01.06.2021 - 15:02 Uhr
WaldershofOberpfalz

Marktredwitzer Haus: Bürgermeister gratulieren zur Eröffnung

Es ist eine Eröffnung mit Verspätung. Schuld daran ist Corona. Doch nun fließt das Bier, denn seit Sonntag ist wenigstens der Biergarten beim Marktredwitzer Haus wieder geöffnet.

Zahlreiche Gratulanten kamen zur inoffiziellen Eröffnung am Samstag. Für die Stadt Marktredwitz gratulierte Oberbürgermeister Oliver Weigel, für die Kösseinestadt Waldershof Zweiter Bürgermeister Mario Rabenbauer (links). Hausherrin Martina von Waldenfels (Vierte von rechts) überreichte Pächter Matthias Schwarz symbolisch einen Schlüssel.
von FPHSProfil

Das Marktredwitzer Haus, einst Gast- und Unterkunftshaus des Alpenvereins und des Fichtelgebirgsvereins, öffnet wieder seine Pforten. Über ein Jahr von Renovierungsarbeiten und der Corona-Pandemie ausgebremst, erstrahlt das Haus wieder in neuem Glanz und ist mit seiner Gastronomie bereit für die Gäste.

Im Jahr 1928/29 wurde das Marktredwitzer Haus vom Marktredwitzer Alpenverein erbaut. An einem landschaftlich wunderschönen Platz. Am Nordabhang des Steinwaldes, dem südlichen Schenkel des Fichtelgebirges, bietet sich dem Gast ein herrlicher Blick auf die Waldershofer Senke und das Fichtelgebirge. Das Gebäude liegt günstig am Fuß des Steinwalds. Zur Burgruine Weißenstein ist es ein Katzensprung auf gepflegten Wanderwegen. Der Oberpfalzturm auf der höchsten Erhebung des Steinwalds, der Platte, ist nicht weit. Auf der anderen Seite liegt der Weißenstein. Im Winter führt eine Langlauf-Loipe direkt vorbei.

Gebaut nach den Plänen des Marktredwitzer Architekten C. W. Sievert, liegt das Gebäude auf dem Boden der Stadt Waldershof.

Bald kam dem Alpenverein der Unterhalt des Hauses zu teuer. Der Fichtelgebirgsverein übernahm die Immobilie. Aber auch der FGV musste erst einmal ordentlich Geld in die Hand nehmen, um die Gebäude zu sanieren.

Rund 400.000 Euro investierte der FGV in den Jahren 2005/06 in die Immobilie. Kräftig unterstützt von den Kommunen, aber auch dem Marktredwitzer Ehrenbürger Walter Bach, dessen Familie traditionell eine besondere Beziehung zu dem Marktredwitzer Haus hat.

Bald aber waren weitere Investitionen notwendig. Das Haus musste gedämmt, die Küche komplett erneuert, Toiletten und sanitäre Anlagen verbessert und zeitgemäß wie behindertengerecht umgebaut werden. Ausgaben, die das Budget des Marktredwitzer FGV sprengten.

So beschloss der Verein schweren Herzens, sich von der Immobilie zu trennen. Es dauerte nicht lange, bis sich Martina und Maximilian von Waldenfels als Interessenten meldeten. Bald war man sich einig. Anfang 2020 ging der Kauf über die Bühne.

Nach einigen Monaten Umbauzeit sollte Eröffnung sein. Die neue Küche war schon fertig, sanitäre und Elektroanlagen waren erneuert, einige Anmeldungen für Feste notiert, da wurde der Pächter Matthias Schwarz mit seinen beiden fest angestellten Köchen von Corona ausgebremst.

Bei einer inoffiziellen Eröffnung am Wochenende konnte Schwarz neben den Besitzern den Marktredwitzer Oberbürgermeister Oliver Weigel, den Waldershofer Zweiten Bürgermeister Mario Rabenbauer, den Marktredwitzer „Bräu“ Otto Nothhaft sowie Freunde der Familie willkommen heißen. Die beiden Politiker gratulierten zur Eröffnung und wünschten dem Pächter für die Zukunft alles Gute – und viele Gäste.

Martina von Waldenfels überreichte dem Pächter symbolisch einen großen Schlüssel. Von seinen Köchen bekam er eine Kette mit echten Schlüsseln für das Haus.

Eine interessante Exkursion gab es am Südhang der Kösseine

Waldershof
Das Marktredwitzer Haus ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region.
Von der Terrasse aus hat der Besucher einen herrlichen Blick in die Waldershofer Senke und das Fichtelgebirge.
Hintergrund:

Das Marktredwitzer Haus

  • Die Sektion Marktredwitz des Alpenvereins hat das Marktredwitzer Haus in den Jahren 1928/1929 gebaut. Eingeweiht wurde es am 1. September 1929.
  • Seit 1966 gehörte das Gebäude dem FGV, dessen Marktredwitzer Ortsgruppe es betreute.
  • Das Marktredwitzer Haus liegt am Fränkischen Gebirgsweg im südlichen Fichtelgebirge, am Nordhang des Steinwalds auf 760 Metern Höhe. In der Nähe beginnen Wanderwege zum Oberpfalzturm, zur Burgruine Weißenstein und zum Waldhaus in Pfaben.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.