25.02.2021 - 00:35 Uhr
Oberpfalz

Zu viel Grübelei tut nicht gut

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Unser ganzes Leben verbringen wir damit, über unterschiedlichste Dinge nachzudenken. Dabei ist es nicht immer hilfreich, sich zu viele Gedanken zu machen, so die OWZ-Glücksexpertin. Denn auch beim Denken können so einige Fehler passieren.

Auch beim Denken können wir Fehler machen.
von Evi WagnerProfil

"Ich denke, also bin ich", sagte der französische Philosoph René Descartes einmal so schön. Tatsächlich verbringen wir Menschen Stunden, Tage, eigentlich unser ganzes Leben damit, über die unterschiedlichsten Dinge nachzudenken. Und wir sind überzeugt davon, dass es nicht verkehrt sein kann, sich gründlich Gedanken zu machen. "Denk nochmal in Ruhe darüber nach", raten wir unseren Freunden also nur zu gerne, wenn diese vor einer wichtigen Entscheidung stehen. Dabei vergessen wir jedoch, dass uns zu viel Grübeln oft gar nicht gut tut - und dass wir auch beim Denken viele Fehler machen können.

Im schlimmsten Fall kann das sogar zu einer Verzerrung der Wirklichkeit führen. Stellen Sie sich vor, Sie hören einen Hund bellen. Sie könnten einfach weitergehen - und nichts passiert. Wenn Sie jedoch denken "Wenn der Hund bellt, bedeutet das bestimmt, dass er aggressiv ist und mich gleich anfallen wird", führt das dazu, dass Sie in Panik verfallen und überzeugt sind, sofort handeln zu müssen, um sich zu schützen. Wahrscheinlich verstehen Sie jetzt, warum es nicht immer Sinn macht, bestimmte Gedanken weiterzuspinnen.

Keiner ist ein Wahrsager

Einer der größten Denkfehler ist es, dass wir tatsächlich glauben, zu wissen, was passieren wird. Doch keiner von uns ist Wahrsager. Und wenn wir mal beim Hund bleiben: Wenn dieser nun auf Sie zuläuft, bedeutet das noch lange nicht, dass er Sie beißen wird. Auch wenn Sie noch so überzeugt davon sind. Wahrscheinlich hofft er nur, dass Sie ein Stöckchen für ihn werfen, das er holen darf. Aber wirklich wissen kann das nur der Besitzer, denn er kennt seinen Hund.

Gerne sehen wir uns auch als Mittelpunkt des Universums - und beziehen alles auf uns selbst. Vielleicht werden Sie gleich merken, dass der Hund gar nicht auf Sie zuläuft, sondern auf einen anderen Hund, der hinter Ihnen steht. Und überhaupt sollten Sie auch nicht denken, dass alle Hunde aggressiv sind, nur weil Sie in den Medien mehr von bissigen als von schwanzwedelnden Hunden gelesen haben. Die harmlosen Hunde waren nur einfach keine Nachricht wert.

Grübeln Sie also weniger, nutzen Sie dafür mehr Ihre fünf Sinne. Realität ist alles, was Sie sehen, hören, anfassen, schmecken oder riechen. Konzentrieren Sie sich auf Denkaufgaben, die Sie wirklich lösen können - und vergessen Sie einfach den Rest.

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