30.09.2020 - 10:25 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Bauarbeiten am Waldthurner Marktplatz verzögern sich

Dass nicht immer alles wie geplant läuft, zeigt sich beim Umbau und der Sanierung des Anwesens Marktplatz 13. Hier kommt es zu Verzögerungen, und die Maßnahme kann nicht wie ursprünglich geplant fertiggestellt werden.

Zu erheblichen Verzögerungen kommt es beim Umbau und der Sanierung des Anwesens Marktplatz 13 (rückwärtige Ansicht). Bürgermeister Josef Beimler bat den Planer um eine Stellungnahme.
von Tanja PflaumProfil

In der Marktratssitzung am Montag berichtete Bürgermeister Josef Beimler über die Sitzung des Bauausschusses am 14. September. Bis auf kleinere Restarbeiten ist der Umbau und die Sanierung des Anwesens Marktplatz 2 abgeschlossen. Jetzt muss nur noch alles abgerechnet werden, um den Verwendungsnachweis schnellstmöglich zu erstellen, damit die Zuwendungsmittel abgerufen werden können. „Ich denke, dass wir alles in allem weit unter der geplanten Summe bleiben werden“, vermutet Beimler.

Einen weiteren Bericht über die Waldthurner Marktratssitzung finden Sie hier

Waldthurn

Anders sieht es beim Anwesen Marktplatz 13 aus. Das Gemeindeoberhaupt bat Architekt Rudolf Meißner wegen der massiven Bauverzögerung (Fertigstellung eventuell erst im Juni 2021 statt im Dezember) um eine Stellungnahme. Meißner erklärte, dass in einer früheren Zusammenkunft von ihm schon der Juni-Termin genannt wurde. Die Firma Bauer hatte nur einen Bautrupp für beide Objekte (Marktplatz 2 und 13) vor Ort. In ungefähr zwei Wochen müssten aber alle Arbeiten dieser Firma abgeschlossen sein. Dass die Firma Rank alle Simse neu aufmauern musste, war vorher auch nicht absehbar, sagte der Architekt. Weiter sind für diese Maßnahme noch mehrere Ausschreibungen offen, die nun in drei Pakete aufgeteilt wurden. Das Gremium genehmigte den vorliegenden Zeitplan für die Ausschreibungen. „Es darf keine Verzögerung mehr geben“, forderte Beimler. Als Gesamtfertigstellungszeitpunkt ist nun Ende Juli 2021 geplant. Das Gemeindeoberhaupt appelliert an den Planer, die Schlussrechnungen wegen der reduzierten Mehrwertsteuer zu beschleunigen. Wenn alle Stockwerke im Anwesen Marktplatz 13 begehbar sind, wird eine weitere Bauausschusssitzung einberufen.

Einstimmig wurden die Arbeiten zur Neuinstallation eines Zählerkastens (Kosten rund 19 900 Euro) und zur Nachrüstung einer Photovoltaikanlage (Kosten rund 41 200 Euro) zur energetischen Optimierung des Gemeindehauses an die Firma Elektrotechnik Guttenberger, Moosbach, vergeben.

„In der gemeinsamen Bauausschusssitzung der kirchlichen und weltlichen Gemeinde sind wir am 14. September noch einmal alles genau durchgegangen“, berichtete der Rathauschef bezüglich der energetischen Sanierung (EFRE-Programm) und der Generalsanierung des Lobkowitzschlosses. Der Zeitplan sei zwar eng getaktet, aber laut Architekt Meißner machbar, da man beispielsweise die Baumeisterarbeiten aufteilen kann. Nach einer Ortsbesichtigung kam man damals überein, dass der Architekt die Umsetzbarkeit verschiedener Vorschläge nochmals überprüft. Beide Ausschüsse sprechen sich mit einer Gegenstimme für die Annahme des ausgearbeiteten Zeitplanes aus. Andreas Troidl sprach sich erneut gegen diesen Plan aus. Er betonte bereits beim Treffen des Bauausschusses, dass er den Beschluss nicht mittragen kann, da seiner Ansicht nach der Zeitplan nicht einhaltbar ist. Es drohe der Verlust der Zuschussmittel. Dies käme einer finanziellen Katastrophe für die Gemeinde gleich. „Wir haben keinen Puffer“, merkte er noch einmal an. Bisher sei fast jeder Bau mit Verzögerung fertiggestellt worden. Mit zwei Gegenstimmen wurde letztendlich beschlossen, die Maßnahme nach dem vorliegenden Bauzeitenplan durchzuführen.

