30.09.2020 - 11:38 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kirchengemeinden Mitterteich, Tirschenreuth und Waldsassen besser vernetzen

Mit zwei Pfarrstellen ist die Evangelische Kirchengemeinde im Stiftland nicht gerade üppig besetzt. Immerhin besteht derzeit keine Gefahr eines weiteren Abbaus.

von Externer BeitragProfil

Bei einer gemeinsamen Sitzung der Kirchenvorstände Mitterteich, Tirschenreuth und Waldsassen war auch Käthe Pühl, Präsidiumsmitglied der Dekanatssynode, dabei. Sie betonte, dass das Stiftland keine Angst um seine zwei Pfarrstellen haben müsste. Denn auch unter Berücksichtigung der Fläche sei die Personalausstattung angemessen, sagte sie mit Verweis darauf, dass man bereits den Verlust der Pfarrstelle Waldsassen verkraften musste.

Pfarrerin Dr. Stefanie Schön zeigte Unverständnis dafür, warum Weiden wegen seiner "Bedeutung" sechs Pfarrstellen erhalten solle: Die Tätigkeit von Landpfarrern sei wesentlich umfangreicher und vielfältiger, betonte sie. Auf Nachfrage sagte Käthe Pühl, dass der nächste Stellenplan innerhalb von zwei Jahren umzusetzen sei. Wenn eine Pfarrstelle wegfällt, müsse sich der Inhaber innerhalb von zwei Jahren woanders hin melden oder bleibe im Dekanat als "Springer".

Gottesdienste in anderer Form

Käthe Pühl erläuterte weiter, dass aufgrund zu erwartender schwindender Mitgliederzahlen, Geld und personeller Ressourcen durch Pfarrermangel überlegt werden müsse, wie sich die Kirche zukünftig ihren Aufgaben widmen kann. Dazu sei auch ein Prozess "Profil und Konzentration" (PuK) initiiert worden. Die Kirchenvorstände hätten einen Fragebogen des Dekanatsausschusses ausgefüllt, um auch einen Überblick über eigene Aktivitäten zu gewinnen. Pfarrerin Schön für die Kirchengemeinden Tirschenreuth- Waldsassen sowie Pfarrer Martin Schlenk für die Kirchengemeinde Mitterteich betonten beide, wie wichtig es sei, im Stiftland bei vielen Einweihungen, Empfängen oder ökumenischen Gottesdiensten präsent zu sein.

Christian Münch berichtete von Planungen, in der Kirche Tirschenreuth das fest eingebaute Kirchengestühl durch ein loses zu ersetzen, um hier leichter Gottesdienste in anderer Form durchführen zu können, die künftig einmal monatlich stattfinden sollen. Andreas Neumayr regte an, dass sich die Kirchenvorstände zukünftig mehr vernetzen, Projekte gemeinsam planen und optimieren. Wünschenswert sei auch die Mitteilung von Veranstaltungen, zu denen man Gemeindeglieder der anderen Gemeinden einlädt. Man könnte in Zukunft einen gemeinsamen Stiftland-Gemeindebrief herausbringen. Käthe Pühl fragte, ob sich die Kirchenvorstände auch andere Formen der Zusammenarbeit vorstellen könnten, etwa die Bildung einer gemeinsamen Pfarrei oder ein gemeinsames Pfarrbüro. Pfarrer Schlenk erinnerte an eine zurückliegende Gemeindeberatung, bei der ein solches Konzept einer gemeinsamen Pfarrei Stiftland ausgearbeitet, aber nicht umgesetzt wurde. Dieses befürworte er jedoch heute nicht mehr.

Glaubenskurs wird fortgeführt

Der begonnene, aber wegen Corona abgebrochene Glaubenskurs der Stiftland-Gemeinden, der mit großem Erfolg in Mitterteich gestartet wurde, soll zu Beginn kommenden Jahres fortgeführt werden. Tirschenreuth und Waldsassen teilen dem Pfarramt Mitterteich ihre geplanten Termine bis 15. November mit, damit diese im Gemeindebrief Mitterteich von Dezember/Januar erscheinen können; danach plant Mitterteich den vierten Termin. Die Teams bleiben fast unverändert.

Pfarrerin Stefanie Schön ist seit 2018 für Tirschenreuth und Waldsassen zuständig

Interview mit dem ehemaligen Regionalbischof Hans-Martin Weiss

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