20.11.2020 - 12:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Runderneuerte "Bäckeröd" mit neuem Konzept

Weit weg von heißen Sommertagen und Badefreuden widmet sich der Waidhauser Marktrat intensiv seiner Freizeitanlage „Bäckeröd“. Der nochmalige Ausfall einer ganzen Saison kommt dabei nicht mehr in Betracht.

Ein nasser, aber milder Herbst half dabei, die vielen Wunden der langen Baustellenzeit in der Freizeitanlage "Bäckeröd" schneller zu heilen. Das neue Jahr wird für die beliebte Einrichtung umfassende Neuerungen mit sich bringen.
von Josef ForsterProfil

Wesentlich mehr Kopfzerbrechen als der Umgang mit Abstandsregeln bereitete der Verwaltung zuletzt ein Sicherheitskonzept für die Freizeitanlage "Bäckeröd". Die geänderten Öffnungszeiten ab dem neuem Jahr sollen eine lückenlose Badeaufsicht möglich machen. Bürgermeister Markus Bauriedl stellte die Neuerungen vor.

Das umgekrempelte Haftungsrecht und die ausgereizte Verkehrssicherungspflicht ließen der Kommune als Betreiber keinen Spielraum. So werde die Erhebung von Gebühren bis zur letzten Minute notwendig, nachdem es bislang ab 18 Uhr freien Eintritt gab. Nach allen Abwägungen habe sich die Verwaltung zudem entschieden, die tägliche Öffnungszeit auf neun Stunden zu begrenzen. Zwei Vollzeitmitarbeiter würden auch dafür noch benötigt sowie die Unterstützung durch Ehrenamtliche der Wasserwacht.

Bevor die von Bauriedl vorgestellten neuen Öffnungszeiten zur Abstimmung kamen, diskutierte das Gremium engagiert das Für und Wider anderer Vorschläge. Letztlich stimmten die Fraktionen dennoch einstimmig für die ab Mai ins Auge gefasste Saison. Die Freizeitanlage öffnet ihre Tore künftig erst ab 11 Uhr. Einzig mittwochs läuft ein Probebetrieb mit einem „Frühschwimmertag“ bereits ab 9 Uhr. Geschlossen wird das Areal täglich um 20 Uhr. Bis dahin muss jeder Gast das Areal verlassen haben.

Eine Anhebung der Eintrittspreise trugen die Markträte gleichfalls mit. Erwachsene zahlen ab 2021 3,50 Euro für die Tageskarte, anstatt 3 Euro. Um 50 Cent steigt ebenso der einmalige Eintritt für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahre auf 2,50 Euro. Kinder bis sechs Jahre haben weiterhin freien Eintritt. Im Gegenzug bietet die Kommune ihre Parkplätze rund um die Freizeitanlage wieder kostenlos an. Hier waren auf den ausgewiesenen Wiesen zuletzt pro Fahrzeug zwei Euro fällig.

Da die Eintrittsgelder bis zur letzten Minute erhoben werden müssen, einigte sich das Gremium ergänzend auf eine Ermäßigung ab 17 Uhr auf 2,50 Euro. Darüber hinaus gibt es Zehner-, Familien- und Saisonkarten. Außerdem plant der Marktrat Vergünstigungen für Inhaber von Ehrenamtskarten.

Die Freizeitanlage kam am Ende des öffentlichen Teils noch einmal zur Sprache, als Bürgermeister Bauriedl Antwort auf eine Anfrage aus der Oktobersitzung gab. SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug hatte damals den Zustand der neuen Spielgeräte bemängelt. Eine offizielle Überprüfung hätte aber weder morsches Holz noch einen Pilzbefall ergeben.

  • Kommunalgefährt reparaturanfällig

Das Thema Gewährleistung stelle die Kommune hingegen beim erst kürzlich angeschafften Kommunalfahrzeug vor große Herausforderungen. Nach nicht einmal 500 Betriebsstunden hätte es bereits vier neue Motoren und „jede Menge Reparaturen" gebraucht. Ohne Garantie hätte die Gemeinde dafür rund 10000 Euro zahlen müssen. Bauriedl regte dazu eine Debatte in einer der nächsten Sitzungen an.

  • Einsätze kosten mehr

Folge leisteten die Markträte einer von Aufsichtsseite angeordneten Erhöhung der Gebühren für die Einsätze der Feuerwehren. Durch einen einstimmigen Beschluss steigen ab dem neuen Jahr die Stundensätze ebenso, wie die Pauschalen für die Sicherheitswachten. In seinen Mitteilungen informierte der Bürgermeister noch über einen Auftrag für die Beleuchtung des Eingangsbereichs der Musikschule.

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