27.01.2021 - 17:26 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Grenzpendler: 24 positive Corona-Tests im Kreis Tirschenreuth

Berufspendler aus Tschechien müssen seit dem Wochenende ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Für die Landkreise Tirschenreuth und Wunsiedel gibt es nun erste Zahlen.

Ein Hinweisschild in der Egerer Straße in Waldsassen gibt die Richtung zum Parkplatz vor dem Testzentrum vor.
von Martin Maier Kontakt Profil

Die verschärfte Testpflicht für tschechische Grenzpendler hatte am Wochenende zu einem Ansturm auf die Teststellen geführt. Im Landkreis Tirschenreuth selbst ließen sich am Samstag und Sonntag etwa 1500 Grenzpendler testen. Hinzu kamen noch die Tests, die in anderen Zentren (beispielsweise in Schirnding) oder in Tschechien gemacht wurden.

Keine Auswirkung auf Inzidenz

"Aus all diesen Wochenendtests ergaben sich bisher 24 positive Fälle bei den tschechischen Pendlern für unseren Landkreis", schreibt Landratsamt-Pressesprecher Wolfgang Fenzl auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Zur Einordnung: Im Kreis Tirschenreuth arbeiten rund 2500 Grenzpendler. Zu beachten ist auch, dass diese positiven Fälle nicht in die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises zählen. Hierfür ist der Wohnsitz der Infizierten entscheidend.

In den beiden Testzentren in Waldsassen und Tirschenreuth wurden zudem allein am Montag 2500 Tests durchgeführt. Beim Großteil handelte es sich um tschechische Grenzpendler. Die genaue Auswertung dieser Tests in Bezug auf die Pendler mit Arbeitsort im Landkreis Tirschenreuth ist nach Angaben Fenzls noch in der Auswertung. Mit Blick auf die sehr große Testanzahl spricht er von einem Kraftakt der Behörde und des Roten Kreuzes.

5800 Tests in Schirnding

Auch das Landratsamt Wunsiedel gab am Mittwoch die Testzahlen für die Station in Schirnding bekannt. Zwischen Samstag und Dienstag wurden dort etwa 5800 Tests durchgeführt, davon waren 140 PCR-Tests positiv. Diese betreffen aber nicht ausschließlich Grenzgänger, die im Landkreis Wunsiedel tätig sind, sondern auch Probanden, die in den Nachbarlandkreisen Hof, Bayreuth oder Tirschenreuth arbeiten. Das ergibt einen Positiv-Anteil von 2,4 Prozent.

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Tirschenreuth

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Kommentare

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Hubert Schröter

Es mag schon sein, daß die tschechischen, positiven Personen nicht in der Statistik erscheinen, aber hat man berücksichtigt das diese Personen vielleicht andere angesteckt haben, bevor sie getestet wurden?
Das wäre doch vielleicht der Grund, warum der Inzidenzwert im Landkreis nicht geringer wird. Auch beim Einkauf in den Lebensmittelgeschäften besteht doch eine große Gefahr, sich anzustecken und da auch sehr viele Tschechen bei uns einkaufen ist die Möglichkeit der Verbreitung doch sehr groß. Denn hier werden die Abstände am wenigsten eingehalten, das habe ich zumindest schon recht oft festgestellt.

28.01.2021