26.04.2021 - 12:47 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Vohenstrauß: Dirt-Park soll ausgebaut werden

Diesen Artikel lesen Sie mit
Alle Informationen zu OnetzPlus

Bei den aufgeschütteten Hügeln am Bocklradweg tummeln sich Buben und Mädchen mit ihren Mountainbikes. Jetzt soll der Vohenstraußer Dirt-Park professionell aufgewertet werden. Zusammen mit den Nutzern, die zu Schaufel und Pickel greifen.

Die neuen Jugendbeauftragten Hannes Gilch und Anna Wutzlhofer wollen zusammen mit den Mountainbikern ein großes Projekt in Angriff nehmen. Der bestehende Mountainbike-Dirt-Park am Bocklradweg in Richtung Fiedlbühl soll aus- und umgebaut werden. Dafür erhalten sie eine finanzielle Förderung der ILE Naturparkland Oberpfälzer Wald in Höhe bis zu 10 000 Euro.
von Elisabeth DobmayerProfil

Im März haben die neuen Jugendbeauftragten Anna Wutzlhofer und Hannes Gilch einen Förderantrag für die Neugestaltung des Mountainbike-Dirt-Parks am Bocklradweg eingereicht. Die Jury hat nun die eingegangen Anträge im Rahmen des Regionalbudgets der Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Naturparkland Oberpfälzer Wald bewertet und für Projekt und Kostenkalkulation einen Zuschlag erteilt. „Damit kann das Projekt in die Umsetzung gehen“, freuen sich die Jugendbeauftragten riesig.

Die Fläche des Dirt-Parks befindet sich unmittelbar am Bocklradweg in Richtung Fiedlbühl an der Abzweigung zur Retzstraße. Im Zuge der Neugestaltung soll die Fläche auf rund 850 Quadratmeter in nördlicher Richtung vergrößert werden, ebenfalls auf stadteigener Fläche. Beim bestehenden Areal handelt es sich um eine Aufschüttung von Erdhügeln, die für das Befahren mit Mountainbikes geeignet ist. Diese sei jedoch nicht professionell angelegt und deshalb nur bedingt für den sicheren und bedarfsgerechten Betrieb ausgelegt.

Profis und Interessierte

Rund 25 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 20 Jahren kamen auf die Jugendbeauftragten mit dem Wunsch zu, den Dirt-Park so umzugestalten, dass ein attraktives und sicheres Befahren auch für Anfänger möglich ist. In Vorgesprächen mit den Jugendbeauftragten vor Ort zeigten die Jugendlichen viel Eigeninitiative. „Wir wollen Rahmenbedingungen ermöglichen, damit sich die Jugendlichen in diesem Projekt engagieren können und es unter professioneller Betreuung selbstständig umsetzen können“, sind die Jugendbeauftragten dafür offen. Da es sich um einen losen Zusammenschluss ohne feste Struktur wie bei einem Verein handelt, organisieren sich die Jugendlichen selbst und lernen einen kreativen und sozialen Umgang miteinander.

Zentral dabei sind das gemeinsame Entwickeln von Lösungen und das Diskutieren von Vorlieben und Meinungen zur Gestaltung – im Dialog mit einem professionellen Planer. „Das Projekt entsteht also mit der Wirkrichtung von unten nach oben, bei dem das Ergebnis letztlich von den Zielgruppen selbst entwickelt wird“, so Gilch. Wenn die Planungen abgeschlossen sind, werden grobe Erdbau-Maßnahmen, für die größere Maschinen nötig sind, von regionalen Baufirmen umgesetzt, so dass die Jugendlichen schließlich selbst mit Werkzeugen und unter fachkundiger Aufsicht des Planers die Installationen der Erdhügel vornehmen können, wie sie es vorab gemeinsam geplant haben.

Vohenstrauß

Die Jugendbeauftragten könnten sich vorstellen, dass dies an einem gemeinsamen Wochenende der Jugendlichen abgewickelt werden könnte. Nach der Fertigstellung der Anlage soll diese mit einer Auftaktveranstaltung eingeweiht werden. Dies würde nicht nur das Projekt bekannt machen und wäre eine ideale Gelegenheit, Kooperationspartner einzubeziehen. „Denkbar sind hier zum Beispiel die Integration von anderen Kulturbeiträgen, regionaler Gastronomie oder vieles andere mehr“, so die Ideen von Wutzlhofer und Gilch. Außerdem soll die neue Freizeit-Infrastruktur für Jugendliche und junge Erwachsene mit Kooperationspartnern aus den Bereichen Jugend, Sport, Kultur und Tourismus eine nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit erfahren, wünschen sich beide.

Der neue Anlaufpunkt für Mountainbiker könnte helfen, das illegale Befahren von Waldflächen und das Errichten von Sprungschanzen einzudämmen, hoffen die Initiatoren. Zudem wollen sie Jugendliche zum Vermeiden von Müllablagerungen sensibilisieren. Ein weiteres Ziel beziehe sich auf die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme, da die Anlage auf einer bereits genutzten, städtischen Fläche nur etwas ausgebaut werden würde.

Lerneffekte für Jugendliche

Durch die Umsetzung mithilfe eines professionellen Planers könne die Anlage bedarfsgerecht gestaltet werden, um ein sicheres Befahren zu ermöglichen. Außerdem werde man im Zuge des Ausbaus an Sicherheitsmaßnahmen wie zum Beispiel das Tragen von Helmen appellieren, sagten die Jugendbeauftragten. Die Jugendlichen würden bei der Umgestaltung handwerkliche Fähigkeiten im Rahmen der Baumaßnahmen erlernen, da die Jugendlichen das Projekt eigeninitiativ umsetzen. „Damit unterstützen wir mit diesem Projekt auch das bürgerschaftliche Engagement“, versichern sie.

Zudem ließen sich Digitalisierungsansätze verfolgen. Man könne sich untereinander vernetzen, Online-Medien zur Beteiligung nutzen und das Projekt in bestehende digitale Portale einbinden. Das Projekt selbst richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren aus Vohenstrauß und Umgebung. Die fertige Anlage steht natürlich Besuchern aus angrenzenden Gemeinden und natürlich auch dem Tourismus offen.

Info:

Mehr zum Projekt

  • Bis zu 10 000 Euro Fördermittel können in das Projekt fließen.
  • Online-Workshop mit professionellen Dirt-Park-Planer
  • Basis für die baulichen Maßnahmen ist ein gemeinsam entwickelter Konstruktionsplan
  • Kontakt: Hannes Gilch (0151/15 626 558) oder Anna Wutzlhofer (0151/11 639 408)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.