29.04.2021 - 14:31 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Älteste Einwohner des Marktes verstorben: Trauer um Rosa Schürz

Im Alter von 99 Jahren verstarb am Freitag, 23. April, die Waldthurnerin Rosa Schürz. Bei der Begräbnismesse am vergangenen Mittwoch in der Pfarrkirche St. Sebastian, erinnert Pfarrer Norbert Götz an die Verstorbene.

Trauer um Rosa Schürz.
von Franz VölklProfil

„99 Jahre ist ein gesegnetes Alter, Gott hat eine ganze Ewigkeit mit uns vor. Gott will die Vollendung in seinem ewigen Leben, die Verstorbene möge nun den ewigen Lohn empfangen“, sagte Pfarrer Norbert Götz. Eigentlich war der Pfarrer sehr zuversichtlich, dass die Verstorbene im November diesen Jahres ihren 100. Geburtstag feiern kann. Geistig erstaunlich fit und auch wenn sie mittlerweile nach einen Oberschenkelhalsbruch auf einen Rollstuhl angewiesen war, war sie körperlich noch gut drauf. Wie so manches andere auch, habe sie auch diesen Bruch weggesteckt.

Leider erlebte die älteste Einwohnerin des Marktes ihren 100. Geburtstag nicht mehr, sie verstarb am Freitag im Seniorenheim in Pleystein. Geboren wurde Schürz als Rosa Sperl als eines von vier Geschwistern in Waldthurn. Gearbeitet hat sie unter anderen in der Porzellanfabrik Seltmann in Vohenstrauß. Im Jahr 1960 heiratete sie den Maler Johann Schürz, der aus dem Sudetenland stammte. Zwei Kindern hat sie das Leben geschenkt. Aus beruflichen Gründen zog die Familie 1963 nach Aschaffenburg, kehrte 1976 aber nach Waldthurn zurück. Zwei Jahre später starb ihr Mann.

Rosa Schürz war ein ausgesprochener Familienmensch. Glücklich war sie, wenn ihre beiden Kinder, ihre fünf Enkel, sieben Urenkel und zuletzt drei Ururenkel um sie waren. „Was für andere eine Kinderkrippe war, war bei der Familie die Frau Schürz, das hat sie jung gehalten“. Die große Familie schwärmte immer von Rosas Kochkunst.

Ihr Leben war die weitverzweigte Familie, die Natur und Tiere. Im Seniorenheim hatte sie eine Zimmernachbarin mit der sie sich sehr gut verstand. Zum 98. Geburtstag war die Großfamilie im Hotel Regina in Pleystein zur Geburtstagsfeier gekommen, was der Jubilarin sehr gefiel. Zum 99. Geburtstag durfte man coronabedingt nur aus einiger Entfernung gratulieren. In den letzten beiden Monaten baute sie sichtlich ab, erkannte aber bis zuletzt alle. Am Freitag schließ sie friedlich ein. „Jesus hat als guter Hirte seine Herde gerne um sich, auch Frau Schürz hatte gerne ihre Familie um sich. Ihr war der Glaube sehr wichtig, auch in den letzten Monaten war ihr das Gebet wichtig“, schloss der Geistliche. Georg Schmidbauer begleitete die Begräbnismesse an der Orgel, Hans-Peter Reil, Martina Pankotsch und Maria Golla umrahmten den Gottesdienst gesanglich.

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