17.02.2021 - 15:32 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

"Tursiana" zieht Schlussstrich unter trauriges Kapitel

Der Fasching ist vorbei. Doch wirklich nachtrauern will die „Tursiana“ dieser Corona-Session nicht. Bei der Schlüsselrückgabe wird voller Hoffnung der Blick nach vorne gerichtet.

Die Vertreter der Faschingsgesellschaft "Tursiana" hofften bei der Rückgabe des Stadtsäckels auf eine turbulentere neue Session - und Bürgermeister Franz Stahl, dass in dem Säckel wohl noch einiges Kleingeld enthalten sei. Im Bild (von links): Bürgermeister Stahl, "Tursiana"-Vorsitzender Klaus Behnke sowie das Prinzenpaar Sarah I. und Ralph I. bei der coronagerechten Übergabe.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Beim offiziellen Termin am Aschermittwoch im Rathaus werden eher ruhigere Töne angeschlagen. Zwar war die Rückgabe von Stadtsäckel und Schlüssel für die Truppe der Faschingsgesellschaft "Tursiana" stets eine "traurige" Angelegenheit, mehr Stimmung als in diesem Jahr war aber dennoch angesagt. Auf Corona-Abstand durfte Bürgermeister Franz Stahl für den Einsatz für den Fasching danken. Und auf Abstand durfte Stahl auch einen noch durchaus gut gefüllten Stadtsäckel entgegennehmen.

Unverändert mit sehr persönlicher Nähe dankte das Stadtoberhaupt ganz herzlich dem Prinzenpaar Sarah I. und Ralph I. sowie dem ganzen Team der "Tursiana" für das gezeigte Engagement. Schließlich gehe es mit den Bemühungen für den Fasching auch um die Bewahrung eines Kulturgutes, stellte Stahl bei dem Termin im Rathaus heraus.

"Es ist, wie es ist"

Den traurigen Moment am Aschermittwoch nahm Stahl als kennzeichnend für die zurückliegende Faschingssaison, die insgesamt wohl als sehr traurige Angelegenheit in die Geschichte eingehen werde. Immerhin könnte das Prinzenpaar einmal im Rückblick vermerken, bei dieser Episode in der Karnevals-Historie dabei gewesen zu sein. "Aber es ist, wie es ist", wollte Stahl einen Schlussstrich unter dieses Kapitel ziehen. Der "Tursiana" dankte der Bürgermeister für die Aktivitäten, die im Rahmen der Einschränkungen durchgeführt wurden. "Ihr habt das sehr gut gemacht", versicherte Stahl und verwies dabei auch auf Eindrücke aus der Bevölkerung. Als Stadtoberhaupt freute sich Stahl, das Stadtsäckel zurück zu bekommen, zumal das Geld für die anstehenden Aufgaben dringend benötigt würde.

Und der Bürgermeister blickte mit Zuversicht auf die nächste Faschingszeit, in der es dann möglich sein sollte, wieder feiern zu können, zu schunkeln und die Auftritte der "Tursiana" zu erleben. Dem Prinzenpaar sprach Stahl einen besonderen Dank aus und bescheinigte, dass es auch in seiner zweiten Amtszeit ein guter Botschafter der Stadt gewesen sei. Mit Blumen und Wein dankte der Bürgermeister "von ganzem Herzen" seinen Gästen und richtete Grüße an die gesamte "Tursiana"-Truppe aus.

Klaus Behnke als Vorsitzender der Faschingsgesellschaft erinnerte an die zurückliegenden Aktivitäten, die überwiegend virtuell erfolgt seien. Ein besonderer Höhepunkt sei dabei die Mitwirkung von drei "Tursiana"-Tänzerinnen in der Frankengarde gewesen. Hier waren die Faschingsgesellschaften aufgerufen, Videos von den Tänzen einzusenden, 700 in ganz Deutschland folgten diesem Appell. Und am Dienstagnachmittag seien dann auch die Videos der "Tursiana"-Tänzerinnen ausgestrahlt worden.

Als positive Aktion vermeldete Behnke die Verteilung der "Faschingstaschen" an die Kinder am vergangenen Samstag. Damit sei ein bisschen Fasching zu Hause möglich gewesen. "Mehr ist halt nicht gegangen", blickte Behnke auf das eingeschränkte Programm zurück. Der Stadt dankte der "Tursiana"-Vorsitzende für die Unterstützung, die Franz Stahl auch für die kommenden Jahre versicherte.

Die Faschingsgesellschaft Tursiana in Tirschenreuth verteilte diesmal ihre Sessionsorden per „Drive-In“.

Tirschenreuth

"Ganz heiß" auf nächsten Fasching

Besonders freute Behnke, dass die gesamte "Tursiana"-Mannschaft weiter dabei bleiben würde. Und gerade die Kinder seien "ganz heiß" auf den nächsten Fasching. Immerhin konnte Behnke dem Abschied am Mittwoch ein Gutes abgewinnen. In normalen Zeiten wäre die "Tursiana"-Truppe nach dem Treiben am Faschingsdienstag mit recht schweren Köpfen vor dem Bürgermeister gestanden. Das war an diesem Aschermittwoch halt dann nicht der Fall.

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