10.12.2019 - 12:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Missionshaus St. Peter: Innenleben aufhübschen

Erst Gymnasium und Internat, im Zweiten Weltkrieg Lazarett, später wieder Schule: Das Missionshaus St. Peter hat eine lange Geschichte. Heute sind dort verschiedene Parteien untergebracht. Die Räume werden nun an die Nutzer angepasst.

Diverse Umnutzungen plant die Kewog im Inneren des Missionshauses St. Peter.
von Lena Schulze Kontakt Profil

(szl) Erst Gymnasium und Internat, im Zweiten Weltkrieg Lazarett, später wieder Schule: Das Missionshaus St. Peter hat eine lange Geschichte. Heute sind dort verschiedene Parteien untergebracht. Die Räume werden nun an die Nutzer angepasst.

Das Missionshaus St. Peter stand auf der Tagesordnung des Bauausschusses der Stadt Tirschenreuth. Im 1917 gegründeten und 2007 von der Kommunalen Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft (Kewog) übernommenen Anwesen stehen diverse Umnutzungen an. Die Räumlichkeiten sind unter anderem an die Steyler Missionare, die Stadt oder Vereine vermietet. "Optisch ist auf dem Plan nicht groß etwas sichtbar", erläuterte Bürgermeister Franz Stahl. "Die Umbauarbeiten spielen sich rein im Inneren ab. Insbesondere geht es um den Brandschutznachweis."

Die Geschichte des Missionshaus St. Peter:

Aus der ehemaligen Küche im Keller wird eine Töpferwerkstatt für die KAB. Für die Buchhandlung St. Peter wird im Ostflügel ein Ruheraum sowie ein Lagerraum für Bücher umgebaut. In die Räume im ersten Stock ziehen die Krippenfreunde. Der Westflügel beherbergt die Förderschule, in den ehemaligen Räumen der Ganztagsklasse sind Ausweichräume für das Sonderpädagogische Förderzentrum. Der Bauantrag der Kewog wurde einstimmig genehmigt. Nur kurz ging das Gremium auf den Tekturplan des Kindergarten-Neubaus in der südwestlichen Altstadt ein. "Es gibt nur eine kleine Änderung im Erdgeschoss gegenüber dem Bauplan", informierte Stahl. Stadtbaumeister Andreas Ockl führte aus, dass jeweils eine Treppe pro Gruppenraum geplant war, um in einen kleines "Atelier" in das Obergeschoss zu gelangen. Auf Wunsch des Betreibers, des Roten Kreuzes, soll der Bastelraum in der ersten Etage nicht von den Gruppenräumen her begehbar sein. Deshalb wird nun umgeplant, so dass die Treppe vom Flur aus hinauf in die erste Etage führt. In den Gruppenräumen wird die Treppe gestrichen.

Aus zwei Treppen wird eine

Peter Gold (CSU) fragte nach der aktuellen Fördersituation. Der Bund hatte für die Errichtung von Kindergärten eine Förderinitiative gestartet. Allerdings hatte der Freistaat nicht mit so vielen Neubauten gerechnet, so dass der Fördertopf deutlich überzeichnet wurde. Die Förderung schrumpfte von ursprünglich eingeplanten 2,2 Millionen auf nur noch 1,4 Millionen Euro. "Das sind 800 000 Euro weniger - das ist happig", kommentierte Stahl.

"Wir haben uns massiv eingesetzt." Alle Anträge seien im August fristgerecht eingereicht worden, die Kürzung der Förderung sei unfair. Die Stadt wandte sich an den bayerischen Städtetag und politische Mandatsträger. Die zum Teil harten Diskussionen hätten sich ausgezahlt: "Das Land Bayern hat zugesagt, die Förderung aus ihren eigenen Rücklagen bereitzustellen. Wir haben das noch nicht schriftlich, aber wir werden die Förderung so bekommen, wie wir das eingeplant hatten." Der neue Kindergarten in Holzbauweise kostet rund 3,7 Millionen Euro, bei einer Förderung von etwa 2,2 Millionen Euro. Die Ausschreibung wird noch dieses Jahr aufgestellt und erfolgt im neuen Jahr. Ockl ist zuversichtlich und will die Ausschreibungsfristen recht kurz halten. Der Bürgermeister sprach von einem "abenteuerlichen Baufenster". "Aber wir sind gut im Rennen."

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