Einstimmig wird das Verfahren zur 2. Änderung des Flächennutzungsplans (Wohngebiet Hirmersbühl und Gewerbegebiet Maienfeld) auf Forderung des Landratsamts fortgeführt. Keine Gegenstimmen gab es auch bei den Bauvorhaben. So werden am Hirmersbühl 6 ein weiteres Einfamilienhaus mit Doppelfertiggarage, in Maienfeld der Neubau einer Schlosserei und Am Badeweiher 30 (Tektur) ein Einfamilienhaus mit Einlieger und Garage errichtet.

Weiter informierte Beimler darüber, dass das Landratsamt die zeitweise Umnutzung von Räumen im Bereich der Schulturnhalle sowie im Bereich der Kindertagesstätte zeitlich befristet bis 1. September 2022 unter Auflagen genehmigt. Ebenso wurde die Baugenehmigung für die Erstellung der Panoramaterrasse mit Geländemodellierung im Anschluss an das Wohngebiet Hirmersbühl mit Auflagen baurechtlich genehmigt. Bezüglich der BayernCloud hat das Sachgebiet EDV des Landratsamts mitgeteilt, dass die Einrichtung noch ein Forschungsprojekt sei. Der Mitarbeiter der EDV-Stelle muss erst noch prüfen, ob und wann diese einsatzbereit wäre.

Zum Mehrgenerationengarten Albersrieth hatte Beimler eine Auflistung der bisherigen Ausgaben vorbereitet. Insgesamt wurden für dieses Projekt bereits rund 34 570 Euro ausgegeben.

Ein Temposys-Gerät befand sich vom 10. bis 19. September beim Anwesen Am Badeweiher 11 und registrierte Fahrzeuge, die aus Richtung der Waldaustraße kamen. Insgesamt wurden 361 Fahrzeuge gezählt (20 bis 30 Kilometer pro Stunde: 190; 50 bis 60 km/h: 14) Vom 24. bis 28. September wurden die Fahrzeuge aus der Gegenrichtung gemessen. In diesem Zeitraum wurden 274 Fahrzeuge registriert (20 bis 30 km/h: 124; 40 bis 50 km/h: 21). Beimler erinnerte weiter kurz an die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen für Vereinsversammlungen und bat, diese auch einzuhalten und zu überlegen, ob eine Versammlung zwingend stattfinden muss.

Zum Antrag der Stadt Vohenstrauß auf Gestattung der Verlegung von Telekommunikationsleitungen zur Erschließung der Ortsteile Erpetshof und Zeßmannsrieth gab es keine Einwände. Des Weiteren werde man im Rahmen des Investitionspakts zur Förderung von Sportstätten 2020 einen Antrag für eine multifunktionale Sportstätte mit Dorftreff in Spielberg stellen.

Maria Greim wollte wissen, wann die zusätzliche Beleuchtung in Spielberg aufgestellt werde, da ja jetzt die „dunkle Jahreszeit“ beginnt. Er habe es nicht vergessen und werde es demnächst einplanen, sagte Beimler. Andreas Troidl merkt an, dass das neu verlegte Pflaster braun werde und vermutet, dass die Ursache dafür im eingebrachten Schotter zu finden sei. Beimler hat hier auch bereits eine Lösung parat, da man Ähnliches bereits beim Rathaus erlebte. Weiter bat Troidl darum, bei Endabnahmen von Gebäuden auch den Kommandanten der Feuerwehr mit einzuladen. Michael Troidl meldete abschließend, dass sich die Beklebung der Ortseingangsschilder löst. Beimler versprach, alle Schilder zu kontrollieren.

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