24.08.2020 - 11:10 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Corona macht aus Menschen Masken

Fotograf Jürgen Klein zeigt im Kunsthaus-Schaufenster in Waldsassen seine in Bild und Text umgesetzte Gedankenwelt zur Corona-Pandemie. Dabei spielen auch Masken eine Rolle.

von Ulla Britta BaumerProfil

"Wo sie auftreten überlagern sie alles: unser Leben, unser Denken unser Handeln." Jürgen Klein hat das zu seinem Werk "Corona 2" geschrieben. Unter der Übermalung seiner Arbeit verbirgt sich ein anderes Bild. Diese Übermalung soll die Corona-Viren darstellen, die sich überall ausbreiten, überall darauflegen und alles bestimmen. "Und unser Tun und Wirken seither von früh bis spät überschatten", so der Künstler.

Jürgen Klein, Fotograf aus der Klosterstadt, ist der nächste Kandidat, der im Kunsthaus-Schaufenster mit einer kleinen Ausstellung sich und seine Schaffenskraft präsentiert. Zwei Venezianische Masken haben den Fotografen auf die Idee gebracht, seine Gedanken zu Corona sichtbar darzustellen. Für Jürgen Klein drücken die Masken aus, was der Mundschutz mit uns Menschen macht. Wir werden zu "Masken".

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Waldsassen

"Fake-News in Corona-Zeiten" betitelt Jürgen Klein seine Fotografien, auf welchen er die Masken selbst trägt. Unter anderem erklärt er auch mit kurzen Texten neben den Bildern im Schaufenster den ursprünglichen Sinn dieser Masken im alten Venedig. Er denkt auch viel über die Urlaubsreisen in Corona-Zeiten nach. "Corona ist überall weiterhin vorhanden. Wir dürfen das nicht vergessen", sagt er.

Die Darstellungen mit den Koffern sind fast schon ein Omen. "Corona macht Urlaub und kommt hoffentlich nie wieder!" Jürgen Klein setzte hinter sein Wunschdenken ein Ausrufezeichen, um seine Hoffnung auf ein Ende der Pandemie auszudrücken. Die sehr interessante und nachdenklich stimmende Ausstellung von Jürgen Klein im Schaufenster des Kunsthauses kann bis Sonntag, 6. September besichtigt werden.

Zur Person:

Jürgen Klein ist Mitglied im Verein Kunsthaus Waldsassen und im Fotoclub Arzberg. Seine Fotografien und Ausstellungen widmet er meist einem bestimmten Thema. Im Kunsthaus zeigte er gemeinsam mit dem Fotoclub Arzberg einige Arbeiten und in einer Einzelausstellung unter anderem brillante Fotos vom "Weißblauen Himmel" über der Basilika sowie vom Oktoberfest in München.

Jürgen Klein hat mit einer ersten Darstellung von Corona die Idee zum Kunsthaus-Schaufenster ins Leben gerufen. Der Verein hat Kleins Anregung aufgegriffen und sich damit nach langer Abstinenz vor einigen Wochen wieder in die Öffentlichkeit zurückgemeldet. Inzwischen haben sieben Künstlerinnen und Künstler ihre Werke in diesen "kleinen Ausstellungen" präsentiert.

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