06.10.2021 - 13:24 Uhr
WaldershofOberpfalz

Die Waldershofer Ortsumgehung kommt stückchenweise

Die Ortsumfahrung von Waldershof entsteht in Abschnitten. Nächstes Jahr sind das 400 Meter lange Teilstück vom Kreisverkehr zur Bahnlinie und die Kösseinebrücke an der Reihe.

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungsarbeiten für den Brückenbau über die Kösseine, der im kommenden Jahr vollendet wird.
von Oswald ZintlProfil

Es tut sich etwas auf der Baustelle in der Nähe des Kösseinebades. Sie ist ein Teilbereich für die Waldershofer Ortsumgehung, die in fünf bis sechs Jahren fertiggestellt sein soll. Zurzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten für den Brückenbau über die Kösseine. Bei einem Pressegespräch am Dienstag im Waldershofer Rathaus machte Baudirektor Tobias Bäumler vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach deutlich, dass die Ortsumgehung auf einem guten Weg sei: „Das Projekt wird in verschiedenen Teilbereichen nach und nach realisiert. Alle von außen geäußerten Befürchtungen, dass die Ortsumgehung in der Schwebe sei, entsprechen nicht den Tatsachen. Fakt ist, dass bereits Teilmaßnahmen umgesetzt sind und die Finanzierung gesichert ist“, betonte Bäumler, der im Bauamt die Nachfolge von Henner Wasmuth angetreten hat. Bereits abgeschlossen ist der Bau der Unterführung für Fußgänger und Radfahrer am Kreisverkehr.

Die nächsten beiden Abschnitte, die im kommenden Jahr gebaut werden, sind das 400 Meter lange Straßen-Teilstück vom Kreisverkehr bis zur Bahnlinie, das zwischen den Gebäuden der Firma Cube verläuft, sowie die Brücke über die Kösseine auf der Höhe des Kösseinebades. Bäumler und der für den Landkreis Tirschenreuth zuständige Sachbearbeiter Gerhard Kederer erläuterten, dass der Bereich zwischen den Bahnlinien nächstes Jahr geplant und in den Jahren 2023 und 2024 gebaut werde. Erst im letzten Arbeitsschritt – frühestens im Jahr 2025 – werden die Bahnunterführung beim Cube-Gelände und die Bahnüberführung kurz vor der Staatsstraße die Lücken in der Waldershofer Umgehung schließen.

Die Kosten für die 3,4 Kilometer lange Ortsumgehung werden mit 32,2 Millionen Euro beziffert. „Wir gehen davon aus, dass wir mit dieser Summe hinkommen“, zeigte sich Baudirektor Tobias Bäumler zuversichtlich.

Bürgermeisterin Margit Bayer erinnerte an 40 Jahre Diskussionen, Planungen und Umplanungen. Sie ist überzeugt, dass dieses infrastrukturelle Großprojekt der Stadt Waldershof in vielfacher Hinsicht Nutzen bietet. „Wenn der tägliche Durchgangsverkehr mit etwa 14.000 Fahrzeugen der Vergangenheit angehört, wird es vor allem für den Marktbereich eine wesentliche Erhöhung der Lebensqualität geben“, freute sich die Rathauschefin. Die Stadt müsse nun die Planungen für die Neugestaltung des Marktes und der angrenzenden Bereiche unter Ausschöpfung aller Fördermöglichkeiten vorantreiben, Investoren finden, selbst aktiv werden – und die privaten Immobilienbesitzer zum Handeln bewegen.

85 Meter lang ist die Brücke zwischen zwei Cube-Werkshallen, die einmal die Waldershofer Umgehung überspannt

Waldershof
Noch ist eine Menge zu tun. Die Kosten für die 3,4 Kilometer lange Ortsumgehung sind mit 32,2 Millionen Euro beziffert.
Gerhard Kederer (links) und Baudirektor Tobias Bäumler zeigen auf dem Lageplan die beiden nächsten Teilabschnitte, die im kommenden Jahr realisiert werden.

„Wenn der tägliche Durchgangsverkehr mit etwa 14.000 Fahrzeugen der Vergangenheit angehört, wird es vor allem für den Marktbereich eine wesentliche Erhöhung der Lebensqualität geben.“

Bürgermeisterin Margit Bayer

 

 

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