29.09.2020 - 14:01 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Modern und ohne direkten Kontakt

Der Besuch von den Stadtwerken wird bald ausbleiben. Auch mit Blick auf Corona soll künftig die Zählerablesung von den Kunden selbst ausgeführt werden.

Künftig sollen die Kunden der Stadtwerke selbst die Verbrauchszahlen ablesen und weitermelden.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Für die Geschäftsbereiche Strom und Wasser/Abwasser wollen die Stadtwerke bei der Erfassung des Verbrauchs neue Wege gehen. An die Kunden sollen Ablesekarten versandt werden, informierte Bürgermeister Franz Stahl bei der zurückliegenden Stadtratssitzung. Die Idee wurde bei den Stadtwerke schon seit Längerem verfolgt, aufgrund der Pandemie-Situation sei die Maßnahme jetzt vorgezogen worden. So schütze man Kunden und auch Mitarbeiter vor einer Infektion, gab Stahl die Absicht der „kundeneigenen Zählerablesung“ weiter. Zum Einsatz komme die neue Methode bei der Jahresverbrauchsablesung 2020. Bei der Durchführung sei man in Verhandlung mit zwei Dienstleistern. Die Weitergabe der Daten sollte auch online oder per QR-Code ermöglicht werden, teilte Stadtwerke-Chef Thomas Kraus mit.

Beim Breitbandausbau für das Gemeindegebiet Marchaney gibt die Stadt den Ball an die Gemeinde Bärnau weiter. Aufgrund der langen Strecke sei eine Anbindung an das Gebiet der Nachbargemeinde wirtschaftlicher, berichtete Stahl. Es handle sich dabei um die Anbindung einer Hofstelle. Um die zu ermöglichen sei eine Zweckvereinbarung notwendig. Der Stadtrat stimmte dieser Vereinbarung zu. „Die Kosten bleiben allerdings bei Tirschenreuth“, musste Stahl enttäuschen.

Ein Schlussstrich konnte jetzt unter die Jahresrechnung der Stadt und der Spitalstiftung für das Haushaltsjahr 2018 gezogen werden. Nach den verschiedenen Instanzen könnten jetzt die abschließenden Ergebnisse vorgelegt werden. Danach schließt die Jahresrechnung der Stadt für 2018 mit einem Defizit von rund 1,17 Millionen Euro ab. Dieser Betrag sei der allgemeinen Rücklage entnommen worden, teilte Stahl mit. Kämmerer August Trißl bestätigte, dass dieser Verlauf so vorgesehen war und dem Entwurf entsprochen hätte. Bei der Spitalstiftung sei ein Überschuss von rund 6500 Euro erzielt worden. Die Jahresrechnungen wurden einstimmig festgestellt, die Entlastung wurde erteilt.

Weiterer Artikel über die Sitzung des Tirschenreuther Stadtrats

Tirschenreuth

Zum Ende der Sitzung konnte Stahl noch verschiedene nichtöffentliche Beschlüsse bekanntgeben. So hat der Stadtrat den Auftrag für die begehbare Dachbodendämmung im alten Rathaus an die Zimmerei Andreas Schoof aus Tirschenreuth zum Angebotspreis von 27.464, 74 Euro vergeben. Für die Neugestaltung der Grünfläche zwischen Bahnhofstraße und Stadtteich Nord-Ost wurde die Freigabe verschiedener Nachtragsangebote genehmigt. Die Mehrkosten liegen bei rund 290.000 Euro. Diese Kosten finden sich im Haushalt 2021. Für den Neubau einer Kinderkrippe und eines Kindergartens in Tirschenreuth hat der Stadtrat den Auftrag für das Gewerk Tischlerarbeiten 1 (Fenster und Sonnenschutz) an die Firma Distner aus Wiesau zum Angebotspreis von 380.539, 16 Euro vergeben.

Die Glasfaseranbindung der Marien-Grundschule wird die Firma T-Systems International GmbH zum Preis von 48.255,71 Euro durchführen. Ebenso die Glasfaseranbindung für die Johann-Andreas-Schmeller-Mittelschule. Der Preis beträgt hier 31.788,96 Euro. T-Systems soll auch die

Glasfaseranbindungen für das Rathaus I und II vornehmen, Kosten 50.812,96 Euro. Voraussetzung ist stets ein positiver Bescheid des Förderantrags durch die Bezirksregierung. Für die Kläranlage Tirschenreuth wurde ein Ford Ranger Pick-up als Ersatzbeschaffung genehmigt. Der Bruttopreis des Fahrzeuges beträgt 26.065,71 Euro.

In der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Umweltwesen, Stadtentwicklung und Stadtplanung vom 4. August wurde der vorzeitige Beginn der Sanierungsmaßnahmen des Anwesens Maximilianplatz 37 gebilligt. Antragsteller ist Herbert Heyd.

Noch ist die Fläche am Amtsgericht für Wohnmobile vorgesehen. Karl Berr will hier lieber mehr Raum für den Storch. Und das könnte sogar klappen. Denn in der Stadtratssitzung wusste Bürgermeister Franz Stahl, dass man eine alternative Fläche am Freibad prüfe.
Im Blickpunkt:

Alternativer Platz für Wohnmobile

Karl Berrs Herz schlägt für die Störche in der Region. Und Berr lässt auch keine Gelegenheit aus, für sein Anliegen zu kämpfen. In der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag verwies Berr unter dem Punkt Anfragen auf die kritische Situation der Störche im Stiftland. Während vor Jahren noch 24 Jungstörche gezählt wurden, seien es heuer nur mehr drei gewesen. Der engagierte Naturschützer macht sich für die Erhaltung von horstnahen Feuchtwiesen stark. Und ein geeigneter und wichtiger Platz sei eben die Fläche am Amtsgericht, auf der ein Stellplatz für Wohnmobile entstehen soll. Dabei würden die Camper doch vermehrt den Parkplatz am Landratsamt nutzen, weiß Berr.

Eine Entscheidung wollte Bürgermeister Franz Stahl in der Sitzung am Donnerstag natürlich nicht treffen. Doch hätte man für die Stellflächen für die Wohnmobile durchaus eine Alternative im Blick, berichtete Stahl. Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien teilte der Bürgermeister mit, dass eine Fläche am Freibad geprüft werde. Dort sei auch eine bessere Infrastruktur vorhanden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.