05.11.2020 - 16:18 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Kirchenmusik in Waldsassen - damals und heute

Am 26. Oktober hatte der Pustet-Verlag in Regensburg das Buch "Himmlische Klänge" auf den Markt gebracht. Es ist ein "Stationenweg durch die Waldsassener Musikgeschichte", wie es heißt.

"Himmlische Klänge" - so lautet der Titel des Werks, mit dem Georg Schrott, Andreas Sagstetter und Josef Reindl die Waldsassener Kirchenmusikgeschichte dokumentiert haben.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Georg Schrott, Andreas Sagstetter und Josef Reindl sind die Autoren. Sie hatten sich jeweils eine zeitliche Epoche bearbeitet. Herausgeber des Werks ist der Verein der "Freunde der Basilika". Das Buch enthält viele historische Aufnahmen aus Archiven sowie aktuelle Bilder, die Ferdinand Sperber für das Buch fotografiert hat.

In der Beschreibung des Verlags wird auf die Vorgabe der Benediktsregel verwiesen, wonach dem gesungenen Chorgebet nichts vorgezogen werden dürfe. Dies galt auch für die Zisterzienser in der um 1133 entstandenen Abtei Waldsassen: "Vom Tag des Einzugs an wurde hier zur Ehre Gottes gesungen und so der Grundstein zur Geschichte der Kirchenmusik gelegt."

Audio-CD als Dreingabe

Mit der Aufhebung des Klosters im Zuge der Reformation endete 1571 die monastische Musiktradition. Quellenbelege gibt es wieder nach 1669, als das Kloster neu besiedelt wurde. Neben das Chorgebet traten nun mehrstimmiger Gesang und Instrumentalmusik im barocken, später im frühklassischen Stil. Nach der Säkularisation 1803 lag die Kirchenmusik in der Verantwortung der bürgerlichen katholischen Gemeinde.

Musikalische Initiativen von Rang waren etwa der 1869 gegründete Cäcilienverein, der 1951 entstandene Knabenchor oder die Reihe der Basilikakonzerte. Der Band stellt erstmals die reiche kirchenmusikalische Tradition Waldsassens vor. Eine Besonderheit ist die beigefügte Audio-CD. Sie ergänzt die Kapitel des Buches mit Tonbeispielen – darunter Orgelaufnahmen, historische Rundfunkmitschnitte sowie Aufnahmen des Chores der Basilika und der Choralschola.

Gedenken an Robert Treml

Mit einem ehrenden Gedenken im Buch gewürdigt wird der im Frühjahr verstorbene Stadtheimatpfleger Robert Treml. "Mit seinen Vorarbeiten hat er eine wichtige Grundlage für die Abschnitte über das 19. und 20. Jahrhundert gelegt." In seinem Grußwort stellt auch Stadtpfarrer Thomas Vogl das Wirken von Robert Treml heraus. "Er war immer beides: historisch beschlagen und kundig in den ,Zwischentönen‘ der kleinen ,Geschichten‘, die eben auch Geschichte sind."

Weiter schreiben die Autoren, dass das Buch all jenen gewidmet ist, "die sich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für die Kirchenmusik in Waldsassen engagiert haben und engagieren werden".

Erste Einblick in den Inhalt des Buches gaben die Autoren bereits im Juli

Waldsassen
Im Blickpunkt:

Sonderverkauf am Wochenende in der Basilika

Das neue Buch "Himmlische Klänge – Eine Geschichte der Waldsassener Kirchenmusik" ist im Pustet-Verlag in Regensburg (208 Seiten, ISBN 978-37917-3189-6) erschienen. Als Herausgeber fungiert der Verein "Freunde der Basilika Waldsassen". Erhältlich ist das Buch im Handel; in Waldsassen gibt es am Wochenende (7. und 8. November) eine Sonderaktion: Die Basilika-Freunde werden das Buch nach den Gottesdiensten in der Basilika verkaufen, für 24,95 Euro.

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