21.10.2020 - 14:54 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Landkreis Tirschenreuth will Image kräftig aufpolieren

Ein gutes Image strebt jede Region an. Auch der Landkreis Tirschenreuth setzt zunehmend auf moderne Marketingkonzepte. Dabei soll ein neues Förderprogramm helfen.

Dass sich der Landkreis nicht zu verstecken braucht, verdeutlichte Regionalmanager Florian Rüth (rechts) in Wort und Bild. Landrat Roland Grillmeier und Pressesprecher Wolfgang Fenzl (von links) waren aufmerksame Zuhörer.
von Michaela Kraus Kontakt Profil

"Regionale Identität" heißt das Zauberwort, das im Ausschuss für Demografie, ländlicher Raum, Landkreisentwicklung und Digitalisierung oft gefallen ist. "Das ist ein wichtiges Thema", verwies Landrat Roland Grillmeier auf die Aktionen der Nachbarn, etwa die "Denk mal NEW"-Kampagne des Landkreises Neustadt/WN oder "Freiraum für Macher" aus dem Landkreis Wunsiedel.

"Wir müssen definieren, wofür wir stehen", mahnte der Landrat eine deutlichere Profilierung in vielen Bereichen an. Zur Darstellung der eigenen Stärken eigne sich ein neues Förderprogramm des Freistaats, das wie maßgeschneidert für den Landkreis sei. Regionalmanager Florian Rüth erklärte, dass das Heimatministerium 80 Prozent der Kosten übernehme. Die Förderrichtlinien würden, aufbauend auf den bisherigen Kriterien, bis Anfang nächsten Jahres entwickelt. "Wir werden auf jeden Fall berücksichtigt", versprach Rüth schon jetzt.

Der Landkreis will zur Förderung der Wirtschaft und Lebensqualität an vielen Stellschrauben drehen

Tirschenreuth

"Wir wollen die regionalen Highlights darstellen und zeigen, hier geht was. Viele wissen immer noch nicht, was alles bei uns geboten ist." Ganz wichtig sei es, bei der Kampagne die Bevölkerung mit ins Boot zu nehmen. "Der Landkreis lebt von den Machern in der Region. Die sollen zum Mitmachen begeistert werden." Das Projekt sei für alle offen, lud er auch Unternehmen, Verbände und Vereine ein.

"Die Marke Tirschenreuth hat sich gut entwickelt", sprach sich Landrat Grillmeier für einen zügigen Ausbau der Außendarstellung aus. Das gehe nicht ohne externes Know-how sowie einen zusätzlichen Ansprechpartner am Landratsamt, der auch technisch versiert sei, unterstrich Florian Rüth. Eine Halbtagsstelle sei dafür schon notwendig, je nach Höhe und Dauer der Förderzusage.

Hintergrund:

Region abgrenzen und vernetzen

"Das Finanz- und Heimatministerium unterstützt neue regionale Umsetzungsprojekte, die der Stärkung und Inwertsetzung regionaler Identität dienen und einen Beitrag zur eigenständigen Regionalentwicklung und räumlichen Wettbewerbsfähigkeit leisten können", heißt es auf der Homepage zum bereits laufenden Förderprogramm, das ab 2021 neu aufgelegt werden soll. Die Ziele: Stärkung der regionalen Entwicklung, bessere regionale Abstimmung und Vernetzung, deutlichere Profilbildung von Regionen nach innen und außen. "Die Abgrenzung einer Region mit der räumlichen Ausdehnung von wenigstens einem Kreisgebiet kann anhand administrativer, kultur- und naturräumlicher oder soziokultureller Merkmale erfolgen", ist der Beschreibung zu entnehmen. "Die Einbindung maßgeblicher regionaler Akteure sowie die Abstimmung mit bestehenden Handlungsfeldern und regionalen Entwicklungsleitbildern ist regelmäßig vorzusehen."

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