21.07.2020 - 11:48 Uhr
WaidhausOberpfalz

Reichenau komplett runderneuert

Kaum wiederzuerkennen ist der Waidhauser Ortsteil. An vielen Ecken und Enden glänzt und blitzt es förmlich. Weitere Maßnahmen folgen im Zuge der Dorferneuerung.

Noch fehlen die Grünsaaten und Bepflanzungen in den Randbereichen. Doch der neu gestaltete Turnerplatz im Ortsteil Reichenau stößt rundherum auf große Begeisterung, zumal das Schützenhaus (im Hintergrund, rechts) ergänzend einen neuen Farbanstrich erhalten soll.
von Josef ForsterProfil

In Reichenau läuft die Dorferneuerung. Noch ist es nicht der „Feiler-Stodl“, der weiterhin auf eine neue Zukunft hofft. Als nächstes ist die ehemalige Dorfschule - das jetzige Schützenhaus der „Scharfschützen“ - am Zug. Und auch für den letzten großen Straßenzug Richtung Grenzwald sind die Weichen für die Sanierung bereits gestellt. Es begann alles mit dem Einbindung des Amts für ländliche Entwicklung und dem Beschluss zu einem Dorferneuerungsverfahren. Die aktuelle Förderkulisse ermögliche eine Verbesserung an Vereinsheimen, sagte Bürgermeister Markus Bauriedl.

Nach der deutlichen Aufwertung durch die Fertigstellung des "Turnerplatzes" soll die Außenfassade des Schützenhauses nicht hintenan stehen. „Es würde nicht schaden, wenn da einmal ein Kübel Farbe angebracht wird.“ Die geschätzten Kosten lägen bei 7636 Euro, was die Marktgemeinde mit einem Förderantrag teilweise auffangen will. Die entsprechenden Mittel seien im Gemeindehaushalt 2021 zu berücksichtigen. Zugleich geriet Bauriedl ins Schwärmen, angesichts der neuen Optik. Der Platz sei hervorragend geworden. „Es schaut wirklich hervorragend aus. Wenn ihr einmal Zeit habt, schaut euch das unbedingt an.“ Im Herbst folge noch die Bepflanzung. Eine Stellungnahme an das beteiligte Architekturbüro gab der Marktrat einmütig in Auftrag.

Umgestaltung des "Turnerplatzes"

Reichenau bei Waidhaus

Für den Rechnungsprüfungsausschuss des Marktrats musste noch eine Vertretung für Vorsitzenden Manfred Schneider gesucht werden. Fündig wurde das Gremium bei Maria Reichenberger-Hösl auf Vorschlag von Nicole Hoch. Durch die frühzeitige Verpflichtung des gemeinnützigen Projekts „Learning Campus“ kann die Marktgemeinde ein umfangreiches Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche anbieten. Wie vorgesehen, findet der Veranstaltungsreigen während der ersten drei Wochen der bayerischen Schulferien statt. Die Marktgemeinde hat bereits entsprechende Informationen auf ihrer Internetseite eingestellt. Der Dank Bauriedls galt dem TSV um Vorsitzenden Manfred Schneider für die Nutzung des Hans-Sommer-Sportheims. Dadurch könne Waidhaus eine optimale Ferienbetreuung anbieten. Zudem regte Erika Grötsch durch die neuen Jugendbeauftragten ein Ferienprogramm darüber hinaus an. Sofort sagte der Bürgermeister entsprechende Anfragen an die Vereine zu: „Eventuell kann noch ein kleines Zusatzprogramm auf die Füße gestellt werden.“ Er bat jedoch darum, keine Termine in den ersten drei Wochen anzubieten, um direkte Gegenveranstaltungen zu vermeiden.

Wenn dann die Schulferien enden und das neue Schuljahr startet, gibt es gleich wieder etwas Neues. Angenommen wurde das Angebot der kommunalen Verkehrsüberwachung zum Aufstellen eines LED-Schriftzugs „Langsam, danke“. Vier Wochen lang soll das Objekt mit Kosten von 90 Euro im Monat die Verkehrsteilnehmer bei Schulbeginn in der Schulstraße an die dortige Schrittgeschwindigkeit erinnern.

Josef Kleber sprach eine Hecke an der Frankenreuther Straße an. Da die Gemeinde den entsprechenden Grundstücksstreifen vor Jahren im Hinblick auf die Marktplatzumgestaltung erwarb, sei auch der Rückschnitt und die Pflege Sache der Kommune. Zum Unwetter vor wenigen Wochen wollte Manfred Schneider die endgültige Kosten wissen und wie es mit dem „Teufelssteg“ ausschaue, nachdem die Straße dort noch immer gesperrt ist. Antwort wusste Bürgermeister Bauriedl, der den Bruch der Betonrohrunterführung bestätigte: „Da ist wirklich alles ausgespült.“ Um mögliche Zuschüsse zu prüfen, sei Kontakt mit dem Weidner Wasserwirtschaftsamt aufgenommen. Ein Ortstermin wäre zugesagt und der Bau eines Schutzdamms werde geprüft. Mit viel Schotter sei im Ortsteil Reinhardsrieth „eine gute Woche lang“ nachgebessert worden. Hier sollte wieder alles passen.

Vera Stahl bat um Auskunft zum Sachstand einer Überdachung der Freilichtbühne in der Freizeitanlage „Bäckeröd“. Zeitliche Gründe führte Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl für die Verzögerung an: „Wir wollen das aber heuer noch über die Bühne bringen, zumal das Angebot der Firma Stahlbau Stefan Voit steht.“ Das Konzept werde nochmals überarbeitet und eine Bestückung mit einer Solarstromanlage sei fest geplant.

Rudi Grundler junior brachte die Verwirklichung einer Urnenwand aufgrund des SPD-Antrags für den Friedhof zur Sprache. Auch hierzu gab Wilka-Dierl Antwort, wonach eine Grobplanung mitsamt Vorentwurf bereits vorläge. Beides zusammen komme in eine der nächsten Sitzungen des Hauptverwaltugnsausschusses um des weitere Vorgehen abzustimmen. Eine Verwirklichung sei im Herbst angedacht.

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