04.02.2021 - 13:32 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Ein paar Grundstücke in Tirschenreuth und Rosall

Bauen in der Kreisstadt bleibt attraktiv. Und das liegt nicht nur am Familienförderprogramm.

Eine Anregung zur Mähringer Straße hatte Mario Franz (Freie Wähler). Für mehr Sicherheit könnte eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30 im gesamten Bereich der Mähringer Straße sorgen. „Das können wir jederzeit mal wieder beantragen“, versprach Bürgermeister Franz Stahl. Allerdings sei das Straßenbauamt nicht begeistert.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Das Angebot an Grundstücken in Tirschenreuth ist derzeit eher übersichtlich. Zwar gibt es Flächen, doch die sind meist nicht zu erwerben. Einige Parzellen kommen jetzt durch neue Bebauungspläne hinzu.

Grundstücke an Kornbühlstraße

Durch eine Änderung des Bebauungsplanes "Südlich der Kornbühlstraße" werden drei neue Bauparzellen entstehen. Der Stadtrat konnte die Änderung als Satzung beschließen. Mit den neuen Flächen soll Platz für Einfamilienhäuser geschaffen werden. Bürgermeister Franz Stahl freute sich, dass die Aufstellung des Bebauungsplanes möglich ist. Schließlich verdeutliche dies auch die rege Bautätigkeit in der Kreisstadt.

Der Bürgermeister stellte bei der Sitzung heraus, dass die Stadt intensiv an dem Thema Bebauung arbeiten würde. So suche man auch nach Verdichtungen innerorts sowie im ländlichen Bereich. "Wir sind hier seit Jahren am Ball", beteuerte der Bürgermeister. Schließlich wolle man Interessenten, die sich im Ort niederlassen möchten, auch die besten Voraussetzungen bieten. Zwei Hinweise, die im Laufe der Auslegung bei der Stadt eingingen, seien eingearbeitet werden, berichtete Stahl. Einstimmig wurde vom Gremium die Änderung des Bebauungsplanes "Südlich der Kornbühlstraße" als Satzung beschlossen.

Dorfentwicklung in Rosall

Eine "geordnete Bebauung eines historischen Dorfes" soll jetzt in Rosall möglich werden. Der Stadtrat hat vergangene Woche geschlossen einer notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans sowie dem Bebauungsplan im Bereich Rosall zugestimmt. Mit dem Bebauungsplan für Rosall sollen etwa acht Parzellen geschaffen werden. Bei Bauanträgen, die sich an die Vorgaben halten, ist im Rahmen des Freistellungsverfahren auch eine kurze Genehmigungsphase zu erwarten. Damit könnte schon bald eine Bebauung erfolgen. Bürgermeister Franz Stahl freute sich über das Zustandekommen des Bebauungsplanes mit den Flächen innerhalb der Ortschaft. Damit könne der besondere Charakter des Dorfes gewährleistet werden. Bei einer Ortsbesprechung hätten auch die Bürger in Rosall dieses Vorhaben befürwortet.

CSU-Fraktionssprecher Huberth Rosner begrüßte diese Entwicklung, die es gerade jungen Familien ermöglichen würde, ein Bauvorhaben zu verwirklichen. "Das ist ein starkes Signal an eine positive Dorfentwicklung", betonte Rosner. Ebenso Unterstützung kam vom Sprecher der Freien Wähler, Manfred Zandt. Für die dörfliche Entwicklung sei dieser Schritt sehr wichtig. "Da kommt wieder Leben ins Dorf", stellte sich Hans Gmeiner (CSU) hinter das Vorhaben. Alfred Scheidler (CSU) sah in dem Bebauungsplan auch eine Arbeitserleichterung für das Landratsamt. Sogar Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) begrüßte diese Form der Dorfabrundung.

Familienförderprogramm

Das Familienförderprogramm der Kreisstadt sucht seinesgleichen, meint jedenfalls Bürgermeister Franz Stahl. Und kann zu seiner Einschätzung auch gleich die entsprechenden Zahlen beifügen. So wurden seit 2008 bis heute an 235 Familien insgesamt 616 500 Euro ausbezahlt. Dabei wird der Erwerb von Wohneigentum unterstützt. So gibt es je Kind zwischen 1500 und 5000 Euro.

Im vergangenen Jahr waren 55 000 Euro im Haushalt veranschlagt. Dann wurden aber an 23 Familien mit 29 Kindern zusammen 58 500 ausgereicht. In diesem Jahr soll wieder ein Ansatz von 55 000 Euro eingeplant werden, informierte der Bürgermeister den Stadtrat. Schon Ende 2017 hatte der Stadtrat einstimmig das Programm "Familiengerechtes Tirschenreuth" beschlossen. Die Familien können die Förderung zu Beginn des Kaufes von Wohneigentum oder bei einem Neubau beantragen. Interessant: Die Förderung können Familien auch nutzen, wenn sie ein Haus oder eine Wohnung erben oder überschrieben bekommen. Werden innerhalb von fünf Jahren noch weitere Kinder geboren, wird auch hier eine Förderung gewährt.

Bei der Sitzung unterstrich Stahl vor allem die Ausgestaltung des Programms, das sehr unkompliziert und an Praktikabilität nicht zu überbieten sei. "Das ist ein Erfolgsmodell, und Tirschenreuth war hier wieder einmal ein Vorreiter in der Region", konstatierte Huberth Rosner (CSU). "Das war und ist sehr positiv für Tirschenreuth", bescheinigte auch Manfred Zandt (Freie Wähler). Ebenso freute sich Paulus Mehler (CSU) über diese Unterstützung der Familien.

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