04.05.2021 - 11:55 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Waldecker Jagdgenossen finden nach vier Jahren in Bernhard Hofmann neuen Vorsteher

Die Jagdgenossenschaft Waldeck hat einen neuen Jagdvorsteher - rund vier Jahre nach dem Rücktritt von Hans Schrembs und einem Großteil des Vorstandes. Seitdem fungierten die jeweiligen Kemnather Bürgermeister als Notvorstand.

Bürgermeister Roland Schäffler (links) ist nicht mehr Notvorstand bei den Waldecker Jagdgenossen. Nach vier Jahren konnten sie den Posten des Vorstehers mit Bernhard Hofmann (Fünfter von rechts) besetzen. Die Wahlen leitete unter anderem Reinhard Höcht von der Unteren Jagdbehörde (rechts).
von Hans LukasProfil

Die Waldecker Jagdgenossen haben in ihrer Jagdversammlung unter den derzeitigen Hygienevorschriften einen neuen Vorsteher gefunden. Im Foyer der Mehrzweckhalle bestimmten sie dazu Bernhard Hofmann. Die Wahl war nach dem Rücktritt von Hans Schrembs erforderlich. Nach einigen gescheiterten Versuchen waren die Bürgermeister der Stadt Werner Nickl und Roman Schäffler als Notvorstand von der Unteren Jagdbehörde Tirschenreuth eingesetzt worden.

Einstimmige Ergebnisse

Letztgenannter hatte die Jagdversammlung einberufen. Er konnte neben 16 wahlberechtigten Jagdgenossen auch Reinhard Höcht vom Landratsamt Tirschenreuth begrüßen. Die Wahlen des Vorstandes liefen unter der Leitung von Höcht und Martin Graser von der Verwaltungsgemeinschaft. Sie ergaben folgendes, jeweils einstimmiges Ergebnis: Vorsitzender und Jagdvorsteher Bernhard Hofmann; Stellvertreter Bürgermeister Roman Schäffler; Beisitzer Georg Wagner und Klaus Wegmann; Schriftführer Hans Prieschenk; Kassier Alexander König; Kassenprüfer Tobias Vogel und Hans Wegmann. Weiter erklärte sich Richard Fütterer bereit, wieder die Pflege der Maschinen als Gerätewart zu übernehmen.

Antrag zurückgestellt

Jagdpächter Erwin Heindl hatte zusätzlich im Januar bei der Stadt einen Antrag gestellt, Robert Claus aus Kirchenthumbach als Mitpächter in den bestehenden Jagdvertrag mit aufzunehmen. Claus ist laut Erwin Heindl bestens über das Jagdrevier informiert und gehe schon seit Jahren mit ihm auf die Jagd. Nach längerer Diskussion beschloss die Versammlung, den Antrag zurückzustellen. Höcht hatte dazu erklärt, dass eine Abstimmung der Jagdgenossen darüber nicht zwingend vorgeschrieben sei. Die neue Führungsriege soll in ihrer nächsten Sitzung über den Antrag beraten und dann eine endgültige Entscheidung treffen.

Kassier Alexander König verwies bezüglich der Verwendung des Jagdpachtschillings, dass laut Bestimmung der Jagdgenossen für die Jahre 2018 bis 2020 keine Auszahlung erfolgt. Für 2021 wäre gegebenenfalls noch eine weitere Versammlung einzuberufen. Sollte das nicht erfolgen, wäre eine Auszahlung zu veranlassen.

Zwischenzeitlich hofften die Jagdgenossen auf eine baldige Lösung

Waldeck bei Kemnath

Zum Schluss der Versammlung berichtete Höcht, dass er vor drei Jahren als erste Handlung in der Funktion als Leiter der Unteren Jagdbehörde in Waldeck bei der Jagdversammlung dabei gewesen sei. Er freute sich, dass die Neuwahlen so reibungslos abgelaufen seien, bot bei Rückfragen seine Unterstützung an. Bürgermeister Roman Schäffler bedankte sich ebenfalls bei den Jagdgenossen und der neuen Vereinsspitze, damit es jetzt wieder normal weitergehen könne.

Hintergrund:

Eine kurze Chronologie

  • März 2017: Die beide Vorsteher sowie erster und zweiter Beisitzer erklären aufgrund eines Streit mit dem Jagdächter bezüglich der Wildschäden ihren Rücktritt. Der damalige Bürgermeister Werner Nickl wird Notvorstand.
  • Mai 2018: Werner Nickl erklärt in der Jagdversammlung die bisherigen Vermittlungsversuche für gescheitert.
  • April 2019: Jagdpächter Erwin Heindl bringt einen Kandidaten für den Posten des Vorstehers ins Spiel.
  • Oktober 2019: Die Versammlung bringt keine Ergebnisse hinsichtlich der offenen Personalien.
  • März 2020: Wegen der beginnende Coronapandemie wird auf eine Versammlung verzichtet.
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