03.11.2020 - 14:21 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Stadtrat Tirschenreuth tagt weiterhin in großer Runde

Der Stadtrat hat im Kettelerhaus ausreichend Platz. An dem Tagungsort werden auch die neuesten Corona-Auflagen nichts ändern.

Noch ein Stück teurer wird die Sanierung der Arkaden an der Bahnhofstraße. Im nichtöffentlichen Teil hatte der Stadtrat im September Nachtragsangebote für insgesamt rund 97.000 Euro beschlossen. Bislang war bei der Kaltsanierung von eine Summe von rund 650.000 Euro ausgegangen worden. Eine Nutzung der Arkaden ist nicht beabsichtigt.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Die seit diesem Monat gültigen Einschränkungen werden nicht dazu führen, dass der "Ferienausschuss" ein weiteres Mal einberufen wird. Stadtrat Manfred Zandt (Freie Wähler) fragte bei der Sitzung vergangene Woche nach, ob dieses auf acht Personen reduzierte Gremium erneut zum Einsatz käme. Auf den ersten "Lockdown" hatte die Stadt mit dem "Ferienausschuss" reagiert, der anfangs noch im großen Rathaussaal zusammenkommen konnte.

Für den Kletterturm hofft die Stadt auf eine Förderung aus dem „Corona-Konjunkturpaket“

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Im Kettelerhaus könnten die Abstände eingehalten werden, verdeutlichte Bürgermeister Franz Stahl. Deshalb wolle man auch im aktuellen "Teil-Lockdown" daran festhalten. Markus Bergauer, Leiter der Hauptverwaltung, erläuterte, dass die Gemeindeordnung für einen "Ferienausschuss" nur maximal sechs Wochen im Jahr vorsehen würde. Und diese Zeitspanne sei nahezu aufgebraucht.

Ursprünglich wollte sich der Stadtrat bei seinem Treffen am vergangenen Donnerstag auch mit den Baumaßnahmen im alten Rathaus beschäftigen. Dabei hätte der Architekt die geplanten Maßnahmen im ersten und zweiten Obergeschoss des Rathauses vorstellen sollen. "Doch es gibt noch einige Punkte zu klären", stellte Bürgermeister Franz Stahl heraus. Deshalb sei dieser Punkt verschoben worden.

Aufträge für Kletterturm

Damit wies die Sitzung gerade mal zwei weitere Punkte auf. Bei der Bekanntgabe der nichtöffentlichen Beschlüsse berichtete Stahl von Auftragsvergaben für das DAV-Kletterzentrum. Der Auftrag für die Elektroplanung wurde an das Ingenieurbüro Zeitler aus Niedermurach vergeben, der Auftrag für die Planung der Heizung-, Lüftungs- und Sanitäranlage an das Planungsbüro Grünwald & Ach aus Windischeschenbach.

Arkaden werden teurer

Mit höheren Ausgaben muss die Stadt auch bei der Sanierung der Arkaden an der Bahnhofstraße rechnen. Für die Baumeisterarbeiten hat die Firma Reim+Kraus Bau GmbH ein Nachtragsangebot erstellt. Rund 82 800 Euro fallen für den Mehraufwand bei den Baumeisterarbeiten für den Bereich der Arkaden an. Das Angebot sei über eine Nachtragsvereinbarung zum Hauptauftrag zu beauftragen, gab Stahl den Beschluss wieder. Die Kosten für diese Mehrung seien im Haushalt 2021 mit vorzusehen. Die höheren Kosten sind bedingt durch den Teileinbruch eines Bogens.

Im Juni fiel der Startschuss für die Sanierung der Arkaden

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Ein Mehraufwand in Höhe von rund 14 500 Euro fällt auch bei den Zimmererarbeiten für die Arkaden an. Auch dieses Angebot der Zimmerei Ludwig Kraus wurde angenommen und soll ebenfalls im nächsten Haushalt mit vorgesehen werden.

Aufträge hatte der Stadtrat in der September-Sitzung weiter für Maßnahmen bei der Wasserversorgung und Abwasserversorgung vergeben. Für die Sanierung der Quellsammelleitung vom Quellgebiet Ahornberg zur Aufbereitung Matzersreuth wurde die Firma Luding aus Regnitzlosau zur Angebotssumme von rund 390 000 Euro beauftragt. Einen Ingenieurvertrag hat die Stadt für die Sanierung der Wasserleitung sowie der Regenwasserkanäle bei der Ortsdurchfahrt Gründlbach vorgenommen. Den Auftrag erhielt die Firma Zwick aus Weiden zum Angebotsgesamtpreis von rund 30 000 Euro.

Studie für Freibad

Bei der Bekanntgabe der nichtöffentlichen Beschlüsse nannte Stahl weiter die Auftragsvergabe für eine Machbarkeitsstudie für das Freibad Tirschenreuth. Im Zuge dieser Studie sollte auch die Möglichkeit eines gemeinsamen Standortes von Freibad und Hallenbad untersucht werden. Der Stadtrat hatte im September beschlossen, die Studie zu einem Angebotspreis von 56 300 Euro netto durch die Firma Kannewischer erstellen zu lassen. Dem Landkreis werde hiervon der Anteil von 14 000 Euro netto in Rechnung gestellt.

Eltern müssen mehr zahlen

Schließlich nannte Stahl noch den Beschluss für die Preisanpassung für die Mittagsverpflegung im Städtischen Kinderhaus Kunterbunt. So sei eine Anhebung der Elternbeiträge um 20 Prozent vorgenommen worden. Ab 1.Januar 2021 werden somit für die Kindergartenkinder 3 Euro und für die Krippenkinder 1,80 Euro je Menü berechnet.

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