28.09.2020 - 10:41 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhaus: Verstopfter Durchlass am Bocklweg wieder frei

Beim Aufeinandertreffen der Radtrasse und der Straße zum Eslarner Ortsteil Pfrentschweiher gab es im Sommer Probleme. Die sind nun gelöst.

Nur ein Pfad ist der Bocklweg zwischen der Straße nach Pfrentschweiher und der Bogenschießanlage (Mitte). Zur besten Radlsaision verursachte ein verstopfter Durchlass bei der Querung zusätzliche Probleme.
von Josef ForsterProfil

Ein verstopfter Durchlass beim Aufeinandertreffen des Bocklwegs und der Straße zum Eslarner Ortsteil Pfrentschweiher machte plötzlich in der Sommerpause Probleme. Der Bauhof versuchte zunächst, in Eigenregie eine Lösung zu finden. Unweit der Bogenschießanlage des Pfrentscher Schützenvereins waren mehrere Spülvorgänge ohne Erfolg. Auch die Idee, ein Ersatzrohr mit kleinerem Durchmesser einzubringen, verlief im Sande. Die Straße war im kompletten Umfeld „total unterspült“, sagte Bürgermeister Markus Bauriedl im Marktrat. Die zusätzliche Querung der mitteleuropäischen Rohölleitung (MERO) an dieser Stelle machte das Unterfangen noch komlizierter. Es blieb nur eins: den betroffen Straßenkörper aufzubrechen. Nach der Auftragsvergabe an die Firma Michael Baumer in Oberviechtach sei die Maßnahme inzwischen abgeschlossen und habe das erhoffte Ergebnis erbracht.

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Waidhaus

Erneut auf der Tagesordnung stand die Bauvoranfrage einer Waidhauser Familie, die mit ihrem Bauernhof in die Nähe der beiden Windräder aussiedeln will. Einstimmig erteilten die Ratsmitglieder diesmal dem Ansinnen ihre Zustimmung. „Es hat sich nichts am Antrag geändert“, informierte das Marktoberhaupt. Das Landratsamt habe die Marktverwaltung zur Weitergabe der Antragsunterlagen aufgefordert und eine kurz bemessene Frist gesetzt. Äußere sich der Marktrat bis dahin nicht, werte die Behörde dies als Zustimmung.

Privilegierter Status

Auch über die Hintergründe dieser Entscheidung ließ der Bürgermeister die Markträte nicht im Unklaren. In der Begründung weise die Fachstelle am Landratsamt auf den Status als „privilegiert“ durch die Nutzung als Landwirtschaft im Außenbereich hin. Stimme die Kommune dem Vorhaben nicht zu, müssten „sonstige Gründe“ angeführt werden. Einzig zweiter Bürgermeister Josef Schmucker meldete sich nochmals zu Wort und fasste zusammen: „Dazu gibt es nichts mehr zu sagen. Wir sind da nur für die Erschließung zuständig. Da müssen wir sowieso zustimmen. Nichts anderes hat uns zu interessieren.“

Zwei weiteren Bauvorhaben erteilte das Gremium geschlossen sein Einverständnis. Zunächst dem Neubau eines Brennholzlagers und einer Scheune für Gartengeräte in Hagendorf als Anbau an eine Garage. In Reinhardsrieth kann ein Besitzer sein Grundstück im Außenbereich durch einen Maschendrahtzaun eingrenzen, zumal dieses für eine landwirtschaftliche Nutzung eingetragen sei.

Beteiligung am Tierheim-Bau

Als „größeres Thema“ kündigte der Rathauschef eine neue Lösung für die gesetzlich aufgebürdete Fundtier-Unterbringung an. Zur Debatte stand eine Beteiligung am Tierheim-Neubau in Weiden mit Kosten von rund vier Millionen Euro. Bei einer Beteiligung von Waidhaus betrage der jährliche Investitionsbeitrag aufgrund von 2169 Einwohnern über 25 Jahre 1041,12 Euro. Hinzu kämen noch 2169 Euro als jährliche Pauschale, weil die Kommune ab Januar 2021 wieder Mitglied beim Tierschutzverein werde.

Durch die ehrenamtliche Initiative einer Privatperson aus Vohenstrauß seien Waidhaus hier in den vergangenen Jahren nur wenige Kosten entstanden. Dadurch erübrigte sich ebenso eine Mitgliedschaft beim Tierschutzverein. Der Beschluss im Marktrat fiel einstimmig unter der Vorgabe, dass sich alle anderen Kommunen im Landkreis auch daran beteiligen. Falls dies nicht geschehe und die Kosten entgegen der Schätzung erheblich mehr würden, verlangte das Gremium eine nochmalig Aufnahme in die Tagesordnung.

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