25.09.2020 - 20:20 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kein Spitzenspiel in Wiesau

Die Gelegenheit, sich für die Blamage zuletzt in Röslau zu rehabilitieren, bekommt die SpVgg Wiesau in der Kreisliga Süd an diesem Sonntag nicht. Die Partie gegen Tabellenführer FC Lorenzreuth ist coronabedingt abgesetzt.

Vor einer Woche besiegte der TSV Konnersreuth (Dominik Protschky, Mitte) den TSV Waldershof (links Lukas Hausladen, rechts Florian Paul) mit 2:0. Am Sonntag empfängt der TSV die SG Mitterteich II/Steinmühle, die Waldershofer erwarten die SpVgg 13 Selb.
von Helmut KapplProfil

Das Coronavirus ist wieder auf dem Vormarsch und macht auch vor dem Amateurfußball nicht Halt. Spielleiter Peter Kemnitzer musste am Freitag in der Kreisliga Süd zwei Partien absetzen. Betroffen ist das Spitzenspiel der SpVgg Wiesau gegen den FC Lorenzreuth sowie die Begegnung zwischen dem TuS Erkersreuth und FC Schwarzenbach. Beim FC Lorenzreuth befinden sich demnach zwei Spieler in Quarantäne, weshalb die Partie in Wiesau abgesagt wurde. Da Lorenzreuth zuletzt gegen den FC Schwarzenbach gespielt hatte, ist auch vorsorglich dessen Spiel beim TuS Erkersreuth von einer Absage betroffen.

Das weitere Geschehen rückt damit fast schon in den Hintergrund. Die Verfolger VfB Arzberg (2./37) gegen den VFC Kirchenlamitz (12./24) sowie der TSV Konnersreuth (3./37) im Derby mit der SG Mitterteich/Steinmühle (7./29) haben Heimrecht. Endlich ins Geschehen eingreifen dürfen die Sportfreunde Kondrau (14./17). Sie gastieren beim zuletzt erfolgreichen ASV Wunsiedel (9./27), und stehen dort mächtig unter Druck.

ASV Wunsiedel - SF Kondrau So. 14 Uhr

ASV-Trainer Siegi Grüner erwartet gegen die gefährdeten Gäste ein Sechspunkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Trotz des Sieges in Mitterteich muss sich seine Mannschaft steigern, um als Sieger den Platz zu verlassen. An der personellen Situation ändert sich nur wenig, es herrscht noch immer ein Kommen und Gehen. "Nachdem wir letztes Wochenende noch einmal ausgebremst wurden, freuen wir uns riesig auf die anstehende Partie", sagt SF-Spielleiter Philipp Hopfner. Zum Re-Start geht es gleich gegen einen direkten Tabellennachbarn. Deshalb bedarf es keiner zusätzlichen Motivation. Ob der brisanten Tabellenlage gilt für die Mannschaft: Verlieren verboten. Bis auf Daniel Hösl steht der komplette Kader zur Verfügung.

TSV Waldershof - SpVgg Selb 13 So. 15 Uhr

"Nach der Niederlage in Konnersreuth wollen wir unbedingt einen Sieg einfahren, um den Anschluss an die vorderen Ränge nicht aus den Augen zu verlieren", setzt Trainer Maxi Berek sein Team bewusst unter Druck. Am Einsatz in Konnersreuth lag es nicht, aber spielerisch muss die Mannschaft einfach zulegen. Jan Müller, Jakob Hartmann und Michael Dürbeck kehren in den Kader zurück. Am Personal sollte es also nicht scheitern. "Wir wollen mit einem Sieg starten", fordert Gästecoach Mohammad Tamo. "Die Mannschaft hat während der Woche gut trainiert, deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den Platz als Sieger verlassen."

TuS Förbau - TSV Thiersheim So. 16 Uhr

Nach dem verdienten Punktgewinn in Kirchenlamitz rechnet sich die Heimelf auch gegen die Gäste etwas Zählbares aus. "Keineswegs ordnen wir den Gegner an der glatten 0:4-Heimniederlage ein. Wir wissen um dessen spielerische Stärke und versuchen deshalb ihn nicht ins Spiel kommen zu lassen," lautet die taktische Marschroute von Trainer Michael Gräf. Yasin Yilmaz und Michael Jäger kehren zurück, es fehlt Fabian Letfuß. Wiedergutmachung ist bei den Gästen angesagt. Die glatte 0:4-Heimniederlage im Derby gegen Arzberg schmerzt noch immer. "Nur mit vollstem Einsatz und Ausnutzen der sich bietenden Torchancen werden wir aus Förbau etwas mitnehmen", sagt Trainer Udo Schnurrer. Es gibt keine Verletzten, so dass er auf den kompletten Kader zurückgreifen kann.

SG Marktredwitz - FC Vorwärts Röslau II So. 16 Uhr

Vorletzter gegen Letzter, diese Konstellation sagt schon alles über dieses Kellerduell aus. Trotz des Sieges über Wiesau rangieren die Gäste weiterhin abgschlagen am Tabellenende. Ob sie erneut in der Lage sind, für eine Überraschung zu sorgen, wird sich zeigen. Den bis vor einer Woche einzigen Punkt holte die Reserve beim 4:4 eben gegen die Hausherren. Allerdings stehen diesmal keine Verstärkungen aus dem Landesligakader zur Verfügung. Seinen Einstand als Trainer bei der SG hat sich Bernd Lauterbach etwas anders vorgestellt. Er fordert eine ganz andere Einstellung und die Mannschaft muss in jedem Spiel richtig dagegenhalten. "Ich will die drei Punkte in Marktredwitz behalten."

TSV Konnersreuth - SG Mitterteich II/SV Steinmühle I So. 16 Uhr

"Spielerisch zeigten wir gegen Waldershof nicht unsere beste Leistung, wichtig war, dass wir mit einem Sieg starteten", blickt TSV-Spielleiter Florian Neumann zurück. Gerne nimmt er die Favoritenrolle im Derby an und will dieser auch gerecht werden. "Allerdings werden wir an unsere Grenzen gehen müssen, um als Sieger den Platz zu verlassen. Das wird schwer genug, denn man weiß nie, mit welchem Kader die Gäste anreisen." Bis auf den verletzten Martin Heinrich sind alle Akteure einsatzfähig. Ein Fragezeichen steht noch hinter Christoph Pirner. Für den SVM-Vorsitzenden Roland Eckert wartet eine schwere Aufgabe auf seine Mannschaft. Die Gastgeber seien schon wieder in bestechender Form und zählen für ihn zu den heilßesten Anwärtern auf den Titel. "Trotz eines leichten Aufwärtstrends gehen wir als krasser Außenseiter in die Partie. Kampflos jedoch ergeben wir uns nicht." Unterstützung aus dem Landesligakader wird es kaum geben, denn dort ist Personaldecke ziemlich dünn.

VfB Arzberg - VFC Kirchenlamitz So. 16 Uhr

Mit den Gästen kommt für VfB-Spielleiter Sven Riedl ein sehr unangenehmer Gegner, der total unberechenbar ist. "Trotzdem wollen wir an der zuletzt gezeigten Leistung anknüpfen und die Punkte in Arzberg belassen." Verletzt fallen Florian Wunderlich und Florian Graf aus. Gegen den Aufstiegsaspiranten gilt es für Gästetrainer Martin Matuschak im Kollektiv an die eigene Leistungsgrenze zu kommen. "Wichtig wird es sein, die gefährliche Arzberger Offensivabteilung nicht ins Spiel kommen zu lassen." Am Aufgebot wird sich gegenüber letzter Woche nicht viel ändern.

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