15.07.2018 - 11:38 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Firmung wie ein Siegel

Es ist ein besonderer Tag für 48 junge Christen: Prälat Robert Hüttner spendet ihnen in der Basilika das Sakrament der Firmung.

Prälat Robert Hüttner (Zweiter von links) spendete am Samstag 48 jungen Christen das Sakrament der Firmung.
von Autor KGGProfil

Die jungen Katholiken, die am Samstag mit ihren Paten und weiteren Familienmitgliedern und Verwandten in die Kirche gekommen waren, stammen aus den Pfarreien Konnersreuth, Münchenreuth, Neualbenreuth/Ottengrün und Wernersreuth. Vor Beginn des Festgottesdienstes hieß Stadtpfarrer Thomas Vogl Prälat Robert Hüttner als Gesandten des Bischofs von Regensburg und mit ihm die Geistlichen aus den jeweiligen Pfarreien sowie die Firmlinge und ihre Paten willkommen. Der Stadtpfarrer sagte, dass hinter diesem Ereignis eine lange Vorbereitungszeit liege. Die Firmung der jungen Leute verglich er mit der Renovierung der Basilika. Diese habe dabei eine neue Farbe bekommen. "Durch das Sakrament der Firmung sollen junge Menschen mit neuen Ideen, Idealen und Visionen der Kirche allgemein neue Farbe geben", sagte Vogl und wünschte dazu die Kraft des Heiligen Geistes.

Prälat Robert Hüttner verwies in seiner Predigt auf einen an ihn gerichteten Brief, der ohne Unterschrift des Absenders für ihn aber wertlos sei. Erst die Unterschrift hätte gezeigt, wer hinter diesem Schreiben steht. "Erst eine Unterschrift oder ein Siegel bestätigt die Echtheit und macht es erst wichtig und wertvoll", so der Prälat. Und so erhalte der Firmling durch die Gnade Gottes ein Kreuz auf die Stirn. "Euer Leben soll gleichsam ein Brief sein und von Jesus Christus erzählen", sagte Prälat Robert Hüttner zu den Firmlingen. "Der Brief hat mit der Taufe begonnen, man wurde von den Eltern im Glauben erzogen und es wurde vorgelebt, wie wichtig der Gottesdienst für die Christen ist." Mit der Firmung erfahre der persönliche Lebensbrief eines Christen einen weiteren Eintrag.

Prälat Hüttner legte den Firmlingen drei wichtige Punkte ans Herz. So solle der Heilige Geist immer wieder die Augen zum "Christsein" öffnen. Zweitens solle man die Mitmenschen nie aus dem Auge verlieren und drittens solle man weiter treu sein im Gebet. "Beim Gebet wirkt der Geist Gottes im Menschen", sagte Robert Hüttner und rief auch die Paten auf, ihren Firmling auf dem weiteren Weg nicht alleine zu lassen. Die auf die Schulter des Firmlings gelegte Hand bringe gleichsam auch zum Ausdruck, Stütze zu sein auch in Zeiten, in denen es dem Firmling einmal nicht so gut geht. Prälat Hüttner dankte allen Paten für ihre Mühen und bat sie, Flagge zu zeigen im Alltag, im Beruf und wo immer der christliche Glaube zur Disposition steht. Die Firmlinge rief er auf, jetzt nicht abzutauchen: "Es wäre schade, wenn dieser Tag nur zu einer Episode wird."

Firmung in der Basilika Waldsassen.
Firmung in der Basilika Waldsassen.

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