16.03.2021 - 15:34 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

BRK Tirschenreuth: Astrazeneca-Impfstopp ein schwerer Schlag

Der BRK-Kreisverband Tirschenreuth musste wegen des Astrazeneca-Impfstopps vorläufig Hunderte Termine absagen. Besonders bitter: Nun kann auch ein Teil der Extradosen für die Grenzregionen nicht verimpft werden.

Medizinisches Personal befüllt eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Die Meldung über den Impfstopp für das Astrazeneca-Vakzin am Montagnachmittag hat das BRK Tirschenreuth, zuständig für das Impfzentrum in Waldsassen, völlig überrumpelt. Von der Entscheidung ist ein Großteil der vergebenen Termine für die kommenden eineinhalb Wochen betroffen, teilt BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl mit. "Damit stehen die Planungen für die nächsten Wochen infrage."

Mitten im Vorgang gestoppt

"Wir haben nach Eingang der Meldung sofort reagiert und keine Impfungen mehr durchgeführt", informiert Schedl. "Wir waren mitten im Impfvorgang", berichtet er. Im Impfzentrum in Waldsassen platzten 50 Termine direkt vor Ort. Rund 350 Impftermine, die für diese Woche geplant waren, wurden vorläufig abgesagt. Die angemeldeten Impfwilligen wurden am Montagabend informiert. Diese Umorganisation sei ein großer Aufwand, erklärt Schedl. Um möglichst alle Nachfragen im Impfzentrum beantworten zu können, habe man am Dienstag das Hotline-Team verstärkt.

Zusätzlich zu den 350 Terminen in dieser Woche war Astrazeneca für weitere 800 Termine eingeplant. Nochmals 1700 Dosen des Astrazeneca-Vakzins sind laut dem Kreisgeschäftsführer bereits vorgeplant, wurden aber noch keinen Terminen zugeteilt. "Ein ziemlicher Rückschlag für die Impfkampagne", bedauert Schedl. "Es entschleunigt den Impfprozess leider total."

"Das entschleunigt den Impfprozess leider total."

BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl.

BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl.

Auch handelt es sich bei einem Teil der Impfstoff-Sonderzuweisungen für die Grenzregionen um Astrazeneca-Dosen. Landrat Roland Grillmeier sei deshalb bereits mit der Regierung in Kontakt. Auf der Kippe stehen ebenfalls die nächsten Termine in den "Pop-up"-Impfstationen in Waldershof, Tirschenreuth und Kemnath. Der Ausfall des Astrazeneca-Vakzins könne bei weitem nicht mit anderen verfügbaren Impfstoffen aufgefangen werden, heißt es weiter.

Impfstoff über Monate haltbar

Übriggebliebener Astrazeneca-Impfstoff muss aber laut Holger Schedl nicht entsorgt werden. "Das Gute an Astrazeneca ist, dass er bei Kühlschranktemperatur über Monate haltbar ist." Bisher haben 2050 Personen im Kreis Tirschenreuth eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen. Mit Stand Samstag, 13. März, wurden bislang insgesamt 10 407 Landkreisbürger geimpft. Die Erstimpfung erhielten davon 7647 Personen, 2760 Menschen haben auch die zweite Dosis bekommen.

Die Impfbereitschaft im Landkreis Tirschenreuth ist hoch

Tirschenreuth

 

 

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