11.12.2019 - 13:43 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Im Rhythmus des Advents mitschwingen

Handgemachte Adventsmusik in der Erlöserkirche erfreut die zahlreichen Besucher. Dabei werden Klassiker gesungen und gespielt.

Kurt Weiß (links) und Simeon Franz spielten die Weihnachtsklassiker.
von Ulla Britta BaumerProfil

Trocken und warm war es am Sonntagnachmittag in der Erlöserkirche Tirschenreuth, wohin die Evangelische Gemeinde zum Adventskonzert eingeladen hatte. Während draußen der Regen herunterprasselte, konnten sich die Zuhörer der "Adventsmusik" wie in einem Kokon geschützt, im Kirchenschiff den schönen Weihnachtsweisen widmen.

Stilvoll zurückgenommen, ohne Effekthascherei und ganz klassisch stimmten der Kirchenchor, der Posaunenchor, die Jungschar, die Gruppe Changes, Elias und Joel Münch, Marlene Züllich sowie Simeon Franz und Kurt Weiß das Publikum am Zweiten Advent in die noch kommende staade Zeit ein. Pfarrerin Stefanie Schön begrüßte die Gäste und dankte den vielen Musikern für ihre Beiträge.

Erinnerungen an Kindheit

Nach dem Auftakt durch den Posaunenchor mit der Advents-Intrade "Macht hoch die Tür" sang der Kirchenchor im Lied "Wir freuen uns auf den Advent" von der Ankunft des Christkindes und der damit geweckten Freude, Hoffnung und Zuversicht. Mit den Weihnachtsklassikern "Leise rieselt der Schnee", "Kling Glöckchen" und "Süßer die Glocken nicht klingen" holten Kurt Weiß und Simeon Franz am Akkordeon für die Zuhörer Erinnerungen an Weihnachten aus der Kindheit zurück. Sehr leise wurde es im Kirchenschiff und die Zuhörer konnten sich eine Weile im Rhythmus dieser einfachen, aber umso schöneren Lieder davontragen lassen.

Jedem musste gleich danach das Herz aufgehen, als die Jungschar von der Weihnachtsfreude sang. "Die Weihnachtsfreude pustet keiner aus, die Weihnachtsfreude hängt nicht am Baum Zuhaus', erzählten die sechs Buben und Mädchen singend davon, dass Jesus das ganze Jahr über hier sei. Die Gruppe "Changes" hat den Rockklassiker "Lady in Black" von Uriah Heeps ins Deutsche übersetzt, um mit Percussion, Gitarre und Gesang von der Hoffnung zu singen, die Jesus mit in die Welt bringen wird. Zum stillen Nachdenken und Meditieren ließ Elias Münch auf der Orgel das Praeludium von Johann Casper Ferdinand Fischer erklingen. Ihm folgte ein weiteres Mal der Kirchenchor mit einem Beitrag aus der Kantate "Gelobt sei, der da kommt". Nach dieser melancholisch-adventlichen Konzert-Halbzeit zeigte die Jungschar, dass Advent auch jugendlich beschwingt geht. Mit "Der Friede in mir" und "Gloria" bewiesen sich die Nachwuchssänger diesmal unplugged, ganz ohne Gitarrenbegleitung.

Einfühlsames Konzert

Bevor Pfarrerin Schön die Kirchengemeinde an ihren Gedanken zum Advent teilhaben ließ, begleitete der Posaunenchor die Gäste noch zum gemeinsamen Lied "Wie soll ich dich empfangen. Das schönste Weihnachtslied der Welt "Stille Nacht, heilige Nacht" sang wenig später Marlene Züllich. Noch einmal ließen "Changes" und der Posaunenchor von sich hören, während diesmal Joel Münch an der Orgel das Präludium und Fuge von Vincent Lübeck darbot.

Nach dem Schlusswort der Pfarrerin endete das einfühlsame Adventkonzert, das ganz ohne Schnickschnack Weihnachten zu den Kirchenbesuchern brachte.

Die Jungschar sang von der Weihnachtsfreude.
Der Posaunenchor spielte Adventlieder und begleitete das Publikum, denn es wurde auch gemeinsam gesungen.
Pfarrerin Dr. Stefanie Schön.
Der Kirchenchor hat viele Adventslieder und anderes vorgetragen.
Die Gruppe "Changes" nutzte die schöne Melodie von "Lady in Black", um mit einem deutschen Text die Hoffnung an Jesus und sein Wirken anklingen zu lassen.
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