Wenn eine Fläche bebaut wird, muss sie mit einer Sichtschutzhecke eingefasst werden.“ Auch Georg Bocka hatte noch einige Argumente parat, mit denen man bei einer möglichen Antragstellung reagieren könnte. Für Roman Bauer war es noch wichtig zu erwähnen, dass die Gemeinde keine Flächen für dies PV-Anlagen anbietet. Das Gremium genehmigte alle Punkte einstimmig.

  • Zuschuss für Bachräumarbeiten

Dem Gemeinderat lag ein Antrag von Anita Gmeiner auf finanzielle Unterstützung für Bachräumarbeiten an der Luhe bei Woppenrieth vor. Gmeiner hatte Baggerarbeiten entlang der eigenen Wiese durchführen lassen. Bürgermeister Beimler ergänzte, das sich noch ein zweiter Anlieger gemeldet hat und schlug vor jeweils einen Zuschuss von 200 Euro zu gewähren (die Kosten pro Anlieger liegen bei 420 Euro). Georg Bocka sprach aus, was sich einige der Markträte dachten: „Eigeninitiative ist völlig in Ordnung, aber solche Maßnahmen müssen vorab mit der Gemeinde besprochen werden.“ Auch Roman Bauer meldete sich zu Wort: „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass diese beiden Anträge eine einmalige Beschlussfassung nach sich ziehen!“ Auch er fordert, dass künftig vorher mit der Gemeinde alles geklärt wird. Das sahen die übrigen Markträte genauso. Die 200 Euro Zuschuss wurden einstimmig genehmigt.

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Waldthurn

 

 

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