28.11.2021 - 10:48 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Anbau des Feuerwehrhauses Oberlind erforderlich

Die Oberlinder Feuerwehr muss ihr Feuerwehrgerätehaus für ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Allrad und Atemschutzgeräten anbauen. Der vorher ins Auge gefasste Mannschaftsbus ist somit vom Tisch.

Das bestehende Feuerwehrgerätehaus in Oberlind soll einen Anbau erhalten, damit das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Allrad Platz findet.
von Elisabeth DobmayerProfil

Ein großes Projekt kündigt sich bei der Feuerwehr Oberlind an. Nachdem dort ein Mannschaftsbus angeschafft werden soll, braucht es eine Unterstellmöglichkeit. Nach eingehender Prüfung und Erörterung kam man zum Ergebnis, dass anstelle eines Mannschaftswagens mit Stellplatz, ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Allrad und Atemschutzgeräten beantragt werden sollte. Laut der Kostenaufstellung von 146 000 Euro könnte ein Zuschuss in Höhe von 24 000 Euro erwartet werden, sagte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer in der Bürgerversammlung.

Dazu erfolgte bereits der Antrag im Juni dieses Jahres. Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung machen dazu eine Erweiterung des bestehenden Feuerwehrgerätehauses erforderlich. Im November stellte der planende Architekt erste Entwürfe vor. Die Kostenschätzung weise rund 185 000 Euro aus. Da die Feuerwehren zur Sicherheit aller Bürger beitragen, ist es für die Stadt mehr als Verpflichtung alles daran zu setzen, dass die Wehren bestmöglich ausgestattet werden. So beschloss der Stadtrat bereits am 4. Juni 2020 den Auftrag für Fahrgestell, Aufbau und Beladung für das Tanklöschfahrzeug 3000 mit einem Auftragswert von 350 000 Euro zu vergeben. Das mittlerweile 32 Jahre alte TLF 16/25 der Stützpunktwehr wird damit ersetzt. Eigentlich war die Auslieferung für Herbst 2022 vorgesehen. Doch durch die Pandemie bedingten Lieferengpässe kann es zu Verzögerungen beim Fahrgestellaufbau kommen. Mit der Folge, dass die Feuerwehr voraussichtlich erst im Frühjahr 2023 das Fahrzeug in Empfang nehmen kann.

Neues Fahrzeug für die Wehr

Weiterhin wurde ein Grundsatzbeschluss durch den Stadtrat zur Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Vohenstraußer Wehr gefasst. Die Fahrzeugkosten belaufen sich auf knapp 30 000 Euro. Als staatliche Förderung kommen gut 13 000 Euro. Da viele infrastrukturelle Maßnahmen im Stadtgebiet durch den städtischen Bauhof geleistet und der Unterhalt von Straßen und Gebäudlichkeiten oftmals in Eigenregie erbracht werden, sei es unerlässlich, den Bauhof technisch bestens auszustatten, ließ der Stadtchef dahingehend keine Zweifel offen. Für den vorhandenen 21-jährigen Lkw mit Kranaufbau, der kein Prüfzeichen mehr bekommt und einfach verbraucht ist, fiel die Entscheidung zugunsten eines MAN-Trucks zum Preis von 107 000 Euro als Ersatzbeschaffung. Nach Lieferverzögerungen soll das dringend benötigte Einsatzfahrzeug nun bis zum März 2022 eintreffen, hoffen die Verantwortlichen. Als Zusatzeinrichtung schaffte die Stadt auch noch einen Palfinger-Ladekran zum Bruttopreis von 58 600 Euro an.

Erneuerung der Kläranlage

Erneuerungen stehen auch bei der 50 Jahre alten zentralen Kläranlage in Unterlind an. So müssen im Belebungsbecken die Belüftungsaggregate erneuert werden. Eine funktionierende Belüftung ist das „Herzstück“ einer Kläranlage, merkte Wutzlhofer an. Im Haushalt wurden dafür bereits knapp 100 000 Euro eingestellt und der Auftrag erteilt.

Reparaturen im Sportzentrum

Fast 50 Jahre ist auch das Sportzentrum mittlerweile alt. Da bleibe es nicht aus, dass Reparaturen anstehen. Die Stadt sei ständig bemüht, die Anlage in einem guten Zustand zu halten. So werde nun das Zielrichterhäuschen saniert. Für die Dach- und Fassadenerneuerung sind 10 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Hinzukommt die Umrüstung der bestehenden Flutlichtanlage im Sportzentrum auf LED-Beleuchtung. Zwölf alte Fluter werden abgebaut und durch neue LED-Fluter ersetzt und auf den bestehenden Masten montiert. Die Gesamtkosten bezifferte Wutzlhofer mit rund 54 000 Euro, die sich in förderfähige (20 524 Euro) und nicht förderfähige Kosten (33 104 Euro) aufteilen. Ein Zuschuss in Höhe von 35 Prozent wurde beantragt und bereits am 3. August gewährt.

Pläne zur Photovoltaik

Nachdem im Dezember 2020 die Bürgerphotovoltaikanlagen an der Staatsstraße nach Waldthurn in Betrieb genommen wurde, beschloss der Stadtrat aufgrund mehrerer Anfragen nach weiteren Standorten, vorerst keine weiteren Anlagen zuzulassen. Vielmehr werde man in dieser Angelegenheit die Ausweisung von geeigneten Flächen im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans für das Stadtgebiet vornehmen, gab Wutzlhofer bekannt. Allerdings wurde schon vorab geprüft, auf welchen städtischen Liegenschaften sich wirtschaftlich und kostenneutral noch Photovoltaikanlagen umsetzen lassen würden. Mit diesem Thema werde sich der Stadtrat demnächst auseinandersetzen.

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