28.07.2019 - 14:29 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Jubel für Geierwally

Die Geierwally kommt auf dem Schloßberg in Waldeck sehr viel Beifall.

von Hans LukasProfil

Insgesamt waren bei den beiden ausverkauften Aufführungen an die 800 Besucher begeistert und dankten es den Akteuren mit viel Beifall.

Zweiter HuK-Vorsitzender Leonhard Zintl hieß die zahlreichen Vertreter aus Wirtschaft und Politik willkommen und ging kurz auf die Erfolgsgeschichte Theater auf dem Schloßberg ein. Mit einem Jahr Unterbrechung wegen der Einweihung der revitalisierten Ägidius-Kapelle spielte das LTO schon zum siebten Mal in der Burgruine. Mit verschiedenen Stücken aus den unterschiedlichsten Sparten habe man bisher immer große Erfolge verzeichnen können. Heuer sind es an die 800 Besucher, die dieses Event für Waldeck und Kemnath als Highlight miterlebten und sich darüber freuten.

Bürgermeister Werner Nickl könne sich als Burgherr keine bessere Werbung für die Stadt und das gesamte Kemnather Land vorstellen. Besonders erfreulich sei, dass das Wetter auch an diesen Tagen wieder mitgespielt habe. Stolz sei er, dass er auch einmal mit einer kleinen Rolle selbst mitmachen durfte. Er dankte den Initiatoren vom HuK für die geleistete Arbeit, ohne die das Theater nicht hätte stattfinden können. Er wünschte viel Erfolg und weitere Aufführungen in den folgenden Jahren.

Wolfgang Meidenbauer vom LTO freute sich, dass das Theater hier auf historischem Boden gespielt werden könne. Die Darsteller hätten inzwischen den Spielort auch ins Herz geschlossen und kämen alle Jahre gerne nach Waldeck. Er dankte den Organisatoren vor Ort und wünschte allen Besuchern viel Vergnügen.

Die Besucher waren, das sei schon vorweg gesagt, sehr beeindruckt von der Aufführung und waren erstaunt, dass Regisseur Till Rickelt auf ein Bühnenbild verzichtet hat. Er verlegte die Handlung in die natürliche Kulisse, für die sich die Burgruine förmlich anbot. Als einzige Requisiten wurden lediglich ein Tisch und eine Bank benötigt. Die Hochalm wurde auf die Burgmauern verlegt und hier war schon eine der ersten Szenen herauszuheben, als Wally einem Geier ein Junges aus dem Nest raubte. Dieser Geier wurde dann während des ganzen Stückes immer wieder in Szene gesetzt.

Mit Szenenapplaus wurden die Akteure bedacht, als sie sich aus den Mauern der Burgruine auf die Bühne begaben, die schon als waghalsig bezeichnet werden konnten. So als Wally Besuch von ihrem Vater auf der Alm bekam oder Jäger Josef mit Afra zu ihr kam. Ihre verschmähten Liebhaber - der reiche Bauernsohn Vinzenz und die beiden Freibauern Klotz - kamen auf diesem Weg zu ihr auf die Hochalm.

Als Wally nach dem Tod ihres Vaters wieder zu Hause im eigenen Bauernhof war, zeigte sie sich zunächst von ihrer widerspenstigen Seite. Selbst der Pfarrer konnte sie erst nicht davon abbringen, ihren Stolz hintanzustellen. Sie misstraute allen und sogar ihrem heimlichen Geliebten, dem Jäger Josef. Nachdem er allerdings vom eifersüchtigen Vinzenz angeschossen worden war und er den wahren Sachverhalt um Afra aufklären konnte, konnte sich Wally von ihrer Feindschaft allen ihr gegenüber lösen. Sie bekam ihren Josef und aus dem tragischen Geschehen ergab sich dann noch das Happy-End.

Zu erwähnen ist noch, dass ihr auch der Hirtenbub Anderl immer zur Seite stand. Gespielt wurde er vom Waldecker Benedikt Zintl, der schon einige Jahre beim LTO mitspielt und heuer seine Premiere vor heimischem Publikum hatte. Er und das gesamte Ensemble wurden am Ende mit minutenlangem Beifall bedacht. Für die Besucher waren es schöne lauschige Sommerabende, die sicherlich in positiver Erinnerung bleiben.

HuK-Vorsitzender Georg Wagner hatte zu Beginn viele Ehrengäste, unter anderem Bürgermeister Werner Nickl, stellvertretenden Landrat Dr. Alfred Scheidler und Ehrenbürger Max Ponnath senior sowie zahlreiche Kreis- und Stadträte begrüßt. Sein Dank galt allen Helfern des HuK und der Stadt Kemnath für die Unterstützung, ohne die die Veranstaltungen nicht hätten ausgeführt werden können. Dankend erwähnte er die Feuerwehr Waldeck, das BRK Kemnath und die Firma Heindl für den Fahrdienst.

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