07.05.2021 - 14:23 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Friedhofsmauer-Sanierung: Gerüchte und Verunsicherung

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Gerüchte machen im Stadtteil Altenstadt die Runde, seit sich der Stadtrat öffentlich mit der maroden Friedhofsmauer beschäftigt. Ein Gremiumsmitglied bringt diese nun zur Diskussion.

Unübersehbare Risse in der Altenstädter Friedhofsmauer veranlassten den Stadtrat zur Aufnahme der Sanierung in den diesjährigen Haushaltsplan. Dies verunsichere nun die Bürger des betroffenen Stadtteils.
von Josef ForsterProfil

Anfang April ging der Haushalt für das aktuelle Jahr über die Bühne. Von einer zunehmenden Besorgnis der Altenstädter beim Thema der sanierungsbedürftigen Friedhofsmauer wusste CSU-Fraktionssprecher Josef Meier: „In den letzten Tagen sind an uns vermehrt Nachfragen über den aktuellen Stand der Planungen herangetragen worden. Des Weiteren kursieren anscheinend diverse Gerüchte über die Mauer.“ So werde gemunkelt, dass die Stadt den Altenstädtern keine neue Mauer mehr gönne oder dass die Bürger dieses Stadtteils „zur Finanzierung des Vohenstraußer Leichenhauses“ mit herangezogen würden und deswegen kein Geld für die Friedhofsmauer vorhanden sei.

Seine Fraktion habe sich deshalb entschieden, für mehr Klarheit und Information zu sorgen. Mit einem offiziellen Antrag werde gebeten, an alle Altenstädter ein Schreiben durch die Stadtverwaltung verschicken zu lassen. Insbesondere solle darin die Verpflichtung der Stadt zum Ausdruck kommen, jegliche Kosten des Friedhofs auf die Nutzer umzulegen: „Dies ist anscheinend nicht hinreichend bekannt.“ Nur dadurch ließe sich „die derzeitige Sachlage erklären und die sich im Umlauf befindlichen Gerüchte entkräften“.

Varianten gegenüberstellen

Darüber hinaus bat Meier um Aufnahme weiterer Informationen in das städtische Schreiben. Konkret nannte er Ausführungen zum derzeitigen Planungsstand sowie eine Gegenüberstellung der zu erwartenden Kosten für verschiedene Möglichkeiten. Denn in Betracht käme sowohl eine Lösung aus Beton und Steinen oder einem Stabgitter-Zaun. Ebenfalls wäre ein blickdichter Heckenzaun als „grüne“ Lösung nicht ausgeschlossen. Weiter könnten die Varianten eines geschmiedeten Metallzauns oder einer neu gemauerten Mauer mit Ziegeleindeckung in einer Höhe von 1,60 bis 1,80 Meter Höhe kostenmäßig geprüft werden.

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Wichtig war Meier überdies die Ankündigung eines Ortstermins „sobald dies möglich ist“, bei dem dann mögliche Ausführungsvariationen erläutert werden sollten. Noch mehr plädierte der Stadtrat im Namen seiner Fraktion zu der „Feststellung, dass keine baulichen Schritte oder Festlegungen getroffen werden, ohne die Einbeziehung der Friedhofsnutzer“. In diesem Zusammenhang sah er eine grundlegende Information über die rechtlichen Grundlagen zu den Friedhofs-Gebühren von Vorteil, woraus die Altenstädter die Pflicht der Stadt zur Umlage der Kosten ersehen könnten. Dies könnte durch ein fiktives Berechnungsbeispiel veranschaulicht werden, wodurch sich Friedhofsnutzer ein Bild von den anfallenden Kosten auf ihre Nutzungsgebühren machen könnten.

Bereits Anregung durch Freie Wähler

Eine Prüfung des Fraktionsantrags sicherte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer noch im Laufe des öffentlichen Sitzungsteils zu, wobei er an eine ähnlich lautende Aussage von Stadträtin Stephanie Töppel (FW) in der letzten Sitzung erinnerte. Eine Information an die Altenstädter werde es aber geben, und keinesfalls „eine Entscheidung über deren Köpfe hinweg“. Den dortigen Bürger „müsse aber bewusst sein, dass die Kosten umzulegen sind. Jeder muss mitzahlen.“

Unübersehbare Risse in der Altenstädter Friedhofsmauer veranlassten den Stadtrat zu einer Aufnahme in den diesjährigen Haushaltsplan. Dies verunsichere nun die Bürger des betroffenen Stadtteils

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