03.10.2021 - 11:51 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Stadt Tirschenreuth genehmigt Bauparzellen und Wohneinheiten

Der Bedarf nach Wohnraum in der Kreisstadt ist vorhanden. Erfreulich ist, dass mit den aktuellen Genehmigungen die Innenstadt verdichtet wird, findet Bürgermeister Franz Stahl.

Auf dem Gelände hinterhalb des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Knopffabrik Meyer entstehen zwei Bauparzellen.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Der Bedarf nach Wohnraum in der Kreisstadt ist vorhanden. Erfreulich ist, dass mit den aktuellen Genehmigungen die Innenstadt verdichtet wird, findet Bürgermeister Franz Stahl.

Die Firma Probau-Massivhaus GmbH möchte auf einem Grundstück im Stadtteil St. Peter Mehrfamilienhäuser mit Garagen errichten. Geplant sind drei größere Wohneinheiten mit je acht Wohnungen, erläuterte Stadtbaumeister Andreas Ockl in der vergangenen Stadtratssitzung. Das Vorhaben sei aber nicht mit dem Bebauungsplan „Wohnanlage St. Peter“ aus dem Jahre 1976 konform. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt, könne dieser allerdings geändert werden. „Der Bedarf nach Wohnraum ist in jedem Fall da“, merkte Ockl an. Auch der Stadtrat sprach sich für die Verdichtung der Innenstadt aus, statt neue Baugebiete auszuweisen. Das Gremium stimmte der Änderung des Bebauungsplans zu.

Vier Bauparzellen im Stadtteil "Rote Erde"

Ähnlich sieht es im Stadtteil „Rote Erde“ aus. Zwischen Stiftlandring und Lindenweg plant die Stadt die Überarbeitung des Bebauungsplans. Angedacht ist laut Stadtbaumeister, vier Parzellen und die Erschließungsstraße zu überplanen. Ein Grundstücksbesitzer hat vor, den großzügigen Garten, der seit Jahren nicht mehr genutzt wird, in vier Bauparzellen zu unterteilen. Auf einem Teil möchte der Eigentümer selbst bauen, eine zweite Parzelle bleibt in der Familie, erläuterte Bürgermeister Franz Stahl. Die restlichen zwei Parzellen will der Eigentümer zum Verkauf anbieten. Die vier Bauparzellen werden neu strukturiert hinsichtlich der Hausposition, Dacheindeckung und Dachform, ergänzte Ockl. Auch die Straße soll in diesem Bereich neu mit Bäumen optisch aufgewertet werden.

Weiterhin sollen entlang der rechten Straßenseite Längsparkplätze und ein Gehweg angeordnet werden. Die verbleibende Restfläche zwischen Gehweg und den Baugrundstücken wird als öffentliche Grünfläche gestaltet. Grund für die Änderung sei, dass die Festsetzungen nicht mehr den heutigen Vorstellungen eines praktikablen Bebauungsplans entsprechen, so der Stadtbaumeister. Der Stadtrat stimmte auch hier zu.

Ebenso stimmte das Gremium der Bauvoranfrage zu, die das Gelände beim Verwaltungsgebäude der ehemaligen Knopffabrik Meyer neben der Agentur für Arbeit Tirschenreuth betrifft. Auf der Fläche zur Franz-Heldmann-Straße hin sollen zwei Bauparzellen für Einfamilienhäuser entstehen. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt, könne die Bauvoranfrage genehmigt werden.

Drei neue städtische Mitarbeiter

In der vergangenen Stadtratssitzung setzte Bürgermeister Franz Stahl das Gremium in Kenntnis, dass seit Anfang September drei neue Mitarbeiterinnen ihren Dienst bei der Stadt Tirschenreuth aufgenommen haben. Vanessa Döllinger unterstützt als Kinderpflegerin das Team des Kinderhaus Kunterbunt. Maria-Luisa Stock ist die neue Schulbusaufsicht der Grundschule. Eine wichtige Neueinstellung sei laut Bürgermeister der Posten von Eva Kastl. Sie unterstützt die Stadtkämmerei. Wie Stahl informierte, gehe Kämmerer August Trißl im ersten Halbjahr 2023 in Ruhestand. Sein Nachfolger wird Harald Eckstein sein, der aktuell stellvertretender Kämmerer ist. Als seine Stellvertreterin wird aktuell Eva Kastl eingearbeitet. "Wir haben sie dringend erwartet", begrüßte Stahl die junge Frau.

Kneipp-Becken nicht im Fischhofpark

Beim Punkt Anfragen meldete sich CSU-Stadtrat und Seniorenbeauftragter Konrad Zant. Er wurde angesprochen, ob es nicht möglich sei, ein Wassertretbecken, also ein Kneipp-Becken im Fischhofpark zu installieren. Davon war Bürgermeister Franz Stahl gar nicht begeistert. "Wir sollten den Park nicht überfrachten und die gut geplante Struktur der Anlage so beibehalten." Stahl verwies aber darauf, dass ein Kneipp-Becken an anderer Stelle errichtet werden könne. Mitte September habe man sich mit dem Planungsbüro NRT getroffen, um die Planungen für das Gebiet "Ententeich", den künftigen "Waldnaabpark" voranzutreiben. Dieser soll im Zuge des Projekts "Zukunft Stadtgrün" als dritte Bauphase entstehen. Beim Treffen mit NRT wurde ein Kneipp-Becken angesprochen, es soll in die Planung für den "Waldnaabpark" integriert werden, so Stahl.

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