10.03.2021 - 14:05 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Waldecker für Nahwärmenetz erwärmen

Kommt das Nahwärmenetz für Waldeck oder nicht? Initiatoren, Planer und Bürgermeister tauschten sich online nochmals über die geplante Maßnahme aus.

Bürgermeister Roman Schäffler, Planer Siegfried Kleber (oben von links), Mitinitiator Hans Wegmann sowie Marion Höcht vom Maschinenring besprachen die Vorzüge eines Nahwärmenetzes in Waldeck.
von Hans LukasProfil

An einer Video-Konferenz, die das Nahwärme-Projekt in Waldeck noch ein Mal vorstellen sollte, nahmen neben Bürgermeister Roman Schäffler, Siegfried Kleber vom Planungsbüro, Marion Höcht vom Maschinenring als Betreiber und der Vertreter der Initiatoren aus Waldeck, Hans Wegmann, teil. Leonhard Zintl als weiterer Befürworter konnte wegen der derzeitigen Corona-Situation nicht dabei sein.

Mehr Komfort und Effizienz

Zunächst ging es in dem Gespräch um die Vorteile des Nahwärmenetzes, das möglichst bald realisiert werden soll. Mit diesem ergeben sich eine höhere Effizienz der Wärmeerzeugung gegenüber Einzelanlagen, mehr Komfort und mehr Platz im Haus, da einige bisher benötigte Geräte und Einrichtungen verschwinden würden. Ebenso entfielen Wartungs- und Schornsteinfegerkosten. Zudem brauche man sich nicht mehr um Wartung und Brennstoffnachschub zu kümmern, lauteten die Argumente für das Nahwärmenetz.

Das Geld für die Heizenergie bleibe in der Region, das Haus steige im Wert, lasse sich besser vermieten und die CO2-Emissionen sänken wegen der regenerativen Energieerzeugung. Auch diese Punkte würde das Projekt auf seiner Haben-Seite verbuchen.

Bürgermeister Schäffler rief alle Bürger, die bisher Interesse an dem Projekt gezeigt haben, auf, auch weiterhin mitzumachen, damit die Maßnahme verwirklicht werden könne. Er hob auch die Bedeutung von regionaler Wertschätzung und die Chance von Waldeck hervor, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz im regionalen Bereich zu leisten.

Interesse am Nahwärmenetz ist vorhanden

Waldeck bei Kemnath

Marion Höcht vom Maschinenring ging auf die Kosten der Wärmenetze und sonstigen Heizungen ein. Diese lägen in der Mitte der betreuten Netze bestehend aus Grundpreis, Arbeitspreis und Anschlussgebühr. Hans Wegmann hielt es zum jetzigen Zeitpunkt für besonders wichtig, mit den Interessenten noch einmal zu reden, um bestehende Unklarheiten zu beseitigen und eventuelle Fragen dazu zu klären. Die Idee für ein Nahwärmenetz gebe es ja schon seit gut zehn Jahren, und die Situation habe sich wegen des Prinzips "Weg von Öl und Gas" sowie der von staatlicher Seite getroffenen Maßnahmen hinsichtlich der CO2-Steuer verändert. Da auch die Baukosten in Zukunft steigen werden, sollte jetzt die einmalige Möglichkeit genutzt werden.

Unterlagen verschicken

Aus den genannten Gründen sei jetzt auch noch notwendig, um weitere Interessenten zu werben, damit dieses einmalige Gemeinschaftswerk der Waldecker durchgeführt werden könne. Der Bürgermeister bekräftigte diesen Aufruf und unterstrich, dass die Stadt mit hohem Engagement dabei sei. Das zeige sich nicht nur durch die Erweiterung des Kindergartens und den Einbau einer neuen Heizung im Schulhaus. Als weiteres Vorgehen wurde vereinbart, dass alle Interessenten in den nächsten Tagen Unterlagen aus dieser Versammlung mit Beispielrechnungen zugesandt bekommen. Die Beteiligungserklärungen müssen bis 23. März 2021 zurückgesandt werden, damit zeitnah eine Entscheidung getroffen werden kann.

Direkt neben dem Schulgebäude in Waldeck soll die Zentrale samt Hackschnitzellager für das Nahwärmenetz entstehen.

 

 

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