03.11.2020 - 14:28 Uhr
VilseckOberpfalz

Stadtrat Vilseck diskutiert Fußgängerüberweg am Marktplatz in Schlicht

Der geplante Fuß- und Radweg zwischen dem Ort Schlicht und dem neuen Baugebiet Weidenstock kann verwirklicht werden. Der Vilsecker Stadtrat einigt sich bei seiner Sitzung auf eine Variante.

Einen Fußgängerüberweg am Marktplatz in Schlicht beantragt die Fraktion Freie Wähler-Arbeitnehmer-Eigenheimer, um eine Gefahrenstelle auf der stark frequentierten Straße zu entschärfen.
von Externer BeitragProfil

Den Auftakt der Zusammenkunft des Vilsecker Stadtrats bildete ein Ortstermin in Schlicht. Zusammen mit dem zuständigen Planer Christian Faderl vom Büro Renner-Hartmann aus Amberg traf man sich am dortigen Fußballplatz, um gemeinsam die beste Lösung für den zu bauenden Fuß- und Radweg zwischen Schlicht und dem neuen Baugebiet Weidenstock zu erörtern. Dabei wurde deutlich, dass es vor allem das Höhenprofil schwierig macht, einen optimalen Wegeverlauf zu finden. Nach einer ausführlichen Diskussion segnete das Gremium den Vorschlag von Drittem Bürgermeister Markus Graf ab, das Wegeniveau schon direkt nach der Bahnunterführung anzuheben und somit wenigstens die vorhandene Steigung von zehn Prozent zu verringern. Das bedeutet einen Kompromiss, bei dem man zwar zunächst eine kurze stärkere Steigung in Kauf nehmen muss, dafür aber der obere Weg eine Schleife in die Natur macht, so dass der Böschungsbewuchs soweit wie möglich an der Staatsstraße erhalten bleiben kann. Erst im oberen Teil der Trasse bis zur Einfahrt in das Baugebiet verläuft der neue Weg, abgetrennt durch einen Grünstreifen, parallel zur Staatsstraße. Da sich diese Variante an das vorhandene Höhenprofil anpasst, fallen die notwendigen Erdbewegungen geringer aus. Und auch kostenmäßig liegt diese Variante im Vergleich zu den anderen Vorschlägen niedriger.

Angeregt wurde, auf eine Querungshilfe auf Höhe der ehemaligen Brauerei zu verzichten. Dafür solle geprüft werden, ob man diese im Ortskern von Schlicht realisieren kann. Das wäre auch ein großer Vorteil für die Fußgänger und Schulkinder aus der Wehr, hieß es.

Darauf zielt auch ein Antrag der Stadtratsfraktion Freie Wähler – Arbeitnehmer-Eigenheimer ab. Da die durch Schlicht führende Staatsstraße sehr stark frequentiert sei, beantragte die Fraktion einen barrierefreien Fußgängerüberweg in der Ortsmitte, um die dortige Gefahrenstelle zu entschärfen. Stadtrat Andreas Kredler favorisierte einen Fußgängerüberweg am Marktplatz und nicht im Bereich des neuen Radwegs. Das Gremium war damit einverstanden, dass bei einer Verkehrsschau Fachleute beurteilen sollen, welche Möglichkeit – etwa Ampel, Querungshilfe oder Zebrastreifen – der am besten geeignete Übergang wäre.

Die Stadtratsfraktion Junge Union Bayern fragte nach dem aktuellen Stand bezüglich des Radwegs zwischen Irlbach und Schönlind. Dieses Projekt stand bei allen Fraktionen im Wahlprogramm. Bürgermeister Hans-Martin Schertl informierte, dass noch im November ein Treffen mit dem Tiefbauamt des Landkreises vor Ort geplant ist. Zu dieser Begehung werden auch die Fraktionsvorsitzenden eingeladen. Stadtrat Jonas Dittrich bat, auch mit Hilfe der Kreisräte dieses Thema energisch anzugehen, damit in diesem gefährlichen Straßenabschnitt bald ein Radweg errichtet werden kann. Stadtrat Wilhelm Ertl schlug vor, für die geplanten Radwege ein Sicherheitsgutachten zu erstellen. Bei einer Risikobewertung würde dieses Teilstück absolute Ausbaupriorität besitzen.

Der Stadtrat entschied, den für das zweite Adventswochenende vorgesehenen Weihnachtsmarkt ausfallen zu lassen. Die meisten Händler und Vereine hätten ohnehin bereits abgesagt. Auch die Christbaumbeleuchtungsfeier am Marktplatz kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Vier Varianten für Fuß- und Radweg stehen im Raum

Schlicht bei Vilseck
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