07.05.2019 - 10:45 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Bei Hilfe Liebe Gottes spüren

Die Feuerwehrleute der Vohenstraußer Großgemeinde feierten das Fest des heiligen Florian. Dekan Alexander Hösl gab ihnen Worte der Besinnung auf den Weg.

Einige Feuerwehrleute buchstabieren mit Dekan Alexander Hösl "HL FLORIAN".
von Elisabeth DobmayerProfil

Die Feuerwehrkräfte aus Vohenstrauß und allen Ortsteilen versammelten sich vor dem Rathaus zum Standkonzert der Roggensteiner Jugendkapelle, unter Leitung von Josef Wolfrath. Anschließend formierte sich ein langer Kirchenzug. Hinter der Musikkapelle führten ihn die drei Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, Uli Münchmeier und Johann Gollwitzer mit einigen Stadträten an. Der Zug führte in die Stadtpfarrkirche, wo die Floriansjünger am Vorabend des eigentlichen Patronatstags ihrem Heiligen gedachten. Es ist ein populärer Heiliger aus Österreich dessen Hilfsbereitschaft auf der Nächstenliebe gründet, sagte Dekan Alexander Hösl bei der Eröffnung des Festgottesdienstes. Katrin Süss trug die Lesung vor. Am Gedenktag des heiligen Florian versuchen die Wehrleute innezuhalten und aufzutanken, auch spirituell. Das sei vergleichbar mit dem Volltanken eines Fahrzeugs vor einer langen Reise. „Es soll ein Volltanken sein mit Liebe und Nächstenliebe und vor allem mit einem Stück Begeisterung.“

Anstelle der Predigt buchstabierten Feuerwehrleute den Namen des Heiligen. Das „H“ bedeute Helfen. Hilfsbereitschaft und Helfen sind Grundpfeiler des Feuerwehrwesens, sagte Johann Wiesent von der Feuerwehr Waldau. „L“ stehe für Leben retten, hob Johannes Eiberweiser (Kaimling) hervor. Alexander Koller (Waldau) nahm sich um das „F“ an, das für Freundschaft, das Bindeglied zwischen den Menschen steht. Das „L“ stand für Löschen, der Hauptaufgabe der Feuerwehren, unterstrich Markus Weig (Vohenstrauß). „O“ wie Ordnung zu halten sei nicht nur für das Gerätehaus, sondern auch bei Einsätzen wichtig, meinte Korbinian Kraus (Vohenstrauß). Ludwig Höning (Böhmischbruck) deklinierte das „R“ für Ruhe bewahren, insbesondere bei Unglücksfällen. „I“ bedeutet „Immer bereit“, so Stefanie Rösch (Altenstadt). Ihre Kameradin Marina Spickenreuther stand für das „A“ wie Allgemeinwohl und der Altenstadter Daniel Völkl hob den Buchstaben „N“ für Nächstenliebe hoch. „Dieses Gebot ist für alle Menschen von größter Bedeutung, und diesem Gebot ist auch das gesamte Feuerwehrwesen verpflichtet.“ Das Aufgabenfeld der Feuerwehren hat sich im vergangenen Jahrzehnt wesentlich erweitert, meinte Dekan Hösl. Es gehe nicht mehr nur noch um die Bekämpfung des Feuers. Die gesamte Palette der technischen Hilfeleistungen werde bei Katastrophenfällen gefordert. Der Geistliche wünschte den Feuerwehrleuten, bei all dieser Hilfe immer wieder die Liebe Gottes spüren zu dürfen.

Der Stadtpfarrer dankte allen Wehrleuten, auch im Namen des Bürgermeisters Andreas Wutzlhofer und der gesamten Gemeinde. Er sprach ihnen Mut zu, damit sie sich immer wieder vom Geist des heiligen Florian anstecken lassen, um diesen Dienst der Nächsten- und Gottesliebe am Mitmenschen umsetzen können. Gottes Segen möge sie dazu begleiten. Wolfgang Kiesbauer und Stefan Urbaneck (Roggenstein) sowie Willi Kellner (Oberlind) trugen die Fürbitten vor.

Die Floriansjünger der Großgemeinde ziehen mit ihren Fahnen und Standarten vom Rathaus zur katholischen Stadtpfarrkirche.
Die Floriansjünger der Großgemeinde ziehen mit ihren Fahnen und Standarten vom Rathaus zur katholischen Stadtpfarrkirche.
Die Floriansjünger der Großgemeinde ziehen mit ihren Fahnen und Standarten vom Rathaus zur katholischen Stadtpfarrkirche.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.