25.10.2020 - 11:07 Uhr
VohenstraußOberpfalz

56 junge Christen empfangen in Vohenstrauß das Firmsakrament

Wegen der Corona-Pandemie empfangen die Jugendlichen die Firmung heuer in zwei Gottesdiensten. „Ich bin gehalten“, lautet das Motto, das ihnen Domkapitular Thomas Pinzer mit auf
den Weg gibt.

Beim ersten Firmgottesdienst waren die Jugendlichen aus der Seelsorgeeinheit Vohenstrauß an der Reihe. Domkapitular Thomas Pinzer aus Regensburg (Mitte) spendete das Firmsakrament stellvertretend für den Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer.
von Elisabeth DobmayerProfil
Beim zweiten Firmgottesdienst am Samstag wurde Buben und Mädchen aus Altenstadt, Roggenstein, Leuchtenberg und Tännesberg das Firmsakrament gespendet. Auch die jeweiligen Pfarrer waren bei der Feier zugegen. Pfarrer Adam Nieciecki (Leuchtenberg), Pfarrer Wilhelm Bauer (Tännesberg) Firmspender Domkapitular Thomas Pinzer aus Regensburg, Kaplan Alexander Ertl und Dekan Alexander Hösl aus Vohenstrauß (von links nach rechts).

Der Firmtag in der katholischen Stadtpfarrkirche war in dieser unsicheren Corona-Zeit mit der hoffnungsvollen Zusage „Ich bin gehalten“ überschrieben. Dieser Satz stand ebenso auf einen Karabinerhaken, der die Firmlinge symbolisch an die Kirche binden soll.

56 Jugendliche empfingen am Samstagvormittag im Beisein ihrer Paten das Sakrament der Firmung. Domkapitular Thomas Pinzer wurde in diesem Jahr von Diözesanbischof Rudolf Voderholzer in die nördliche Oberpfalz entsandt, um den jungen Christen dieses wertvolle Sakrament des Heiligen Geistes zu spenden. Auch wenn der Heilige Geist nicht immer wahrgenommen wird, ist er ein treuer Begleiter.

Eine große Herausforderung

Vohenstrauß

Dekan Alexander Hösl, der die Gottesdienste mit Kaplan Alexander Ertl und den zuständigen Priestern aus den jeweiligen Pfarreien, aus denen die Firmlinge kamen, begleitete, unterstrich, dass die Firmung der Abschluss der Eingliederung in die katholische Kirche bedeutet. Das bewusste „Ja“ könnten die Firmlinge nun selbst sprechen, denn an der Taufe hätten es die Eltern stellvertretend übernommen.

Schon bei der Erstkommunion hätten die Mädchen und Buben ihren Glauben erstmals alleine bekräftigt. „Ihr bringt euch mit eurem Ja jetzt noch intensiver in die Gemeinschaft ein und ihr wollt euer Leben an der christlichen Botschaft ausrichten.“ Dieses „Ja“ solle nun eine Fortsetzung auf dem begonnenen Glaubensweg finden, beteuerte der Geistliche. Er dankte allen, die die Jugendlichen auf diesem Glaubensweg begleiteten.

Thomas Pinzer bekräftigte: „Mit der Firmung werdet ihr Vollblutchristen, mit allen Rechten und Pflichten.“ Damit endet ein langer Prozess und das langsame Hineinwachsen in die Kirche, das auch als Initiation bezeichnet werde. Durch die Firmung müssten die jungen Leute erkennen, dass es jemand in ihrem Leben gebe, der sie trägt und hält, auch wenn sie einmal unsicher sind oder sündigen. In guten wie in schlechten Tagen. „Gott ist immer bei euch.“

Er schließe sozusagen einen Bund mit den Firmlingen. Selbst wenn sie Gott einmal in ihrem Leben vergessen, denn auch solche Phasen gebe es durchaus im Leben. „Er vergisst euch nicht. Ihr dürft immer wieder zu ihm zurückkehren.“ Diese hoffnungsvolle Zusage wünschte er allen Firmlingen, als er ihnen einen Karabinerhaken mit dem Spruch „Ich bin gehalten“ überreichte, nachdem der heilige Akt vollzogen war.

Der Firmspender sprach den Firmlingen die sieben Gaben des Geistes mit Stärke, Weisheit und Rat, Frömmigkeit und Gottesfurcht sowie Einsicht und Erkenntnis zu. „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“, so der Monsignore einzeln zu den Buben und Mädchen. Wegen der Corona-Pandemie waren die 56 Firmlinge aus der Seelsorgeeinheit Vohenstrauß und Böhmischbruck sowie aus den Pfarreien Roggenstein, Leuchtenberg und Tännesberg auf zwei Firmgottesdienste aufgeteilt, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

Pfarrgemeinderatssprecher Manfred Bauer bedankte sich am Ende des Gottesdienstes beim Firmspender und überreichte ein Präsent. Er zog eine Parallele zwischen Corona und der Firmung: „Beide sind ansteckend.“ Eva-Maria Schmidt, Stefanie Mittelmeier, Felix Kopp und Ludwig Putzer gestalteten die Feier musikalisch ansprechend und schwungvoll mit.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.