13.08.2021 - 13:31 Uhr
WaldershofOberpfalz

Innehalten auf dem Gemeinwohlweg

Das Waldershofer KAB-Team installiert sieben verschiedene Themenstationen auf einem 3,6 Kilometer langen Rundweg. Start ist am Kalvarienberg.

Die Arbeiten für das Aufstellen der sieben Stationen hat der städtische Bauhof übernommen. Die Kosten für das Material wurden von Sponsoren übernommen. Im Bild Bauhofleiter Artur Dziumbla und KAB-Vorsitzende Marita Philipp.
von Oswald ZintlProfil

Das Jahresthema des KAB-Diözesanverbands Regensburg lautet in diesem Jahr „Gemeinwohl-Ökonomie“. Das KAB-Team Waldershof unter der Leitung von Marita Philipp hat sich daher entschlossen, im Bereich der Kösseinestadt einen Gemeinwohlweg einzurichten. Allerdings machen die Verantwortlichen hier Nägel mit Köpfen und machen aus einer Wanderausstellung – wie vom Diözesanverband angedacht – eine feste Einrichtung. Ein Vorbild dafür ist der Vater-unser-Weg in Marktredwitz.

Im Gespräch lenken Marita und Hermann Philipp die Gedanken auch auf eine Tradition. Jeder von uns kennt sie und jeder weiß, wo eines steht. Die Rede ist von „Marterln“ oder wie es richtig heißt: von Flurdenkmälern. Sie alle erzählen eine Geschichte. Manche sind beschriftet und man kann, wenn man daran vorbeigeht und etwas in Geschichte bewandert ist, so manche Tragödie, aber auch Dankbarkeit für eine Errettung oder ein gutes Heimkommen nach dem Krieg herauslesen. So bleibt so manche Geschichte im Gedächtnis haften und beim Weitergehen kommt der Mensch ins Grübeln über das Gelesene oder im Bild dargestellte Ereignis. „Diese Idee des Flurdenkmals im Sinne von 'denk mal' wollen wir uns mit unserem Gemeinwohlweg zu eigen machen und hier zum Nachdenken und Innehalten anregen“, erklärt Marita Philipp.

An sieben Stationen wird der Wanderweg aus verschiedenen Blickwinkeln der Frage nach dem Gemeinwohl und der eigenen Verantwortung nachgehen. Als Orientierung zu den Fragen steht das Prinzip des Gemeinwohls aus der Sicht der katholischen Soziallehre: In welcher Verantwortung für unsere Umwelt stehen wir und was kann der oder die Einzelne dort, wo Gott ihn hingestellt hat, dazu beitragen, um die Welt menschenwürdiger, gesünder und lebenswerter zu machen.

Die Stationen sind überschrieben mit Gemeinwohl, freier Sonntag, Familie, Gesundheit, Nahrung, Verkehr und Arbeitswelt. Der Rundweg mit einer Länge von 3,6 Kilometern beginnt am Radweg am Kalvarienberg, verläuft auf diesem Weg bis nach Neumühle und biegt dann links in den Feldweg ein, der auch Teil des Goldsteig-Wanderweges ist, und endet wieder am Kalvarienberg.

Das KAB-Team weist darauf hin, dass am kommenden Mittwoch, 18. August, 16 Uhr, der Weg von Stadtpfarrer Bernd Philipp gesegnet wird. Dazu gibt es an der zweiten Station eine Andacht. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr am Kalvarienberg. Für Teilnehmer, die diese Strecke nicht zu Fuß zurücklegen können, steht der City-Bus zur Verfügung.

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