28.10.2020 - 16:33 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Stadt Waldsassen treibt Sanierungsprojekte voran

Mehrere Sanierungsprojekte hat die Stadt Waldsassen 2021 auf dem Plan. Geschnürt werden kann das millionenschwere Paket an Maßnahmen mit Hilfe von Zuschüssen aus der Städtebauförderung.

Im kommenden Jahr packt die Stadt Waldsassen die Sanierung des Dachstuhls des Anwesens Johannisplatz 9 an, wo die Stadtbücherei untergebracht ist.
von Konrad RosnerProfil

In der Stadtrat am Montag gab es einstimmig grünes Licht für den Jahresantrag 2021 zum Förderprogramm „Bund-Länder-Programm III Stadtumbau West“. Auch der Antrag für die Folgejahre bis 2024 wurde gebilligt.

Wie Bürgermeister Bernd Sommer mitteilte, seien bislang schon 4,9 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt worden. Allein für 2021 stünden 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt seien im Rahmen des Programms bis 2024 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von knapp 15,7 Millionen Euro förderfähig. Der Regelfördersatz liege bei 60 Prozent, bei einzelnen Maßnahmen werde ein Satz von 80 Prozent gewährt. Im Zuge der Förderoffensive Nordostbayern sei bei ausgewählten Vorhaben sogar ein Satz von 90 Prozent möglich. Sommer betonte, dass auch Umschichtungen möglich seien.

Kapelle und Mitterhof-Remise

Für 2021 auf der Agenda stehen laut Sommer die Fortsetzung der Erneuerung von Straßen und Plätzen im Altstadtbereich, die Sanierung des Gartenschulhauses samt Umgriff, die dringende Dachstuhlsanierung des Anwesens Johannisplatz 9 (Stadtbücherei), die Sanierung der WC-Anlage beim Durchgang zur Schwanenwiese sowie die Sanierung der Ölbergkapelle. Neu angemeldet sei die Sanierung der historischen Remise auf dem Mitterhof-Anwesen. Rund 850 000 Euro seien hierfür veranschlagt. Im kommenden Jahr soll auch das kommunale Förderprogramm fortgesetzt werden. Die technische Beratung erfolge wie bisher durch das Stadtbauamt, die Kewog diene als Sanierungsträger. Das Einverständnis der Fraktionen gab es unter dem Vorbehalt, dass die Haushaltssituation die Maßnahmen auch hergibt.

Lehrpfad zum Thema Wasser

Bereits im Dezember 2019 war der Stadtrat informiert worden, dass der ehemalige Besinnungspfad unter Verwendung von Fördermitteln erneuert werden soll. Die Neukonzeption des Pfades unter dem Titel "Wasser - Wondreb - Waldsassen" wurde unter der Federführung des Kultur- und Begegnungszentrums (KUBZ) und der Stadt Waldsassen erarbeitet. Der Pfad soll auf einer Länge von fünf Kilometern neun Stationen aufweisen, unter anderem zu den Themen "Wasser als Quelle des Lebens", "Lebensraum Wasser", "Zisterzienser und Wasser", "Wald- und Klimawandel", "Kneippen" und "Renaturierung". Zielgruppen seien Schulkassen, Familien, Einheimische und Touristen. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben beliefen sich auf 52 030 Euro, der Fördersatz liege bei 60 Prozent, so dass 31 218 Euro an Zuschüssen zu erwarten seien. Das KUBZ werde sich mit 5203 Euro beteiligen, die Stadt müsste 15 609 Euro übernehmen, die entsprechenden Mittel stünden im Haushalt zur Verfügung. Einstimmig bewilligte der Stadtrat diese Kostenbeteiligung. Monika Gerl (SPD) hoffte, dass dieser Pfad nicht Opfer von Vandalismus wird. Sie forderte, dass bei Schäden konsequent Anzeige erstattet werden müsse.

Zustimmung gab es auch für die auf Basis einer Mustersatzung erarbeitete Satzung für die Aufgaben und Benutzung des Stadtarchivs. Der Bayerische Städtetag hat allen Kommunen mit Gemeindearchiv empfohlen, solch eine Satzung einzuführen.

Einstimmig abgelehnt hat der Stadtrat ein Angebot der Firma „Mikar“ für ein Carsharing-Projekt in Waldsassen. Zwar betonten alle Fraktionssprecher, dass es sich dabei zwar grundsätzlich um eine gute Sache handele, aber die Kosten hierfür zu hoch seien. Auch die praktische Umsetzung wäre schwierig. „Wir können unsere Vereine auch anderweitig fördern“, meinte Andreas Riedl (CSU). Monika Gerl sah eine Konkurrenz zu ansässigen Fahrdienstleistern, diese sollte man nicht noch zusätzlich belasten.

Die Benutzungsgebühr würde 4,90 Euro pro Stunde betragen, der Tagessatz läge bei 39,90 Euro. 300 Kilometer pro Tag wären frei, jeder weitere Kilometer, der mit dem jeweiligen Fahrzeug zurückgelegt wird, würde mit 10 Cent in Rechnung gestellt.

Abgelehnt hat der Stadtrat auch einen visuellen Energie-Monitor, den der Netzbetreiber Bayernwerk Natur GmbH angeboten hatte. Sämtliche Daten zur Stromerzeugung und zum Verbrauch im Gemeindegebiet wären mit dem Energie-Monitor im Internet abrufbar und könnten auch auf dem großen Bildschirm im Foyer des Rathauses dargestellt werden. Die monatlichen Kosten würden sich auf knapp 200 Euro belaufen. Den Beschluss fasste der Stadtrat ebenso einstimmig.

Offiziell verabschiedet wurde in der Sitzung Claudia Legat

Waldsassen
Ebenfalls im Jahr 2021 auf der Agenda steht die Sanierung der WC-Anlage beim Durchgang zur Schwanenwiese.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos aus der Region

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.