30.12.2019 - 13:35 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Maschinenring Stiftland als Vorreiter

Arbeitsschutz und Anlagensicherheit werden beim Maschinenring Stiftland groß geschrieben. Dies belegt die Übergabe des OHRIS-Zertifikats. Damit der Maschinenring Vorreiter in Bayern.

Die Vertreter des Maschinenrings mit den Überbringern des Zertifikats: (von links) Claus Hackelsperger, Hans Enslein, Ulrich Gampl, Marion Höcht, Carolin Schrembs, Bianca Wührl, Jasmin Männer, Benjamin Frummet, Hermann Prölß und Matthias Wittmann.
von hmrProfil

Bei einer Feierstunde im Gästehaus St. Joseph überreichte Ulrich Gampl, Leiter des Gewerbeaufsichtsamts bei der Regierung der Oberpfalz, das OHRIS-Zertifikat über die Anwendung eines Managementsystems für Arbeitsschutz und Anlagensicherheit an die Vertreter der Maschinenring Stiftland GmbH. Geschäftsführerin Marion Höcht nahm die Auszeichnung entgegen. Ihr Dank galt besonders der Mitarbeiterin Bianca Wührl, die in intensiver Zusammenarbeit mit dem OHRIS-Betreuer beim Gewerbeaufsichtsamt, Claus Hackelsperger, die notwendigen Voraussetzungen für das erfolgreiche Bestehen des Audits erarbeitet habe. „In monatelanger Arbeit haben wir es gemeinsam geschafft, dieses Zertifikat zu erhalten“, freute sich Höcht.

„Arbeitsschutz ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit und die Pflicht eines jeden Unternehmens“, betonte Ulrich Gampl. Die Gefährdungsbeurteilung müsse natürlich immer mit einem Verbesserungsprozess verbunden werden. Die mittlerweile sehr breiten Betätigungsfelder des Maschinenrings mit einem Gefährdungspotential vom Zeckenbiss über Motorsägenarbeiten bis zur Absturzsicherung erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. „Bleiben Sie dabei, sorgen Sie dafür, dass Arbeitsschutz gelebt wird und streben Sie die Rezertifizierung nach zwei Jahren an“, formulierte Gampl sein Anliegen. Das von Regierungspräsident Axel Bartelt unterzeichnete Dokument wurde in deutscher und englischer Ausfertigung erstellt.

Der Vorsitzende des Maschinenrings, Hans Enslein, würdigte besonders das gesamte Mitarbeiterteam und wies darauf hin, dass die Zertifizierung wichtig für die Auftragserteilung durch Firmen sei. „Es ist uns ein Anliegen, dass sowohl die eigenen Mitarbeiter als auch unsere Subunternehmer wieder gesund nach Hause zurückkommen“, ergänzte Geschäftsführerin Höcht. Sie wies darauf hin, dass auch psychische Erkrankungen immer mehr zunehmen würden. Besonders freuten sich die Verantwortlichen, dass sie als erster Maschinenring in Bayern das Zertifikat entgegennehmen durften. In der Oberpfalz wurden bisher rund 40 Betriebe entsprechend geprüft und zertifiziert.

Hintergrund:

OHRIS (Occupational Health- and Risk-Managementsystem) ist das Managementsystem der bayerischen Staatsregierung für mehr Gesundheit bei der Arbeit und Sicherheit technischer Anlagen. Entwickelt wurde es in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, um den Arbeitsschutz in den Betrieben zu verbessern und wirtschaftlicher zu gestalten. Seit der ersten Veröffentlichung zu OHRIS 1998 haben über 370 bayerische Unternehmen mit insgesamt mehr als 187.000 Beschäftigten ein Arbeitsschutzmanagementsystem auf der Grundlage von OHRIS eingeführt und dadurch ihren Arbeitsschutz und die Anlagensicherheit weiter verbessert. Große Automobilhersteller, Chemiefabriken und Energieversorger ebenso wie kleine Handwerksbetriebe der unterschiedlichsten Branchen.

OHRIS-Betreuer Claus Hackelsperger und Ulrich Gampl, Leiter des Gewerbeaufsichtsamts bei der Regierung der Oberpfalz, gratulierten Maschinenring-Geschäftsführerin Marion Höcht und Vorsitzendem Hans Enslein (von links) zur erfolgreichen Zertifizierung.
Das OHRIS-Zertifikat
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