18.12.2020 - 11:19 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Weihnachtsgeschichte chronologisch im Gemeindezentrum Waldsassen

Die Krippe im Stall ist noch leer: Anders als sonst sieht die Szene aus, die im Gemeindezentrum der evangelischen Christen am Johannisplatz gezeigt wird. Warum das so ist, erläutern die Verantwortlichen.

In zwei Fenstern des evangelischen Gemeindehauses am Johannisplatz sind je nach Fortschritt der Weihnachtszeit immer wieder Veränderungen in den Krippendarstellungen zu sehen.
von hmrProfil

Schon mit dem Beginn des Advents sind in Waldsassen viele Krippen zu sehen, darunter auf dem Brunnen am Basilikaplatz. Auch die evangelische Gemeinde zeigt Darstellungen rund um die Geburt Christi lange vor Heiligabend.

Die Idee entstand bei Gesprächen unter den Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde. Umgesetzt haben sie schließlich Hanne und Josef Chrobok. In den vergangenen Jahren wurde die Krippe immer zum Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum in der Friedenskirche aufgebaut.

"In diesem besonderen Corona-Jahr, in dem von allen Menschen Geduld und Hoffnung abverlangt wird, wollten wir darauf hinweisen, dass auch auf die Geburt Jesu gewartet werden muss und er eigentlich einsam zur Welt gekommen ist", erklärt Hanne Chrobok und ergänzt: "Deshalb haben wir mit dem Aufbau unserer Krippe bereits am ersten Advent begonnen und stellen die Zeit vor und nach dem Heiligen Abend in den zwei Fenstern im Zeitablauf so dar, wie es sich zugetragen hat".

Im Moment sind die Hirten im linken Fenster noch alleine am Lagerfeuer sitzend dargestellt, während im rechten Fenster Maria und Josef bereits in Bethlehem angekommen sind und von einer Frau ihren Platz im Stall zugewiesen bekommen. Bis zum Heiligen Abend werden die Krippenfiguren nach und nach ergänzt bzw. versetzt, bis schließlich das Jesuskind in der Krippe liegt und die Hirten der Botschaft des Engels über die Geburt zum Stall folgen.

Wie die armen Hirten machen sich dann auch die wohlhabenden Weisen aus dem Morgenland mit ihren Kamelen und Gaben auf den Weg. Mit wechselnden Zitaten aus der Heiligen Schrift werden die Szenen erläutert. "Diese Darstellung mit armen und reichen Menschen sowie der Zeit des Wartens und Hoffens passt auch in die derzeitige Corona-Zeit", so Diakon Friedrich Lieb, der sich sehr über die schöne Idee und deren Verwirklichung freut.

"Alle, die an den bei Dunkelheit beleuchteten Fenstern am Johannisplatz 7 vorbeikommen, können die Geschehnisse bis Epiphanias, dem Dreikönigstag, verfolgen und so einen chronologischen Ablauf der Weihnachtsgeschichte erleben", ist Lieb vom Erfolg der Bemühungen überzeugt.

Im linken Fenster ist eine Szene mit Hirten bei ihrem täglichen Leben dargestellt. Zu diesem Zeitpunkt, einige Tage vor Jesu Geburt, ahnten sie noch nichts von dem Ereignis. In den nächsten Tagen wird ihnen ein Engel die frohe Botschaft überbringen und sie werden zum Stall eilen.

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