05.10.2020 - 11:32 Uhr
VilseckOberpfalz

Für Erweiterung des Baugebiets Kesselwiesen wird aus Gewerbe- ein Mischgebiet

Die Erweiterung des Baugebiets Kesselwiesen stand auf der Tagesordnung. Entsprechend gut besucht war die Sitzung des Vilsecker Stadtrats in der Mehrzweckhalle.

von Redaktion ONETZProfil

Viele Anwohner besuchten die Zusammenkunft des Gremiums, um sich über die Planungen zur Erweiterung des Baugebiets Kesselwiesen zu informieren. Bürgermeister Hans-Martin Schertl erklärte, dass das Kesselwiesen-Areal als Mischgebiet ausgewiesen, aber bisher ausschließlich mit Wohnhäusern bebaut worden sei. Um die Bebauung der verbliebenen Parzellen mit Wohnhäusern ermöglichen zu können, sei es nach Auskunft des Landratsamts erforderlich, das Mischgebiet auf das nördlich angrenzende Grundstück (bisher Gewerbegebiet) zu erweitern. Dort müsse dann zumindest „nicht störendes Gewerbe“ angesiedelt werden, damit der Charakter eines Mischgebiets auch tatsächlich gewährleistet werde. Dort findet laut Bürgermeister also eine Abstufung von einem Gewerbe- auf ein Mischgebiet statt. Für den Umfang des ausgewiesenen Bereichs leitete der Stadtrat ein Bebauungsplanverfahren in die Wege.

Nach der Behandlung der eingegangenen Stellungnahmen konnten die Zuhörer ihre Bedenken vorbringen. Sie sprachen vor allem die Zufahrt zu dem betreffenden Gebiet und die Parkplatzsituation an. Aber auch eine mögliche Lärmbelastung schlossen die Anwohner nicht aus. Es wurde darauf hingewiesen, dass im weiteren Anhörungsverfahren die Anwohner ihre Einwendungen vorbringen können.

Der 1. FC Schlicht plant die Errichtung eines zweiten Sportplatzes in unmittelbarer Nähe der bisherigen Sportanlage entlang der Staatsstraße 2120. Für die Umnutzung der vorhandenen Flächen ist ein Bauleitplanverfahren notwendig, so dass ein Bebauungsplan aufzustellen und der Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern ist. Der Stadtrat hatte hierfür die notwendigen Beschlüsse zu fassen. Der Verein hat die Pläne bereits in einer öffentlichen Versammlung den Mitgliedern vorgestellt, die damit einverstanden waren. Nun leitet die Stadt Vilseck die weiteren Verfahrensschritte ein, der Stadtrat gab hierfür grünes Licht.

Bei der Sitzung stand die Einziehung der Ortsstraße Nr. 33 „Bahnhofsvorplatz und Weg zur Güterhalle“ auf der Tagesordnung. Der Punkt war bereits einmal zurückgestellt worden, da zuerst die Frage geklärt werden musste, wo es für den Schienenersatzverkehr dann noch Wendemöglichkeiten für Busse gibt. Bürgermeister Hans-Martin Schertl schlug eine entsprechende Beschilderung in der Dr.-Reichenberger- und der Anton-Mann-Straße vor. An der Ecke Anton-Mann-Straße müsste dann ein absolutes Halteverbot gelten. So konnte die Einziehung der Straße beschlossen werden.

Positive Ergebnisse konnte Diplom-Kaufmann Andreas Eckl vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband, der für die Stadt den Jahresabschluss für Gewebe betrieblicher Art (Wasser- und Wärmeversorgung, Stromerzeugung) der Stadt Vilseck für 2019 prüft, vermelden. Mit einem Gewinn von 182 327 Euro stellt sich die Ertragslage 2019 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert dar.

Zum Schluss wurde ein Antrag der CSU-Stadtratsfraktion behandelt. Darin wurde angeregt, mehr Bürgernähe zu zeigen und eine zusätzliche Bürgerversammlung in einem weiteren Ortsteil abzuhalten. Dabei sollten auch speziell auf den jeweiligen Ortsteil eingegangen werden. Die Stadträte stimmten dem geschlossen zu. Weiter wurde vorgeschlagen, die Bürger mehr in den Dialog einzubeziehen. Stadtrat Wilhelm Ertl (Einheitsblock Freie Wählerschaft) regte an, auch eine separate Jugendversammlung abzuhalten, um die jüngere Generation „mit ins Boot zu holen“.

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