04.12.2019 - 11:22 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Haus an der Türkeigasse bald Vergangenheit

Seit Jahrzehnten ist das alte Häuschen ohne Bewohner. Jetzt wird das Gebäude von der Stadt abgerissen. Die Verantwortlichen haben das Grundstück kostengünstig erstanden. Jetzt bieten sich vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

An der Ecke Türkeigasse/Rathausgasse wird das kleine Häuschen, das sich mittlerweile im Besitz der Stadt befindet, dem Erdboden gleich gemacht. Damit eröffnen sich für die Stadt neue Perspektiven für eine Neugestaltung.
von Elisabeth DobmayerProfil

Die Parkverbotstafeln in der Türkeigasse kündeten das Großereignis bereits seit Tagen an: am Mittwochmorgen rückte nun der Bagger der Abbruchfirma Hierold aus Moosbach an, um das kleine Häuschen an der Ecke zur Rathausgasse abzureißen. Schnell frisst sich der große Greifer in das Mauerwerk und bis man sich versieht, ist der Giebel Vergangenheit. Tags zuvor entfernten Arbeiter teerhaltige Isolieranstriche, die separat entsorgt werden mussten. Das Anwesen war seit langem verwaist.

Im April 2018 hatte die Stadt das Areal gekauft. Damit eröffneten sich Möglichkeiten zur Neugestaltung des inzwischen baufälligen und unansehnlichen Gebäudes. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und Außendienstleiter Karl Frey informierten, dass an selber Stelle durch die Stadt ein Parkquartier mit zwei Stellplätzen, zwei E-Lade-Stationen und eine öffentliche WC-Anlage gebaut werden. Zumindest die bisherigen Planungen sehen diese Neugestaltung an selber Stelle vor. Lediglich der Stadtrat muss das Ganze noch absegnen. Die vormals angedachte Unisex-Toilettenanlage hinter dem Rathaus, die rund 100.000 Euro gekostet hätte, ist damit vom Tisch.

Durch den Abriss wird auch die Zufahrt des rückwärtigen Rathauskomplexes entsprechend breiter und genügt damit den Anforderungen einer Rettungsgasse. Das gesamte Areal soll in einer offenen Carportbauweise überbaut werden, machte Frey deutlich. Damit werde auch die innerstädtische Baulücke zum gesamten Ensembleschutz wieder geschlossen, informierte der Bürgermeister. Nachdem die Planungen noch in der Vorbereitung sind, können zu den Kosten noch keine konkreten Angaben gemacht werden. Allerdings laufe dieses Projekt außerhalb etwaiger Fördermaßnahmen und sei zu 100 Prozent durch die Stadt zu finanzieren. Im Haushalt sind noch Mittel übrig.

Das neue Areal konnte äußerst kostengünstig erworben werden. Damit habe man sich mit wenig Aufwand vielfältige Gestaltungsräume geschaffen. Damit wird wieder ein weiterer Puzzlestein innerstädtischer Verschönerung im Stadtbild eingefügt. Unweit der jetzigen Abbruchstelle wird auch der Abriss der ehemaligen Brauerei und des Gaststätten-Anwesens Würschinger, das sich mittlerweile ebenfalls im Besitz der Stadt befindet, vorbereitet. Allerdings werde es wohl damit nicht mehr in diesem Jahr klappen. Derzeit laufen dazu die Ausschreibungen.

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