04.09.2020 - 12:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Mit dem Rad in fünf Tagen von Waldsassen an die Ostsee

Alexander Bauer, Stefan Bauer sowie Michael Wedlich von der DAV Sektion Karlsbad radelten 683 Kilometer und fast 4000 Höhenmeter in fünf Tagen. Mit den Mountainbikes ging es von Waldsassen an die Ostsee.

Ein Höhepunkt auf der 683 Kilometer langen Radtour von Waldsassen auf die Insel Rügen war für Michael Wedlich, Stefan Bauer und Alexander Bauer (von links) ein Zwischenstop vor dem Bundestag in Berlin am dritten Tag.
von Externer BeitragProfil

Innerhalb von fünf Tagen meisterten Alexander Bauer, Stefan Bauer und Michael Wedlich aus Waldsassen insgesamt 683 Kilometer auf ihren Mountainbikes. Ziel der Drei war das Ostseebad Binz auf der Insel Rügen. Als Erster startete Michael Wedlich bei Sonnenaufgang um 5.45 Uhr von Waldsassen in Richtung Konnersreuth, wo die gemeinsame Tour mit den anderen beiden Mitgliedern der DAV-Sektion Karlsbad begann. Bepackt waren sie jeweils mit einem 13 Kilogramm schweren Rucksack. Über Schirnding in Richtung Hranice (CZ) überquerten die Oberpfälzer bei As den höchsten Punkt der Tour und erreichten die Grenze zu Sachsen. Am frühen Vormittag durchfuhren die Radfahrer Oelsnitz und Plauen. Allerdings stiegen die Temperaturen bis Mittag auf 41 Grad in der Sonne an. Die erste Etappe beendete das Trio in Gera mit 139 Kilometer und 1879 Höhenmeter bei einer Fahrzeit von knapp 7,5 Stunden ab.

Wegen der Hitzewelle vom Vortag verzichteten Alexander, Stefan und Michael am nächsten Tag auf das Frühstück und setzten ihre Reise am frühen Morgen in Richtung Ostdeutschland fort. Ziel war die Lutherstadt Wittenberg in Sachsen Anhalt. Vorbei am Zwenkauer und Cospudener See erreichten sie innerhalb von 3,5 Stunden Fahrzeit Leipzig. Beim Bergwitzsee legten die Sportler wegen dem frühen Start und einem schnellen Tempo eine Badepause ein, um die Muskeln im kalten Wasser aufzulockern. Mit einer Leistung von 172 Kilometern meisteren sie auch die zweite Etappe.

Starkregen und Platten

Schlecht ausgeschlafen - wegen Dauerregen und starken Gewittern in der Nacht - traten die Mountainbiker die dritte Etappe an. Kurz nach dem Start in der Nähe von Beelitz setzte Starkregen ein, mit Regenjacken- und hosen radelten Alexander, Stefan und Michael weiter. Vom Seddiner See führte die Strecke weiter über Potsdam, den Großen Wannsee mitten durch Berlin ins Zentrum. Das Wetter wurde besser, die Hauptstadt durchquerten die Stiftländer auf stark befahrenen Straßen mit Stops beim Brandenburger Tor und dem Bundestagsgebäude. Ein Platten an einem Hinterreifen sorgte für einen Zwangs-Zwischenstop. Rechtzeitig vor dem nächsten Regenguss erreichte das Trio das Etappenziel Oranienburg nach 132 Kilometern.

Die vierte Etappe führte die Drei vom Löwenberger Land über Gransee zum Stolpsee. Trotz eines kleinen Sturzes aufgrund des zeitweise sandigen Untergrunds schafften sie das Tagespensum von 132 Kilometern. Es ging über die Mecklenburgische Seenplatte und Neubrandenburg zum Etappenziel Altentreptow in Mecklenburg-Vorpommern.

Temporeich ins Ziel

Das große Endziel Ostsee meisterten die Drei mit der fünften Etappe. Ab Jarmen musste allerdings kurzfristig auf eine Offroad-Mountainbike-Route umgestiegen werden, weil die Bundesstraße überfüllt vom Tourismus-Verkehr war. Von Greifswald ging es über viele Kopfsteinpflaster und sandiges Schotterterrain nach Stahlbrode, was den Radfahrern viel Kraft kostete. Dort setzten die Sportler mit der Fähre nach Rügen über. Angekommen auf der Insel war die Motivation für die finalen 34 Kilometer bis zum Hotel in Binz groß. Mit einer temporeichen Leistung innerhalb erreichten Alexander, Stefan und Michael nach 108 Kilometer in 5,5 Stunden ihr Ziel. Wohlverdient macht das Trio zwei Tage Urlaub im Ostseebad.

Ein sehr nervenaufreibendes Erlebnis war dann die Heimreise. Von Binz bis Rostock standen nochmals 131 Kilometer mit dem Mountainbike auf dem Plan. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27 Km/h überquerten sie die Insel Rügen innerhalb von 1,45 Stunden. Der bereits im Februar gebuchte Zug inklusive Stellplätzen für die Fahrräder wurde ersatzlos gestrichen. Weil dann keine ICE-Plätze mehr frei waren, mussten die Oberpfälzer die Heimreise von Rostock mit dem Regionalzug und mehreren Umstiegen antreten.

Bereits 2019 radelte das Trio 540 Kilometer zur Karlsbader Hütte in den Dolomiten

Tirschenreuth

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