10.11.2020 - 09:39 Uhr
WackersdorfOberpfalz

10 000 Bäume für den Wald der Zukunft

Bei einer Ortsbegehung im Waldstück nahe der Industriestraße machte sich Bürgermeister Thomas Falter (links) selbst ein Bild vom Stand des Waldumbaus. Seitens der Gemeinde sind stellvertretender Bauhofleiter Johann Strasser (Mitte) und Armin Kellermann aus dem Rathaus (rechts) für die Koordination der Maßnahmen zuständig.
von Externer BeitragProfil

Die Gemeinde Wackersdorf investiert seit Jahren in den nachhaltigen und zukunftsfähigen Wald in der Region. Alleine seit 2018 wurden nahe der Industriestraße und am Edelmannsee knapp 10 000 Bäume gepflanzt.

„Wir bauen hier einen klimaneutralen und robusten Mischwald“, betont Armin Kellermann aus dem Wackersdorfer Rathaus in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Douglasie, Esskastanie, Weißtanne, Bergahorn, Hainbuche, Roteiche und Erle sollen die Wälder nicht nur für neue klimatische Bedingungen stärken, sondern auch auf alte Probleme reagieren. Denn die Wiederaufforstungen wurden ursprünglich durch den Borkenkäfer notwendig.

„Was wir hier sehen, ist ein systematischer Waldumbau – und nicht nur eine einfache Aufforstung“, hebt der stellvertretende Leiter des Bauhofs im Hinblick auf ein paar verbliebene Fichten- und Kiefernbestände inmitten der Jungpflanzen hervor. Der gesunde Alt-Bestand stärke den Mischwald weiter, die vergleichsweise großen Distanzen der alten Nadelhölzer machen es dem Borkenkäfer schwerer, in großen Mengen an seine Leibspeisen zu gelangen.

Je nach Boden- und Lichtverhältnissen sind die jungen Setzlinge im Wachstum fortgeschritten. Alle sind gut sichtbar mit Markierungsstäben gekennzeichnet. „Während des Wachstums befreien wir die kleinen Bäume insgesamt zweimal vom umliegenden Bewuchs. Dank der Markierungsstäbe sehen wir besser, wo wir mähen können und wo nicht“, fügt Kellermann hinzu.

Die neuen Waldbestände werden aktuell noch durch Zäune vor Wildverbiss geschützt. Als zentrale Grundlage für den Waldumbau in Wackersdorf dient ein sogenanntes Forstbetriebswerk, in dem Ziele und Maßnahmen auf Basis des bayerischen Waldgesetzes definiert sind. Das Forstbetriebswerk gilt für die gesamten 246,26 Hektar Gemeindewald.

Das vor der Aufforstung geschlagene Totholz wird vollumfänglich verwertet. Ein Teil wurde Bürger verkauft, das Gipfelholz gehackt und im Biomasseheizwerk am Wasserturm verwertet. Der ursprüngliche Baumbestand stammt aus den 1960er und 1970er Jahren. Im Zuge umfassender Rekultivierungsarbeiten zum Ende des Braunkohletagebaus forstete die BBI weitläufige Flächen in der Region auf. Mitte der 90er übernahm die Gemeinde Wackersdorf einen Großteil dieser Wälder.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.