06.05.2021 - 13:15 Uhr
WaldthurnOberpfalz

„Bierwirtschaft" bleibt erhalten

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Nostalgiker in Waldthurn freuen sich: Auch der charakteristische Schriftzug „Bierwirtschaft von Joseph Ebnet“ wird bei den Sanierungsarbeiten am Anwesen Nummer 13 berücksichtigt. Ensembleschutz am Marktplatz sei Dank.

Der Schriftzug "Bierwirtschaft von Joseph Ebnet" soll erhalten bleiben - so ist es beim ensemblegeschützten Marktplatz vorgesehen.
von Tanja PflaumProfil

Die Rissesanierung beim Anwesen Marktplatz 13 sollte, nach Rücksprache mit dem Statiker, am Giebel, im Durchfahrtsbereich und über den beiden Torbogen mit Spiralankern erfolgen, damit eine dauerhafte Sanierung gewährleistet werden kann. Der Firma Reger, die ein Nachtragsangebot lieferte, wäre es allerdings lieber, wenn diese Arbeiten durch eine Fachfirma ausgeführt würden. Daher hat das Architekturbüro Meißner ein Angebot der Firma Weißbeck, die derzeit die Rissesanierung am Lobkowitzschloss vornimmt, eingeholt. Die Summe liegt bei 3 797,69 Euro. Die Kleinlangheimer Firma kann die Arbeiten diese Woche noch ausführen. Die Räte stimmten dafür, das Angebot anzunehmen, da sich auch keine Mehrkosten ergeben. Im Zuge des Denkmalschutzes beziehungsweise Ensembleschutzes am Marktplatz soll an diesem Gebäude auch der Schriftzug „Bierwirtschaft von Joseph Ebnet“ erhalten bleiben. Für diese Restaurierungsarbeiten wird die Firma Müllner, Pleystein beauftragt (Kosten:1 011,50 Euro).

Startschuss für Marktplatz 4

Bezüglich des Umbaus und der Sanierung des Anwesens Marktplatz 4 verkündete Bürgermeister Josef Beimler: „Wir können ruhig in die Planungen einsteigen.“ Zur Sitzung lag eine Stellungnahme des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) zur vom Markt angeforderten Kostenvereinbarung beziehungsweise Zusicherung hinsichtlich der Fördersituation vor. Das ALE hatte bereits im Oktober 2020 für die Entwurfsplanung den vorzeitigen Vorhabenbeginn erteilt. Dieser umfasst auch die erforderlichen Leistungen der Fachplaner. "Eine separate Kostenvereinbarung wird grundsätzlich dann gefertigt, wenn die Objektplanung samt Kostenberechnung vorliegt", schreibt Erik Bergner (ALE, Abteilungsleiter Land- und Dorfentwicklung).

Förderhöchstbetrag von 1,5 Millionen Euro für Umbau-Maßnahme

Waldthurn

Fördermittel nicht verfallen lassen

Zu einer Besprechung haben sich Mitglieder von „Landkultur Waldthurn“ am 19. April getroffen. Thema war die Umschichtung von Fördermitteln, da davon ausgegangen wird, dass auch 2021 keine Großveranstaltungen stattfinden können. Da man aber keine Mittel verfallen lassen möchte, wurde jetzt eine Umschichtung vorgeschlagen, um die 29 736 Euro an Fördermittel sinnvoll einzusetzen. So werden für Ausstellungs-Stellwände mit Beleuchtung 3000 Euro und für eine Bühnenüberdachung 2000 Euro eingeplant. 13 100 Euro stehen für den geplanten Geschichtsweg zur Verfügung. Die Restsumme von 11 636 Euro würde für kleinere – eventuell auch virtuelle – Veranstaltungen der örtlichen Vereine verwendet werden.

Roman Bauer wollte dazu noch wissen, ob für den Geschichtsweg Baumaßnahmen erforderlich wären. Beimler verneinte – der Weg würde auf bereits bestehenden Straßen und Wegen verlaufen. „Der Weg macht eine Heidenarbeit! Da brauchen wir den Heimatkundlichen Arbeitskreis und den Oberpfälzer Waldverein mit im Boot“, merkte Hans-Peter Reil noch an. Man wolle ja das Beste daraus machen. Einstimmig genehmigte das Gremium den „Umschichtungsplan“.

Wasserschutz: Weiter Kooperation

Der Rathauschef berichtete anschließend über das Fachstellengespräch zu den Kooperationen im Wasserschutzgebiet, das am 20. April stattgefunden hat. Im Einzelnen wurde beschlossen, dass die Kooperationen in gleicher Weise fortgeführt werden. Der Deckelungswert des GesamtNmin wird auf 50 Kilogramm pro Hektar festgelegt (die Ausgleichsleistungen bleiben gleich). Die Fortführung der FrühjahrsNmin mit DSN (DüngeberatungsSystemStickstoff) speziell für Wasserschutzgebiete für alle Fruchtarten außer Grünland und Kleegras wurde einstimmig beschlossen, ebenso wie keine Stickstoffdüngung nach der Haupternte.

Die Nmin-Beprobung im Herbst 21 erfolgt in der letzten Oktoberwoche und es werden eine Demoanlage „Untersaat Mais“ außerhalb des Wasserschutzgebietes und eine Demoanlage „Zwischenfruchtanbau“ (unter anderem mit Hanf, Ölrettich und Senf) im Wasserschutzgebiet im Sommer auf den Flächen des Demobetriebes Bocka angelegt. Beimler bedankte sich bei allen betroffenen Landwirten für die gute Zusammenarbeit. Auch Georg Bocka bedankt sich bei seinen Berufskollegen: „ Es ist nicht jedes Jahr gleich und es bedeutet auch immer ein mehr an Arbeit.“ Alles hänge vom Wetter ab, fügt er an – deshalb sind diese „Deckelungsgespräche“ enorm wichtig. Hans-Peter Reil merkte an, dass es schon Jahre gegeben hat, in denen man auf Grund der hohen Nitratwerte um den Tiefbrunnen gebangt hat. „Die Kooperationen sind wichtige und richtige Maßnahmen“, betont er. Der Umbau der Sirenensteuergeräte für die digitale Alarmierung übernimmt die Firma Abel&Käufl aus Landshut für rund 6200 Euro.

Bauanträge abgesegnet

Keine Gegenstimmen gab es bei den Bauvorhaben – des Neubaus eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage (Hirmersbühl 24) und dem Neubau einer Waschplatte (Albersrieth 57). Auch der Antrag auf isolierte Abweichung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes Bernriether Straße/Badeweiher 2 (Überschreitung der Baugrenze durch ein genehmigungsfreies Nebengebäude; Ausgestaltung der Einfriedung) wurde einstimmig genehmigt.

 

 

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