11.12.2020 - 10:47 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Bestell- und Abholservice in der Stadtbücherei Waldsassen

Seit Anfang Dezember müssen Büchereien wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Doch kreative Ideen in der Region helfen dabei, dass die Kundschaft weiterhin mit Lesestoff versorgt wird.

Gerda Sommer und Andrea Burger (von links) vom Büchereiteam der Stadt Waldsassen haben sich schon auf die ab sofort startende Abholaktion vorbereitet.
von hmrProfil

Auch die Stadtbücherei am Johannisplatz in Waldsassen befindet sich im Corona-Modus, bleibt aber für die Leserinnen und Leser weiterhin erreichbar. Unter dem Motto "Böicha bschdölln und o'huln" bietet das Büchereiteam ab Montag, 14. Dezember, einen Bestell- und Abholdienst an. Die Bücherei ist zu folgenden Zeiten besetzt: Montag, Dienstag und Donnerstag von 16 Uhr bis 17 Uhr, Mittwoch und Freitag von 10 Uhr bis 11 Uhr.

Während dieser Zeit können unter der Telefonnummer 09632/88-166 Bücherwünsche durchgegeben werden. Bestellungen sind auch per E-Mail unter stadtbuecherei[at]waldsassen[dot]de möglich. Die Medienauswahl kann über den Online-Katalog opac.winbiap.net/waldsassen oder über die Homepage der Stadt Waldsassen erfolgen.

Das Team stellt das gewünschte Medienpaket zusammen; dieses steht dann am darauffolgenden Tag im Rathaus in der Bürgerinfo zum Abholen bereit. Die Öffnungszeiten der Bürgerinfo: Montag bis Mittwoch 8 Uhr bis 16 Uhr, Donnerstag 8 Uhr bis 18 Uhr, Freitag 8 Uhr bis 12 Uhr.

Medien, die zurückgebracht werden, sollen in einer Tasche in der Bürgerinfo abgegeben werden. Das Büchereiteam weist noch darauf hin, dass alle bereits entliehenen Medien pauschal verlängert werden. "Es fallen keine Säumnisgebühren an", heißt es in der Mitteilung.

Kommentar:

Wöi uns der Schnowl g’wachsn is

Die Idee an sich ist nicht neu. Doch dafür setzt das Team der Stadtbücherei Waldsassen mit der Bezeichnung für den Service einen erfreulich klaren Kontrapunkt zu den Nachbarn: Die folgten beim Bewerben des Bestell- und Abholdienstes dem allgemeinen und fragwürdigen Trend, für alles Mögliche einen englischen Begriff zu kreieren. Das braucht es nicht.
Deshalb punkten die Waldsassener mit der Dialektversion. „Böichla bschdölln und o’huln“: Sieht auf den ersten Blick vielleicht komisch aus, aber beim Lesen wird’s dann schon. Eine pfiffige Idee – mit einem schönen Gruß nach „Middlepond“, ganz nach dem Motto der Waldsassener Heimatdichterin Barbara Heinrich: „Wöi uns da Schnowl g’wachsn is“.

Paul Zrenner

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