12.11.2021 - 11:04 Uhr
TrabitzOberpfalz

Gemeinde Trabitz sichert Ortskernsanierung bis 2035

Die Sanierung des Ortskerns in Trabitz soll weitergehen, darin war sich der Gemeinderat einig und verlängerte die Sanierungssatzung bis zum Jahr 2035. Auch der Abriss des Kindergartens soll schon bald beginnen.

Das wieder beim Heindlhof aufgestellte Wegkreuz wendet sich nicht der Hauptstraße,, sondern dem Meierhof-Hauptgebäude zu, und so soll es auch bleiben: Ursprünglich hatte Peter Heindl es als Segensbitte für das Haus gestiftet, und daran soll die Positionierung auch künftig erinnern.
von Bernhard PiegsaProfil

Die für 17. November angekündigte allgemeine Bürgerversammlung in Preißach ist abgesagt: Angesichts der in Richtung „2G“ verschärften Zugangs- und Kontrollvorschriften für derartige Zusammenkünfte hat die Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk den Termin vorerst auf Frühjahr 2022 verschoben. Diese kurzfristige Entscheidung gab sie in der Novembersitzung des Gemeinderats bekannt.

"Investitionspakt Sportstätten"

In die Bedarfsmitteilung 2022 für Städtebaufördermittel neu aufgenommen wurden die für den „Investitionspakt Sportstätten“ vorgemerkten Sanierungsarbeiten an Sportheim und Hartplatz sowie die Kosten für das Gesamtgestaltungskonzept „Ortsmitte Trabitz“, dessen Erstellung an das Büro RSP (Stiefler) vergeben wurde.

Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass sich die Gemeinde mit diesen Bedarfsmitteilungen nicht zu einer Umsetzung der darin gelisteten Projekte in einem bestimmten Jahr verpflichte: „Die Mitteilungen dienen als Informationen an die Regierung der Oberpfalz über beabsichtigte Vorhaben. Die Gemeinde kann diese Projekte aber verwirklichen und die dafür nötigen Fördermittel abrufen, wenn es die Haushaltslage und andere Planungsfaktoren erlauben.“

Sanierungssatzung bis 2035 verlängert

Um den Fortgang der Ortskernneugestaltung im Ort Trabitz und die Gewährung erforderlicher Fördermittel sicherzustellen, verlängerte der Gemeinderat außerdem die Sanierungssatzung aus dem Jahre 2013 bis Ende 2035. „Es gibt noch einiges zu tun – man braucht sich nur umzusehen“, bemerkte Bürgermeisterin Pepiuk.

Zur Belegung der neuen Kindertagesstätte informierte sie, dass Anmeldungen für die Kinderkrippe derzeit auf die Warteliste gesetzt werden müssten. Auch in den Kindergartengruppen für Mädchen und Buben ab drei Jahre seien zurzeit nur noch zwei Plätze frei. Der Abriss des alten Kindergartens solle am 13. Dezember beginnen.

Hunde und Natur

Auf Anfrage von Barbara Heser (Freie Wähler Trabitz), die sich über einen in einem Ortsteil immer wieder frei herumlaufenden großen Hund beschwerte, stellten Carmen Pepiuk und Verwaltungsleiter Christian Moller klar, dass die gemeindliche Hundehaltungsverordnung in allen Ortsteilen der Gemeinde gelte. Die Bürgermeisterin sagte zu, die Halter jenes Hundes auf die einschlägigen Vorschriften hinzuweisen. Ein behutsameres, pflanzen- und insektenfreundlicheres Vorgehen beim Mulchen von Wegen und Wegrandstreifen wünschte sich Konrad Dippel (Freie Wähler Trabitz).

Hierauf entgegnete Bürgermeisterin Pepiuk, dass sie sich von der neuen Leiterin des Verwaltungsgemeinschafts-Bauamts Sabrina Schaffner, die bisher in der „Biodiversitätsgemeinde“ Tännesberg tätig gewesen sei, Anregungen für eine verstärkt an Biodiversitätserfordernissen orientierte Wege- und Flurenpflege erhoffe. Schließlich teilte sie mit, dass die Gemeindeverwaltung beim Zweckverband für Gewässer dritter Ordnung den von Pichlberg über Grub nach Bärnwinkel verlaufenden Pichlberger Bach zur Reinigung im kommenden Jahr angemeldet habe.

Kläranlage lahmgelegt

Infolge der Einleitung schädlicher Abwässer sei die Kläranlage vor zwei Wochen für fünf Tage nahezu lahmgelegt gewesen, informierte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Gemeinderatssitzung. Gegenwärtig betreibe das Landesamt für Umwelt Ursachenforschung, und angesichts der durch diesen Zwischenfall verursachten beträchtlichen Kosten sei die Gemeinde daran interessiert, den Verursacher zu ermitteln.

Heindlhofkreuz "blickt" weiterhin zum Haus

Eine von einigen Bürgern gewünschte Neupositionierung des vor dem Jugendhaus Meierhof wiederaufgestellten Marterls wird es nach Auskunft Pepiuks nicht geben. Abgesehen von dem beachtlichen Aufwand für ein Versetzen und Umdrehen des Wegkreuzes sei dessen jetzige Ausrichtung hin zum Haus wohl im Sinne des ursprünglichen Stifters Peter Heindl: „Er hatte es einst vor dem Heindlhof aufgestellt als Zeichen des Dankes, dass große Teile des Hauses nach einem schweren Blitzeinschlag vor Feuer bewahrt worden waren und er selbst nicht zu Schaden gekommen war. Der Heiland am Kreuz sollte gleichsam seinen segnenden und schützenden Blick auf das Haus richten.“

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„Es gibt noch einiges zu tun – man braucht sich nur umzusehen."

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