18.11.2020 - 16:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Appartement-Hotel Sibyllenbad: Kewog-Geschäftsführer und Landrat demonstrieren Einigkeit

Seit Beginn der Pandemie ist das Appartement-Hotel Sibyllenbad geschlossen. Falls es die Corona-Lage zulässt, soll sich das ab Januar 2021 ändern.

Das Appartement-Hotel Sibyllenbad war auch Thema in der Aufsichtsrat-Sitzung der Kewog.
von Martin Maier Kontakt Profil

Die Schließung des Appartement-Hotels Sibyllenbad bei Bad Neualbenreuth hat die vergangenen Monate immer wieder für Diskussionen gesorgt. „Wir haben uns wochenlang Gedanken gemacht, ob wir wieder aufmachen“, blickt Kewog-Geschäftsführer Bernd Büsching im Gespräch mit Oberpfalz-Medien auf die Überlegungen Mitte des Jahres. Die Kommunale Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft (Kewog) ist der Betreiber des Hotels. Büsching räumt ein, dass im Nachhinein eine Öffnung in den Sommermonaten wohl möglich gewesen wäre. „Aber ich stehe zu der Entscheidung.“

Die Pläne sehen nun vor, ab 2. Januar 2021 wieder die Türen aufzusperren. Dafür werde gerade auch Personal aufgebaut. „Wobei wir das Hotel ein wenig anders betreiben wollen“, deutet der Geschäftsführer Veränderungen an. Momentan würden im Gebäude auch Reparaturen durchgeführt. Büsching stellt klar: „Es braucht keiner Angst haben, dass nicht mehr aufgemacht wird.“

Neues Konzept

Das neue Konzept, das Büsching auch noch der Öffentlichkeit vorstellen will, war auch eines der Themen bei der turnusmäßigen Kewog-Sitzung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung am Montag. Schon im Vorfeld hatte Büsching einem Rückzug der Kewog als Hotelbetreiber und Teileigentümer des Appartement-Hotels eine Absage erteilt. Landrat und Kewog-Aufsichtsratsvorsitzender Roland Grillmeier hatte vor einigen Wochen noch angeregt, zu prüfen, ob dies sinnvoll sei. Büsching machte aber deutlich: „Der Pachtvertrag läuft bis März 2024 und wir haben vor, diesen Vertrag zu erfüllen.“

Die Kewog hat deutlich gemacht, dass sie sich beim Appartement-Hotel Sibyllenbad nicht zurückzieht

Tirschenreuth

Nach der Aufsichtsratssitzung veröffentlichten Büsching und Grillmeier nun eine gemeinsame Mitteilung: Der Geschäftsführer habe bei dem Treffen noch einmal unterstrichen, dass es gerade für ein kommunales Unternehmen wichtig sei, zu grundsätzlichen vertraglichen Verpflichtungen zu stehen und den abgeschlossenen Pachtvertrag bis März 2024 zu erfüllen. Natürlich müsse aber die gegenwärtige Corona-Situation beachtet werden. Weshalb es auch aus Sicht des Aufsichtsrates wichtig sei, „nach konzeptionellen Veränderungen zu suchen und diese zur Umsetzung zu bringen“.

Konsens beim Vorgehen

Insoweit bestehe insbesondere zwischen Grillmeier und Geschäftsführung „ein hoher – vom wechselseitigen Vertrauen geprägter – Konsens zur Methodik und Umfang der geplanten Maßnahmen“. Der Aufsichtsrat unterstütze die Geschäftsführung dabei vollständig und werde die Gesellschaft in ihrer Kommunikation und dem Abstimmungsprozess mit der Eigentümergemeinschaft des Appartement-Hotels weiter begleiten.

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