08.10.2021 - 10:38 Uhr
WaidhausOberpfalz

Splitt auf Straßen sorgt bei Waidhausern für Ärger

Waidhaus erprobt ein neues Verfahren zur Straßensanierung. Gleich in den ersten Tagen melden sich jedoch kritische Stimmen im Rathaus und beim Bürgermeister.

An verschiedenen Stellen im Gemeindebereich testet die Marktgemeinde ein neues Verfahren zur Behebung von Straßenschäden. Bauhof-Mitarbeiter müssen den Splitt erst noch beseitigen.
von Josef ForsterProfil

In der jüngsten Marktratssitzung informierte Markus Bauriedl über das einfachere, schnellere und kostengünstigeres Verfahren bei der Behebung von Straßenschäden. Im Sommer hatte das Gremium einen Teil der anstehenden Sanierungen für 6247 Euro brutto an die Spezialfirma ABS Meiller in Wernberg-Köblitz vergeben. Das als „Blow-Patcher“ bezeichnete Verfahren soll Netzrisse in Straßenoberflächen sinnvoll beheben und dauerhaft sanieren, ebenso Frost-, Tau- und Streusalzschäden. Auch Ausbrüche an Fahrbahnrändern und Schlaglöcher sollen behoben werdfen.

Bei der damaligen Entscheidung erhielt auch das Argument einer kaum nennenswerten Beeinträchtigung des fließenden Verkehrs während der Baumaßnahmen Gefallen im Gremium. Unter Einsatz modernster Technologien liefen nun die Sanierungsarbeiten an verschiedenen Straßenzügen und Plätzen an. Bereits dabei fiel der wesentlich geringere Zeitaufwand im Gegensatz zu früheren Reparaturmaßnahmen auf. Für die Bedienung der Spezialmaschine ist zudem nur eine Person im Einsatz.

Die Maschine verarbeite genau dosiertes Material aus Bindemittel und gekörnten Gesteinen. Die zu sanierende Fläche wurde dann gleich noch mit einer sich an der Rückseite des Fahrzeuges befindlichen Vorrichtung gewalzt.Weil sich aber sofort und noch mehr in den Folgetagen Splittmaterial ablöste, gingen prompt Meldungen an die Gemeindeverwaltung. „Da gibt es schon auch Stimmen, die von 'einem Schmarrn' sprechen oder 'das schaut jetzt aus wie Rollsplitt'“, berichtete Bauriedl. Auch Vorwürfe wegen des Einsatzes des neuen Verfahrens seien erhoben worden. Der Rathauschef wies darauf hin, dass nach einer gewissen Zeit erst noch die Säuberung der abgelösten Steine durch Mitarbeiter des Bauhofs folgen müsse. Dies gehöre zum neuen Verfahren und sei bereits bekannt gewesen. Erst dann lasse sich der Erfolg beurteilen und ob es zu weiteren Einsätzen komme.

  • Erste Elektro-Ladestation

Weiter informierte Bauriedl über die Elektro-Ladestation auf dem Parkplatz des Rathauses. Es sei die erste dieser Art in Waidhaus. Sie kostete knapp 9000 Euro, und als Partner vertraut die Marktgemeinde der Firma E-Wald aus Teisnach. Die Kommune übernimmt im Gegenzug die Verkehrssicherung, wofür es 25 Euro jährlich vom Betreiber gibt. Der verbrauchte Strom für die Ladevorgänge wird zunächst von der Gemeinde vorfinanziert und dann jährlich zum Selbstkostenpreis abgerechnet. Der auf 5 Jahre Laufzeit angelegte Vertrag ermöglicht den Ladenutzern, unter allen Anbietern zu wählen.

  • Verbesserung der Radwege

Auf die Bitte von Erika Grötsch zu einer Verbesserung der Radwege bei Nutzung durch Kinderanhänger sagte Bauriedl sofort Abhilfe zu. Weil „immer mehr junge Familien hier unterwegs sind“ hatte die Markträtin die Art der Absperrungen vor kreuzenden Straßen und Wegen in Frage gestellt. Als ersten Standort sollen sich die Mitarbeiter des Bauhofs den Übergang beim Weiler Hörlmühle vornehmen, sicherte Bauriedl zu. Dritter Bürgermeister Ewald Zetzl informierte über einen erneuten Käferbefall von Baumstämmen an zwei Standorten in gemeindlichen Wäldern.

Lesen Sie hier einen weiteren Bericht über die Marktratssitzung

Waidhaus
Waidhaus hat seit wenigen Tagen eine öffentliche Ladesäule für Elektroautos. Sie steht auf dem Parkplatz beim Rathaus.

 

 

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