10.03.2020 - 10:46 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Zinsflaute bereitet nach wie vor große Probleme

Hohe Ausgaben, geringe Einnahmen und Erträge: Dem Arbeiterunterstützungsverein (Sterbekasse) "Neue Glashütte" in Waldsassen ergeht es nicht anders als vielen anderen Versicherungen. Jetzt wird über eine Satzungsänderung nachgedacht.

Die bei den Wahlen bestätigte Führungsmannschaft des Arbeiterunterstützungsvereins „Neue Glashütte“: Von links Schriftführer Werner Danhof, Vorsitzender Eugen Rösch und Stellvertreter Karlheinz Hoyer, Geschäftsführer und Kassier Klaus Rösch, Rechnungsprüfer Klaus Kastl und Beisitzer Roman Pritzl. Es fehlt Rechnungsprüfer Albert Kraus.
von hmrProfil

Bei den Neuwahlen in der Jahresmitgliederversammlung des Arbeiterunterstützungsvereins "Neue Glashütte" in der Gaststätte Schmid-Papierer sind wieder alle Führungspositionen besetzt worden. Wegen der nach wie vor herrschenden Zinsflaute erwägt die Sterbekasse eine Satzungsänderung mit neuen Auszahlungsmodalitäten bei den Sterbegeldern.

Geschäftsführer Klaus Rösch gab einen umfangreichen Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Wiederholt appellierte er an die Mitglieder Wohnungs- und Kontenwechsel zwingend und umgehend an das Vorstandsgremium zu übermitteln, damit es nicht zu aufwendigen und teilweise erfolglosen Nachforschungen und damit finanziellen Verlusten kommt. In nicht aufklärbaren Fällen könne dies bis zum Vereinsausschluss wegen rückständiger Beitragszahlungen führen. "Wichtig ist auch, dass die Mitglieder ihre Familienangehörigen über die bestehende Mitgliedschaft in der Sterbekasse in Kenntnis setzen."

Holschuld der Angehörigen

Rösch betonte, dass es sich beim Sterbegeld um eine Holschuld der Angehörigen handele und eine Beitragsrückgewähr durch die Satzung ausgeschlossen sei. Dem Bericht nach waren 2019 insgesamt 18 Sterbefälle und damit verbundene Auszahlungen von Sterbegeldern zu verzeichnen. Außer einem Zugang durch ein Neumitglied seien sechs bisher mitversicherte Familienangehörige durch die Todesfälle zu Hauptversicherten geworden. "Die Auszahlungen haben im vergangenen Jahr die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge um etwa 9000 Euro überstiegen", so Rösch. Dies sei bei der derzeitigen Zinslage auf Dauer nicht zu verkraften. Der Vorstand plane deshalb eine generelle Überarbeitung der Satzung.

Neue Auszahlungsmodalitäten

Die Mitgliederversammlung diskutierte unter anderem über eine Verlängerung der Wahlperiode von einem auf zwei Jahre sowie über neue Auszahlungsmodalitäten beim Sterbegeld unter eventueller Berücksichtigung der Mitgliedsjahre. Entsprechende Vorschläge werden durch den Vorstand ausgearbeitet und einem Versicherungsmathematiker sowie der Aufsichtsbehörde bei der Regierung von Oberbayern zur Prüfung vorgelegt.

Kassenrevisor Klaus Kastl bescheinigte dem Kassier und Geschäftsführer Klaus Rösch auch im Namen seines Revisorkollegen Albert Kraus einwandfreie Kassenführung. Die turnusgemäßen Neuwahlen unter der Leitung von Anton Höfer brachten folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender Eugen Rösch, Zweiter Vorsitzender Karlheinz Hoyer, Geschäftsführer und Kassier Klaus Rösch, Schriftführer und Beisitzer Werner Danhof. Weiterer Beisitzer ist Roman Pritzl, Rechnungsprüfer sind Klaus Kastl und Albert Kraus. Hans Grillmeier und Karl-Hans Hofmann stehen dem Verein auch weiterhin beratend zur Seite.

Zuletzt wurde auf das 100. Gründungsjubiläum 2023 hingewiesen und der Vorschlag geäußert, einen Dankgottesdienst abzuhalten sowie eine Ausstellung im Stiftlandmuseum zu präsentieren. Denkbar sei auch eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Glashütte Waldsassen, um die Verbindung zu den Wurzeln des Vereins herzustellen.

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