16.11.2020 - 15:43 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Frieden bedeutet auch Achtung und Toleranz

Ohne die Vereine der Pfarrei mit ihren Fahnen fand das Totengedenken am Kriegerdenkmal in Waldeck statt. Eindringlich waren die Ansprachen dennoch.

Zweiter Bürgermeister Hermann Schraml und KSK-Vorsitzender Karl Reger (Mitte von links) legten am Ehrenmal Kränze nieder. Pfarrer Heribert Stretz sprach ein Gebet und gedachte mit Fürbitten aller Opfer (rechts).
von Hans LukasProfil

Neben Pfarrer Heribert Stretz hatten sich Zweiter Bürgermeister Hermann Schraml und der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Waldeck, Karl Reger, neben einigen Kameraden am Ehrenmal eingefunden. Dort legten Schraml und Reger jeweils einen Kranz der Stadt und der KSK Waldeck nieder. Trompeter Richard Schlötzer trug einen Choral und - begleitet von drei Schuss Ehrensalut - das Lied vom guten Kameraden vor.

Im Gottesdienst in der Pfarrkirche für die gefallenen und vermissten Kameraden beider Weltkriege sowie verstorbene Vereinsmitglieder ging der Pfarrer auf das Gleichnis ein, nach dem ein Herr seinen Dienern vor einer längeren Reise unterschiedliche Talente zur Verwaltung und Vermehrung übergibt. Dem einen, der am wenigsten bekommen hat, fehlte das Vertrauen, das Gott jedem von uns setzt. Bei den Fürbitten betete Stretz besonders für die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege und allen Opfern von Kriegen, Terror und Krisen. Die Messe begleitete Christoph Dumler an der Orgel.

Zweiter Bürgermeister Schraml sah im Volkstrauertag einen Tag des Nachdenkens darüber, wie wir heute auf Krieg und Gewalt reagieren und was wir für Freiheit und Menschlichkeit auf der Welt tun können. Frieden sei keine Selbstverständlichkeit. Er bedeute auch Achtung und Toleranz gegenüber den Mitmenschen unabhängig von ethnischer Herkunft oder persönlicher Weltanschauung. 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gedenke man sowohl der gefallenen und vermissten Soldaten der Weltkriege als auch der Opfer dieser Gewaltherrschaft. Ebenso derer, die in Kriegen und Bürgerkriegen, durch Terror und politische Verfolgung, Hass und Gewalt ihr Leben lassen mussten sowie der im Auslandseinsatz getöteten Bundeswehrsoldaten.

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