22.11.2021 - 10:30 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Diözesan-Caritasdirektor Michael Dressel predigte bei der 415. Monatswallfahrt

Die Konzelebranten der 415. Monatswallfahrt: (von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Wallfahrtsanführer Michael Dressel und Kaplan Ramon Rodriguez.
von Konrad RosnerProfil

"Endlich mal wieder im Stiftland", freute sich Diözesan-Caritasdirektor Michael Dressel. Der gebürtige Pechbrunner war der Wallfahrts-Anführer und Prediger der 415. Monatswallfahrt für die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt Tirschenreuth.

Er verwies darauf, dass der Monat November der Monat der Toten sei. Deshalb sollte all der Toten, die durch Krieg und Terror aus dem Leben gerissen wurden, gedacht werden. In diesem Zusammenhang blickte Dressel auf die aktuell schlimmen Zustände in Syrien. Stadtpfarrer Georg Flierl erinnerte eingangs an den verstorbenen emeritierten Bischof von Passau, Wilhelm Schraml, der aus Erbendorf stammte. Schraml sei früher oftmals bei den Monatswallfahrten in Tirschenreuth gewesen. Ihn solle man ebenso mit ins Gebet einschließen. Nach dem Evangelium, vorgetragen von Kaplan Ramon Rodriguez, erinnerte Pfarrer Michael Dressel in seiner Predigt an den 1. November 1950, als der damalige Papst Pius XII. in einem feierlichen Akt die Lehre von Mariens Himmelfahrt als verbindlichen Glaubenssatz der Kirche herausstellte. Dies sei ein Bekenntnis dafür gewesen, dass Maria mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde. Damals brach Jubel aus, es habe aber auch kritische Worte gegeben. Denn seit Jahrhunderten beteten die Christen im Rosenkranz, das Maria in den Himmel aufgenommen worden sei. "Wozu dann diese Feierlichkeit?", fragte der Prediger. Dressel merkte an, dass 1950 der Zweite Weltkrieg mit seinen vielen Toten gerade fünf Jahre vorüber gewesen sei. Der "Kalte Krieg" war eskaliert, der Eiserne Vorhang trennte nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa. In dieser Zeit - geprägt von Angst, Not und Elend - hätte Papst Pius XII. laut Dressel nichts Mutigeres tun können, als die Lehre von Mariens Himmelfahrt als verbindlichen Glaubenssatz der Kirche herauszustellen. „Die Kirche freut sich, dass Gott Großes an ihr getan hat“. Im November gedenke man vor allem der Toten, dabei denke man auch an die eigene Vergänglichkeit, erklärte der Diözesan-Caritasdirektor weiter. Dies täten die Menschen im Glauben an Jesu Sieg über den Tod. So wie er Maria in den Himmel aufgenommen habe, hofften auch die Christen, nach dem Tod in den Himmel aufzufahren. Dies sei die Botschaft von Papst Pius XII., als er sagte: „Der Himmel, das ist eure Zukunft.“ Ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes. Ein weiterer Teil der Botschaft Papst Pius’ ist, dass die Menschen sich für Frieden einzusetzen sollen, in der Familie oder in der Arbeit und im Umfeld.

Der Wallfahrtsgottesdienst endete mit dem eucharistischen Segen. Zur 416. Wallfahrt am 13. Dezember wird Weihbischof Reinhard Pappenberger erwartet.

 

 

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